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| PfWB Schloßen-tag (Bd. 5, Sp. 1106) | PfWB Tag (Bd. 2, Sp. 31) | |||||||
1. der Einzeltag mit seinem Verlauf, Dag, Daach, Daa, s. F., [allg.]. a. der Tagesanbruch. 's werd Dag [ ZW-Bechhf, allg.]. De D. kummt (kommt, kimmt) [allg.]. De Daa kommt an de Himmel [ZW-Hornb, verbr.]. 's isch kä Dag an de Himmel kumme, wo er net an de Ärwet war [ NW-Haßl]. Er kummt schun vor Daa [ PS-Windsbg]; am grooe Daach 'in der Dämmerung' [KU-Bedb, verbr.]. Es war vor Daach [PS-Hintwdth, verbr.]. Es geht gesche (gegen) Dag [ LU-Altr, allg.]. Er steit vor Dag uf [ KB-Kriegsf, allg.]; vor Dag un Daa (Tau) [ Gal-Dornf]. Eh's Dag werd, misse mer ufstehe [ LU-Alsh]. Morche geht's vor Daach lous [ LA-Gommh]. RA.: Der plaudert (redt) wie die Hihner vor Dag 'schwätzt dummes Zeug' [ GH-Minf, LA-Birkw]. Die isch närrisch wie e Hinkel vor Daa [PS-Erfw, Hebel 15]. De Daach geht gut an, ironisch bei einem Mißgeschick am frühen Morgen [ PS-Schmalbg]. Do war's awwer Daa! 'Da legte jemand los mit Schimpfen' [ HB-Schwarzb, KU-Schmittw/O]. Die lewen in de Dag enein, von sorglosen Menschen [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Die mache de Dag enin, dass. [ KU-A'glan]. Er stiewelt in de Dag enin wie e Blinner in die Niss [ KU-Gries]. Der babbelt in de Daach nein 'schwätzt sinnloses Zeug' [ LU-Iggh, LA-Gommh Birkw]. Er schloft e Loch in de Daa, vom Langschläfer [ HB-Kirrbg, allg.]. Er brennt e Loch in de Daa, wer das Licht bei hellem Tag brennen läßt [ HB-Kirrbg, allg.]. SprW.: Kimmt de Daach, bringt de Daach, Wahlspruch der Sorglosen [ KU-Bedb, allg.]. Gibt's de Dag, bringt's de Dag, dass. [ KB-Gauh]. 's werd enihau (engl. enyhow 'irgendwie') Dag, wann aa ken Hahne kräht [Fogel Prov. Penns Nr. 227]. Wann emol e armer Mann eppes hot, will's net Dag werre (damit er sich seines Glücks freuen kann) [HB-Kirrbg, verbr.]. Eine WR vom Morgenrot s. bei PfWB Plage 1. — b. 'Abend- und Morgendämmerung'; zwische D. un Dunkel, zwische D. un Siehschtmichnet [allg.]. Wann ich den zwische Dag un Dunkel verwisch!, Drohung [KU-Diedk, verbr.]. Der schluppt immer zwische Dag un Dunkel erum, wer in der Dämmerung einer Tätigkeit nachgeht, wenn andere Menschen bereits Feierabend machen [ SP-Harths]. Der geht zwische Dag un Dunkel 'Er stiehlt' [ NW-Weish/S]. Der kummt immer zwische Dag un Siehschtmichnet 'Der führt nichts Gutes im Schilde' [ LA-Nd'hochstdt]. — c. 'der helle Tag'. Iwwer (auch: unner) Dag hot's geräänt (geregnet) [ KB-Kriegsf, allg.]. Unner Daa is des Kind beim [Bd. 2, Sp. 32] Nochber [ NW-Frankeck]. Am helle Daach loßt er 's Licht brenne [ GH-Vollmw, allg.]; am helle, lichde Daach [BZ-Stein, verbr.]; am Dag 'tagsüber' [ NW-Freinsh, allg.]