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| PfWB Schlichte (Bd. 5, Sp. 1084) | PfWB schlichtig (Bd. 5, Sp. 1084) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'klebriger Mehl-, Kartoffelbrei, Seifenbrühe, mit der der Weber die Kettfäden glättet', Schlicht (liχd) [vereinzelt NWPf KU-Kaulb LA-Venn BZ-Dernb]; vgl. PfWB geschlicht. — b. der Schlicht 'Kleistermasse, mit der Wagenplanen wasserdicht gemacht werden' [Beam Penns 93]. — 2. 'durch den Wald gehauener gerader Weg' [ FR-Kl'karlb NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Schleiße 3, PfWB Schneise. — 3. FlN, amtl. An der Schlicht, mda. An der Schleecht [ KU-Rammb]. a. 1528: am Eichelberg die Schlicht offen [StArch. NW-Deidh Urk. 4]. a. 1717: uff der Schlicht [SSp Schatzungsbuch Nr. 18a, S. 1086 (KL-Nanzdzw)]. — Mhd. slihte 'Glätte, gerader Weg, Ebene' u. a. ( Lexer Lexer II 978/ 79). — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1325/26; LothWB Lothr. 450; ElsWB Els. II 451; DWB DWb. IX 666 ff.; Ramge HFA 96.
| 1. 'dicklich, sämig', von Suppen, Soßen, schlichdich (liχdiχ) [IB-Ensh (Glass 103) KL-Hirschhn PS-Saalstdt LA-Land Siebdg Gal- [Bd. 5, Sp. 1085] Dornf]; vgl. PfWB geschlicht, PfWB schlachtig 1; sch. mache 'eine Suppe, Soße durch Zugeben von Mehl eindicken' [ KL-Hirschhn]. Ou, die Grumbiersupp isch heijt aarich schl. [Glass 103]. — Abl. zu PfWB Schlichte 1 a, im Sinne von 'die Beschaffenheit der Schlichte habend'. — 2. vgl. PfWB hinterschlichtig. — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1327; ElsWB Els. II 451.
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