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 PfWB Schleif-rebe (Bd. 5, Sp. 1070)   PfWB schleifen1 (Bd. 5, Sp. 1063)   PfWB herum-schleifen (Bd. 3, Sp. 912) 
  -rebe f.: 'Rebe, die durch Absenken und Eingraben eines Triebes vom alten Rebstock gezogen wird', Schlääfreb [ RO-Feilbg Nd'mosch LA-Edk], Schlaaf- [ KB-Boland]; vgl. PfWB Ableger 1 b, PfWB Einleger 2, PfWB Einstufer, PfWB Gruber, PfWB Grubrebe, PfWB Samenrebe, PfWB Sehne 2, PfWB Senker, PfWB Sohn 2, PfWB Wurzelrebe, PfWB Würzling. Zu PfWB schleifen 1 d. — Südhess. V 416; RhWB Rhein. VII 1302; Hess.-Nass. III 224. —

 

   schleifen1 st.:
1. 'mit einem Schleifstein schärfen; mit Schleifgeräten, Schleifpapier u. ä. glätten, polieren', schleife (laifə) [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 65 Henn Mda.-Int. 99 Höh 54 Mang 131 Müller Dietschw 64 Lambert Penns 135 Krämer Gal 186], schliffe (lifə) [lothr. SWPf, Glass 104]; Part. Perf. geschleff [verbr. westl. WPf NWPf mancherorts übrige WPf, Henn Mda.-Int. 99 Mang 98, 151, 195], g(e)schliff [mancherorts WPf, Schneckenburger 41], g(e)schliffe [verbr. nördl. u. mittl. VPf mancherorts übrige VPf, Lambert Penns 135],

[Bd. 5, Sp. 1064]
g(e)schleffe [mancherorts SOPf, Heeger Südostpf. 9]; Zs.: PfWB ab- 1, aus-, darüber-, PfWB ver-, PfWB herausschleifen; e Messer sch. [ GH-Nd'lustdt]. Du emol mei Beilche sch.! [ KL-Matzb]. Er hot sein Ax g'schleffe [ BZ-Dernb]. RA.: Dem geht's Maul wie geschliff [ Gal-Sap]. —
2. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleife [verbr. östl. NPf nördl. MPf, PfId. 124 Kühn Hamet 132, mancherorts Don Gal Buch Rußl-Worms]; vgl. K. 332, Eichhoff WA 54; Syn.: PfWB fortglinden, PfWB glandern, PfWB glinden, PfWB glindern, PfWB glitschen 2, PfWB Glitsche 2 schlagen, rutscheln 2, PfWB rütschen 1 c, PfWB schacheln, PfWB schleimen 2 a, PfWB schleimern 1, PfWB schlieren 1, PfWB schlitteln 2, PfWB schlittern 1. Die Buwe schleifen uffem Eis [RO-Sippf]. —
3.
a. 'hart ausbilden, drillen, schikanieren, quälen', von Rekruten, Soldaten [LU-Neuhf, mancherorts, Höh 139]; Syn. s. PfWB quälen 1 a. Die Woch simmer orndlich geschliff worr [Kaislt]. —
b. 'jemandem Manieren, Schliff beibringen' [ WD-Niedkch LU-Alsh NW-Frankeck]; Zs.: PfWB abschleifen 2; e geschliffe Kerlche, von einem mit gewandtem Auftreten und guten Manieren [Kaislt]. — Mhd. slîfen 'gleiten, schleifen' ( Lexer Lexer II 977). — Südhess. V 412/13; RhWB Rhein. VII 1292 ff; LothWB Lothr. 451 schliffe; ElsWB Els. II 454.

 

  -schleifen schw.:
1. trans.
a.
α. 'am Boden hinter sich her ziehen'. Er hot se an de Hoor uf'm Borrem erumgeschlääft [ BZ-Dernb Dierb]. —
β. = PfWB herumeggen, rumschlaafe [ LU-Altr]. —
b. 'herumschleppen', -schlääfe, -schlaafe, s. PfWB schleifen [verbr.]. Du schlääfscht das Kind do erum wie die Katz ehr Junges [ KL-Weilb]. —
c. ein Mädchen h. 'mit ihm ausgehen'. Er schlääjt des Mädel schun lang rum; 's wär Zeit, daß er se heirat [ LU-Alsh]. —
d. 'vom Nachbarstock eine Rute weiterlegen und einschlagen, um die fehlende Rebe nachzuziehen', rumschlääfe [Wilde 200]; vgl. PfWB einlegen 1 b. —
2. intrans. 'sich herumtreiben'. Die Fraa schlaaft viel im Dorf erum [ Gal-Hanunin]; vgl. PfWB herumstrolchen. — Südhess. III 399; Rhein. VII 1300 Z. 22; ElsWB Els. II 453; Bad. II 656. —