. Der schloft bei Daach so lang wie bei Nacht, vom Faulenzer [ BZ-Annw]. RA.: Er (sie) sucht de geschdriche Dag 'geht wie im Traum umher' [ Gal-Dornf Josbg], sucht de annere Dag [Lu'haf]. Er stehlt unserm Herrgott de Daa [ KU-Trahw, allg.]. Das is e Unnerschied wie Dag un Nacht [KU-Kaulb, verbr.]. SprW.: Bessere Leit gehn bei Dag haam [KB-Biedh, verbr.]. Morje isch aach e Dag [VPf, allg.]. 's is net ee Daag wie der anner [Fogel Prov. Penns Nr. 226]. Mer sell de Dag net vor'm Owed lowe [ LA-Nd'hochstdt, allg.]. WR.: Wann de Himmel owends rot, dann es morje e schäner Dag [ KL-Stelzbg]. Wammer verschlof es, gebt's am annere Dag Räin [ WD-Niedkch]. Wammer e Blendschleich orrer e Krott am Dag sitt (sieht), gett's Räin [ebd.]. Weitere BR. bei anfangen 1 b, PfWB aufsteigen 2, PfWB Hahnenschrei. Zs. PfWB Mittag, PfWB Nach-, PfWB Vormittag. — d. Grußformel 'Guten Tag', angewandt von der Mittagessenszeit (jetzt auch schon von etwa 10 Uhr an) bis kurz vor der Abenddämmerung bei einer Begegnung draußen und beim Betreten des Hauses: Gundach (gunˈdax), -dag, -da, in flüchtiger Aussprache Gen-, G'n-, Ge-, G'-, 'ndach, Dach [allg.]. Sonderformen: Gudach [HB-Alth KU-O'staufb RO-Potzb], Gundacht [ NW-Lach/Speyd LU-Iggh SP-Schiffstdt LA-Gommh Freimh GH-Bellh], Gondach [ KU-Altkch IB-Ballw Habkch], Goundach [Ingb IB-Rohrb], Gudedach [Spey], Guttendach [ SP-Heiligst Mechth]. In der WPf und NPf (vereinzelt auch VPf) wird die Grußformel auch beim Abschied gebraucht; vgl. das bei adē, adjē Gesagte. Gilt die Begrüßungsformel mehreren Personen zugleich, dann wird PfWB beieinander, -einand, -sammen, PfWB miteinander, PfWB allegar, zu-, PfWB allzusammen hinzugefügt. Beliebt ist das Wortspiel: E Gundach (gutes Dach) uf e alt Haus. Einen VR. s. bei PfWB pumpen 1 a. — 2. der Tag als Zeitmaß. a. α. ein Tag. Mer sin e Dag lang gefahr [ ZW-Battw, allg.]. Sei Luhn (Lohn) is zeh Daler de Dag [Danner Penns 111]. Er räicht (raucht) imme Dag nägscht e Päckelche Duwak [ KU-Schmittw/O]. Do kammer sich e halwe Dag herhocke un suche [ RO-Als, allg.]. — β. ein langer Tag. Der hat heit e lange Dag g'habt 'ist spät zum Essen gekommen' [ LU-Opp, NW-Hardbg]. Er hot e lange Dag 'Das Geld ist ihm ausgegangen' [ GH-Minf]. Der redt viel, wann de Dag lang es [ KB-Bischh, allg., auch Don Gal Buch]. — γ. der ganze Tag. Do isch halt viel Äärwet de ganze Dag [LA-Gommh, verbr.]. 