Schlunken m.: = PfWB Schlunkel, Schlunke (luŋgə) [ RO-Als]. | | Schlunder m.: 'Speiseröhre des geschlachteten Schweins als Spielzeug der Kinder', eine zugebundene Speiseröhre wird aufgeblasen und zugehalten; durch Zusammenpressen am zugebundenen Ende wird die Luft mit (knallendem) Geräusch zum Entweichen gebracht, Schlunder [ FR-Heßh]; vgl. PfWB Knallblase 1, PfWB Krachdarm 1 a, PfWB Schlund 1 a, PfWB Schlundes, PfWB Schlunk 1 a, PfWB Schlunkel, PfWB Schlunken, PfWB Schlunker 1 a, PfWB Schlunze 1 a. | | PfWB Schlunk II das Wort, mit dem Schlung zu vergleichen ist, ist vor allem Klevld lrhn. n. einschl. Geld, Mörs, rrhn. n. einschl. Ruhr (hier aber mit Schlund zusammen); dann im Süd. abseits in Goar (Rheinorte), Simm-Laub, im Westerw [-y- Altk-Hommelsbg] u. Siegld; in Bed. 1 c geht das Wort noch weiter im Mosfrk u. Rhfrk (s. 1 c), u. zwar: Klevld Pl. -ø- [--]; -oŋk [Mörs -ō-], sonst -u-, –o-, –i-, –e- m.: 1. sachl. a. Schlund, Kehle (bes. des Schlachttieres); ek rit dech de Schl. ut! Drohung Klevld. — b. Schlauch, bes. der schlauchartige, aus übersponnenen Drahtspiralen bestehende Teil der Tabakpfeife Neuw, Altk. — c. enges, gewundenes Tal, wasser-, quellenreich Rhfrk Nahe (Wend-Merzw, Meis-Abtw, Kreuzn-Oberhsn, Mosfrk in Saarl, Merz (f.), Bernk, Zell, Koch, Kobl, May, Westerw, Siegld, dann Rip noch in Monsch, Schleid (hier kann auch -oŋk < -ond mouilliert sein), Sieg Thomasbg, Wippf-Reudenb. — d. enger Raum zwischen zwei Gebäuden Kobl-Weissenthurm. — e. verächtl. kleine Portion einer Sache Mörs-Neuk. — f. Eiterpfropfen eines Geschwürs MGladb-Viersen. — 2. übertr. persönl. verächtl. Vielfrass, Geizhals Geld-Winternam. |
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