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 PfWB Schlichte (Bd. 5, Sp. 1084)   RhWB Schlichte (Bd. 7, Sp. 1325)   Lexer slihte (Bd. 2, Sp. 978) 
   Schlichte f., Schlicht m.:
1.
a. 'klebriger Mehl-, Kartoffelbrei, Seifenbrühe, mit der der Weber die Kettfäden glättet', Schlicht (liχd) [vereinzelt NWPf KU-Kaulb LA-Venn BZ-Dernb]; vgl. PfWB geschlicht. —
b. der Schlicht 'Kleistermasse, mit der Wagenplanen wasserdicht gemacht werden' [Beam Penns 93]. —
2. 'durch den Wald gehauener gerader Weg' [ FR-Kl'karlb NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Schleiße 3, PfWB Schneise.
3. FlN, amtl. An der Schlicht, mda. An der Schleecht [ KU-Rammb]. a. 1528: am Eichelberg die Schlicht offen [StArch. NW-Deidh Urk. 4]. a. 1717: uff der Schlicht [SSp Schatzungsbuch Nr. 18a, S. 1086 (KL-Nanzdzw)]. — Mhd. slihte 'Glätte, gerader Weg, Ebene' u. a. ( Lexer Lexer II 978/ 79). — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1325/26; LothWB Lothr. 450; ElsWB Els. II 451; DWB DWb. IX 666 ff.; Ramge HFA 96.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Schlichte das Wort, in Bed. 1 in der Weberspr. am verbreitetsten, lautet nach den Regeln der MA., u. zwar Rhfrk -iχt [Simm -ī-; Bernk-Bollenb -iŋgt], Mosfrk -iχt; doch -īt Saarbg; -iχt Mos von Trier bis Bernk, Wittl, Bitb, Prüm, Westerw -īχt;

[Bd. 7, Sp. 1326]
Siegld -ēχdə; Rip -ēχ [Monsch-Kesternich -īt]; Berg [Mettm-Haan -ē-] -ēχtə, –eitə, –iχtə; SNfrk in MGladb -eit, sonst -eχt, –ext, wie auch Klevld (zu Bed. 2 s. d.) f.: 1. Sg. t. a. steifer Brei aus Weizen-, Buchweizenmehl u. Wasser, mit dem der Weber, in jeder Hand eine Wurzelbürste, die Kette bestrich u. feucht machte, so dass die ungleichmässig dicken Fäden geglättet wurden Allg. — b. verächtl. Suppe aus Wasser u. Mehl, recht dünne S. Rhfrk, Mosfrk, MGladb. — c. -īt klebriger Schmutz an Kleidungsstücken u. auf der Haut Monsch-Kesternich. — 2. -īt, Pl. -tə Maurerwerkzeug, zum Glätten des Verputzes, Holzplatte mit Griff Monsch-Hammer Simmerath, Schleid-Dreiborn Ettelschd; -īχ Nettersh; -eχ, Pl. -χtə Kemp; -eit Kref-Stratum; -ēət Kemp-SHubert; -ei Geld-Leutherheide; -eχ, –ē- Mörs, Geld; -eχt Geld-Wemb, Klev-NMörmter; -ēk Geld-Wachtendonk.

 

 FindeB slihte stf. (BMZ II2. 395b)glatte fläche, glätte. als er die slihte riuhen sach Cgm. 63,3 bei Schm. Fr. 2,503. ich wæne er wênic schiuhe slihte oder riuhe, ebene, berg oder tal Himlf. 6. hæleʒ glas, daʒ niht dar an gekleben mac vor slihte j.Tit. 6044. ir rôsenbleter slihte kein unfuoge entweres het gestrichen ib. 5577. der stirn slicht Wolk. 72. 1,3 ; ebene, ebenheit, geradheit, gerader weg Wolfr. (sus fuor der strît über al, hie ûf slihte, dort ûf lê Wh. 392,9 ). Trist. Rud. ( Orl. 7774. 14929. dâ ist den strâʒen beiden gezilt und underscheiden diu slihte an beiden strâʒen gar Gerh. 2641. âne umbekreiʒ mit slihte Vilm. weltchr. 66 a ). Helbl. Such. Hätzl. daʒ wirt verebenet alleʒ mit der slihte j.Tit. 5288. er fuor die slihte ib. 4754. nâch der sl. ib. 6128. in slihte und in krümbe Msh. 3,86 b . die sl. machen krump Loh. 3292. 98. 6636. ûʒ sînes zagels krümbe macht er schier ein slihte Troj. 9906 er mîdet die sl. Fragm. 32,206. der hirʒ lief her die slihte F. v. Schw. 19. er lief vür sich die slihte durch daʒ waʒʒer die rihte Apoll. 10283. wir pringen dich in der slihte geradewegs mit gewalt vor gerihte Gz. 7138. daʒ an dem êrsten tage sich daʒ mer ûf rihte uber sich nâch einer slihte fur alle berge uber vierzic eln Mart. 189,48. mîne irren weg die mach mir in ein slihte Hugo v. M. 42 b . ich wîse dich die slihte Hadam. 241. vgl. 261. 349. Mf. 49. 75. 185. de entvlûen ûs der noit de krumbe ind ouch de richte, si ensôchten geyne slichte Karlm. 123,9 ; geradheit, aufrichtigkeit, recht u. billigkeit, einfachheit, einfalt Türl. Wh. Helbl. Such. Pass. swer rihten wil nâch rehter slihte Renn. 8722. dô sîn gerihte muoʒ ergân die slihte Msh. 3,343 b . die vrouwe sagte im rehte gar von aller ir geschihte und doch niht wan die slihte Gfr. 2092. geseit in rehter slihte Vilm. weltchr. 66 b . der got dienti, daʒ wær die slihte Hugo v. M. 48 b . personif. vrou Wârheit, mit der Slihte hebt iuch dar enrihte Helbl. 7,563. — zu slëht;