's bämbelt de ganze Dag, vom Läuten der Glocken an Feiertagen [ LU-Opp]. Gut gefrihstickt spiert mer de ganze Dag [ NW-Kallstdt, RO-Als KB-Kerzh]. RA.: [Bd. 2, Sp. 33] De ganze Daach leit (liegt) er ääm in de Ohre [Kus]. Der eßt de ganze Daa nor eemol [PS-Saalstdt, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Ich wollt, ich wär e Hinkel: morgens dät ich mei Ei leje un ging dann de ganze Dag met'm Gockel spazeere [NPfGV 1926 S. 18]. — b. α. jeden Tag, alle Tage. De Dokter kummt jere (jeden) Dag [ KU-Schmittw/O]. Der hot em Johr 365 Krankede jeden Daach e anneri [ BZ-Albw]. Lach e bissel jeden Dag, lach juscht, wer net heile mag [Birmelin Penns Gezw. 141]. Jede Dag, denne unser Herrgott gebbt [ Gal-Dornf, BZ-Dernb]. Der hot alle Dag äine sitze 'ist immer betrunken' [ RO-Als]. Ich wollt, es wär alle Daa wie heit! [ KL-Reichb]. RA.: Das hot er uns alle Dag uf's Brout g'schmeert 'immer wieder vorgehalten' [ BZ-Dernb]. Grumbeereschnitz un weißer Käs, alle Daach desselb Gefräß [ GH-Vollmw]. SprW.: Es ist noch net aller Daache Owed [ KU-Schmittw/O]. 's isch net alle Dag Kerwe [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Don Gal Buch]. 's is kee Johr an de Stecke gebunn, 's geht alle Dag e Stick dervun [ Don Gal Buch]. De Gaarde will jeden Dag sein Herr sehe 'verlangt viel Pflege' [Wilde 289]. — β. Tag für Tag. Er kummt Daa fer Daa bei (zu) uns [Rockhs PS-Erfw], Dag for Dag [ NW-Haßl Spey], Daach for Daach [ LA-Gommh]. — c. α. Tag und Nacht. Der sitzt Dag un Nacht in der Wertschaft [ KL-Kindsb, allg.], daajenacht [Lambert Penns 35]. a. 1325: naht und dach (das volle Zitat bei brennen I 1 b). — β. seit Jahr und Tag. 's währt Johr un Dag [ LA-Nd'hochstdt]. Do kannscht Johr un Daach waarte [ NW-Frankeck]. — d. ein paar Tage u. ähnl. in e paar Daae [ KU-Diedk]. Er is schun e paar Daa krank [ KL-Reichb]. Die Däg her (vor einigen Tagen) war er hie [ BZ-Dernb, NW-Freinsh]. Er muß uf zwee Daa verreise [ KL-Reichb]; in zwää Dag 'übermorgen' [ GH-Kand]; ver zwää Dag 'vorgestern' [ebd.]. Er hot drei Daae kriet, von einer Gefängnisstrafe [ KB-Kriegsf, allg.]. RA.: In zween Daae kummt er weirer wie in äim Dag, spöttisch vom Faulenzer [ KU-Schmittw/O, KU-Diedk]. Der sieht aus, als ob er schun drei Daa im Grab gelee hätt [allg.]. Der eßt wie ener, der drei Daach nix kriet hat [ KU-Bedb Diedk]. Die sinn aach drei Daa glicklich [ Gal-Dornf]. Der macht e Gsicht wie drei Dag Rechewedder [Spey, allg., auch Don Gal Buch], wie siewe Daae Räinwerrer [ WD-Niedkch]. Ich hab in de Woch sechs Daa un de siewede drein, wer ohne Lohn arbeitet [ PS-Erfw]. Wann ich der (dir) äni spinn 'hinhaue', singscht acht Daach die Wacht am Rhein [ LA-Wollmh]. Dem han ich Fett geb, daß er acht Daa sein Grumbeere schmälze kann [ KL-Wörsb]. — 's es e Daaer acht her 'ungefähr 8 Tage her' [ KU-Kaulb, GH-Kand]. Ich han so vor e Daager acht emol uf Heidelberg gemacht [Münch Weltgesch. [Bd. 2, Sp. 34] 36]. a. 1313: in den nehesten aht dagen [SpeyUrk. 