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 PfWB schleifen1 (Bd. 5, Sp. 1063)   PfWB schleimen (Bd. 5, Sp. 1072) 
   schleifen1 st.:
1. 'mit einem Schleifstein schärfen; mit Schleifgeräten, Schleifpapier u. ä. glätten, polieren', schleife (laifə) [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 65 Henn Mda.-Int. 99 Höh 54 Mang 131 Müller Dietschw 64 Lambert Penns 135 Krämer Gal 186], schliffe (lifə) [lothr. SWPf, Glass 104]; Part. Perf. geschleff [verbr. westl. WPf NWPf mancherorts übrige WPf, Henn Mda.-Int. 99 Mang 98, 151, 195], g(e)schliff [mancherorts WPf, Schneckenburger 41], g(e)schliffe [verbr. nördl. u. mittl. VPf mancherorts übrige VPf, Lambert Penns 135],

[Bd. 5, Sp. 1064]
g(e)schleffe [mancherorts SOPf, Heeger Südostpf. 9]; Zs.: PfWB ab- 1, aus-, darüber-, PfWB ver-, PfWB herausschleifen; e Messer sch. [ GH-Nd'lustdt]. Du emol mei Beilche sch.! [ KL-Matzb]. Er hot sein Ax g'schleffe [ BZ-Dernb]. RA.: Dem geht's Maul wie geschliff [ Gal-Sap]. —
2. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleife [verbr. östl. NPf nördl. MPf, PfId. 124 Kühn Hamet 132, mancherorts Don Gal Buch Rußl-Worms]; vgl. K. 332, Eichhoff WA 54; Syn.: PfWB fortglinden, PfWB glandern, PfWB glinden, PfWB glindern, PfWB glitschen 2, PfWB Glitsche 2 schlagen, rutscheln 2, PfWB rütschen 1 c, PfWB schacheln, PfWB schleimen 2 a, PfWB schleimern 1, PfWB schlieren 1, PfWB schlitteln 2, PfWB schlittern 1. Die Buwe schleifen uffem Eis [RO-Sippf]. —
3.
a. 'hart ausbilden, drillen, schikanieren, quälen', von Rekruten, Soldaten [LU-Neuhf, mancherorts, Höh 139]; Syn. s. PfWB quälen 1 a. Die Woch simmer orndlich geschliff worr [Kaislt]. —
b. 'jemandem Manieren, Schliff beibringen' [ WD-Niedkch LU-Alsh NW-Frankeck]; Zs.: PfWB abschleifen 2; e geschliffe Kerlche, von einem mit gewandtem Auftreten und guten Manieren [Kaislt]. — Mhd. slîfen 'gleiten, schleifen' ( Lexer Lexer II 977). — Südhess. V 412/13; RhWB Rhein. VII 1292 ff; LothWB Lothr. 451 schliffe; ElsWB Els. II 454.

 

   schleimen schw.:
1.
a. 'Schleim absondern', schleime (lḁimə) [ LU-Opp], schlimme [IB-Ensh (Glass 104)]; vgl. PfWB Abschleimen; Zs.: PfWB verschleimen. Die Nas schleimt [ebd.]. —
b. 'von Schleim befreien, reinigen', schleime [Pirmas], schlimme [ IB-Bliesmg/Bolch], sonst nur in den RA.: de Gumme (Gaumen) sch. 'jemandem gehörig die Meinung sagen, zurechtweisen, maßregeln, verhauen' [KL-Weilb, mancherorts, Kühn Hamet 133 Schandein Sprachsch. 59]; vgl. PfWB ausschleimen; die Gummer sch., dass. [ LU-Opp, verein-

[Bd. 5, Sp. 1073]
zelt]; de Kimmel sch., dass. [ KL-Stelzbg NW-Ungst]; die Lewwer sch., dass. [LA-Venn, mancherorts, PfId. 124]. Dem hun ich de Gumme geschleimt [RO-Sippf]. —
2.
a. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleime (laimə, lḁimə) [verbr. SOPf], schläime (lęimə) [ GH-Leimh], schlame (lāmə) [ BZ-Nd'horb]; vgl. PfWB Hockeschleimens, PfWB schleimern; Syn. s. PfWB schleifen1 2 und K. 332. —
b. 'beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen lassen' [ PS-Gersb FR-Lambsh LA-Kl'fischl Nußd Queichh Siebdg BZ-Wernbg]; vgl. PfWB schleimern 2, PfWB schlurpsen 3. — In Bed. 2 zeigt sich noch unmittelbar die ursprüngliche Bed.: *slei- 'gleiten, glatt' (Kluge-Seebold22 637). — RhWB Rhein. VII 1306.