213]. a. 1460: VIII dage vor halpfasten [SSp., KellR Lichtenberg]. a. 1760: vor Acht tägen [SSp., v. d. Leyen, Fasz. 99]. — Vor ein Tag vierzehn hab ich Euren Brief empfangen [Liselotte Briefe 69]. Der leit schun verzehn Daa fescht, wegen Krankheit [ KL-Reichb]. Mer han e Uhr, wo mer nor alle verzeh Daa ufzieht [ ZW-Battw]. — WR.: Wie 's Werrer an Verzich Ritter (10. März) esch, sou esch's verzich Dag lang [ BZ-Albw]. SprW.: Vor'm neunte Dag kammer nix sage 'Der Ausgang ist ungewiß', wie bei ansteckenden Krankheiten die Inkubationszeit abgewartet werden muß [LU-Opp PfMHk. 1925 S. 175]. — 3. a. der Tag als nicht näher bestimmte Zeit. Der Dag kummt, vom Tag der Vergeltung, des Glücks [GH-Nd'lustdt, verbr.]. Amme (an einem) schäne Dag kummt's doch eraus [ NW-Freinsh, allg.]. Er hot e paar schäne Daa, von einer längeren Freiheitsstrafe [ KL-Wörsb]. RA.: Er hat mer die därre Daa angedaan 'hat mich gequält mit Bitten' [Ingb]. Muß mer das noch uf mein (auch: in meine) alde Dag passiere? [GH-Kand, verbr.]. SprW.: Deel Leit (manche Leute) nemme die gute Dage vorne weg un kriege die schlechte in der Bärge [Miller Penns. Germ. 1911]. 's Johr hat viel Daa un noch meh Imser (Mahlzeiten) [ Don Gal Buch]. 's gebt mehner Däg wie Brotwerscht, darum ist rechtzeitiges Einteilen geboten [Don (Steinmetz)]. VR.: Ich will der ebbes saa vun de korze Daa, vun de lange Woche, hun mer nix se koche as wie bißche Sauerkraut un paar derre Knoche [ Gal-Dornf]; hierzu die Var. bei Beele. Zs. PfWB Pfefferneujahrs-, PfWB Jämmerleins-, Lämmerleins-, PfWB Nimmerleinstag. — b. besondere Tage der Woche und des Jahres in den Zs. PfWB Bauern-, PfWB Bündels-, PfWB Diens-, PfWB Donners-, PfWB Frei-, Heb-, PfWB Hub-, PfWB Impf-, PfWB Konrads-, PfWB Los-, PfWB Losungs-, PfWB Mal-, PfWB Mon-, PfWB Sams-, PfWB Sonn-, PfWB Stich-, PfWB Storchen-, PfWB Streusel-, PfWB Wald-, PfWB Wander-, PfWB Zahl-, PfWB Zieh-, PfWB Zinstag. — c. Gedenk-, und Feiertage in den Zs. PfWB Barbara-, PfWB Bartholomäus-, PfWB Peters-, PfWB Pfingst-, PfWB Krist-, PfWB Kristkindleins-, PfWB Dreikönigs-, PfWB Feier-, PfWB Fronleichnams-, PfWB Hochzeits-, PfWB Jahres-, PfWB Jakobs-, PfWB Johannis-, Josephs-, PfWB Kerzen-, Kirben-, PfWB Kleibel-, PfWB Leichnams-, PfWB Leidens-, PfWB Margareten-, PfWB Markus-, PfWB Marter-, PfWB Martins-, Michaels-, PfWB Muttergottes-, PfWB Namens-, PfWB Neujahrs-, PfWB Nikolaus-, PfWB Non-, PfWB Oster-, PfWB Siebenschläfer-, Sebastians-, Stephans-, PfWB Valentins-, PfWB Weihnachtstag. RA.: Die han Gehannsdag un Weihnachte uf ääne Dag, von Leuten, die mit ihrer Arbeit nie fertig werden [ KU-Kollw]. a. 1295: off den nehsten dinstag nach unser frauwen dage, als sie zum hymmel fure [ZweibrReg. 120]. a. 1298: an sante Aferen dage [OttbgUrkb. 218]. a. 1300: und kommen [Bd. 2, Sp. 35] hiezwischen feiertäg oder andere hindernusz, also dasz die jargeding zu seinen rehten tagen nit gehalten werden möchten, so soll es doch forter stehen [Grimm Weist. V 624]. a. 1322: an den nehsten mandag vor sant Marien Magdalenen dag [ebd. 276]. a. 1451: of Unsers Hern Uffarts Dag [NUrkKG Nr. 342]. a. 1566: an sant Johannes Dach [SSp., Kirchenrechn. Wernersberg]. — d. nicht fristgebundene besondere Tage in den Zs. PfWB Bollerleins-, PfWB Brot-, PfWB Putz-, PfWB Dusel-, PfWB Fleisch-, PfWB Glücks-, Hunds-, Kathechismus-, PfWB Komm-, PfWB Leb-, Nudel-, PfWB Rast-, PfWB Regen-, Reise-, PfWB Ruhe-, PfWB Schlacht-, PfWB Schloßen-, PfWB Schnee-, PfWB Sommer-, PfWB Sonnen-, PfWB Spiel-, PfWB Todes-, PfWB Unglücks-, Weh-, PfWB Werktag. — 4. der Tag als Symbol des Lichts, der Wahrheit, der Erkenntnis. Die Sach will ich emol bei Dag betrachte 'reiflich überlegen' [LU-Assh, verbr.]. RA.: Alleweil werd's Dag 'Jetzt fällt es mir ein' [GH-Rh'zab, verbr.]. SprW.: Wohret muß an de Dag kumme 'offenkundig werden' [ FR-Bockh, allg.]. Die Sunn bringt's an de Dag, dass., bes. von schlechten Taten [ KU-Schmittw/O, allg.]. — 5. 'Parlament' in den Zs. PfWB Bundes-, PfWB Land-, PfWB Reichstag. — 6. in der Bergmannssprache 'die Erdoberfläche', s. PfWB Tagwasser, PfWB über-, PfWB untertag. — F.: Im Sing. überwiegen die F. dāg u. dg. Daneben sind dā u. d in der WPf häufig, während dāx u. dx in der WPf und in der VPf vertreten sind. Im äußersten Süden der VPf gilt dg mit sehr dunkler Vokalfarbe (nach Heeger Südostpf. 32: --). Weiter nördlich hellt sich -- auf. Ab der Linie GH-Sondh — GH-Westh — LA-Kl'fischl — LA-Edk herrscht -ā-, das sich in der mittl. VPf vielerorts weiter zu -- wandelt (Bertram 15); -- gilt in diesem Gebiet nur an der Haardt von LA-Mart bis NW-Gimmdg und westwärts sowie inselhaft in NW-Wachh Forst Niedkch Greth LU-Dannstdt Friesh Maud Muttstdt Neuhf SP-Schiffstdt W'see LA-Altd Kirrw. Im südl. Teil der nördl. VPf vorwiegend helleres -ā-, im äußersten Norden der VPf sowie im Ostteil der NPf vorwiegend dunkles --. Der Westteil der NPf und die nördl. WPf haben meistens helles -ā-. Weiter südlich ist vielfach auch dunkles -- anzutreffen, zumal in der Form d. Im Pl. zeigt die VPf hauptsächlich die Formen daxə/ dāxe, seltener dāgə, dājə, dxə, dǟχ, dǟg. Die NPf u. WPf haben meistens dā/d, seltener də/dḁə/daə. (Schwund des Gutturallautes g bzw. x wohl allg.) Neigung zur Verdumpfung des Vokals im Pl. ist auch da anzutreffen, wo der Sing. noch helles -ā- hat (vgl. Christmann Kaulb. 6). Die Pluralform e Dager acht u. ä. wohl aus *der Dager (Genit. Pl) acht, vgl. der Sticker drei, Rhein. VIII 904. — Südhess. I 1304 ff.; RhWB Rhein. VIII 1027 ff.; Saarbr. 208; LothWB Lothr. 76; ElsWB Els. II 658; Bad. I 401.
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