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 PfWB schleifen1 (Bd. 5, Sp. 1063)   ElsWB schlifeⁿ (Bd. 2, Sp. 454a) 
   schleifen1 st.:
1. 'mit einem Schleifstein schärfen; mit Schleifgeräten, Schleifpapier u. ä. glätten, polieren', schleife (laifə) [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 65 Henn Mda.-Int. 99 Höh 54 Mang 131 Müller Dietschw 64 Lambert Penns 135 Krämer Gal 186], schliffe (lifə) [lothr. SWPf, Glass 104]; Part. Perf. geschleff [verbr. westl. WPf NWPf mancherorts übrige WPf, Henn Mda.-Int. 99 Mang 98, 151, 195], g(e)schliff [mancherorts WPf, Schneckenburger 41], g(e)schliffe [verbr. nördl. u. mittl. VPf mancherorts übrige VPf, Lambert Penns 135],

[Bd. 5, Sp. 1064]
g(e)schleffe [mancherorts SOPf, Heeger Südostpf. 9]; Zs.: PfWB ab- 1, aus-, darüber-, PfWB ver-, PfWB herausschleifen; e Messer sch. [ GH-Nd'lustdt]. Du emol mei Beilche sch.! [ KL-Matzb]. Er hot sein Ax g'schleffe [ BZ-Dernb]. RA.: Dem geht's Maul wie geschliff [ Gal-Sap]. —
2. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleife [verbr. östl. NPf nördl. MPf, PfId. 124 Kühn Hamet 132, mancherorts Don Gal Buch Rußl-Worms]; vgl. K. 332, Eichhoff WA 54; Syn.: PfWB fortglinden, PfWB glandern, PfWB glinden, PfWB glindern, PfWB glitschen 2, PfWB Glitsche 2 schlagen, rutscheln 2, PfWB rütschen 1 c, PfWB schacheln, PfWB schleimen 2 a, PfWB schleimern 1, PfWB schlieren 1, PfWB schlitteln 2, PfWB schlittern 1. Die Buwe schleifen uffem Eis [RO-Sippf]. —
3.
a. 'hart ausbilden, drillen, schikanieren, quälen', von Rekruten, Soldaten [LU-Neuhf, mancherorts, Höh 139]; Syn. s. PfWB quälen 1 a. Die Woch simmer orndlich geschliff worr [Kaislt]. —
b. 'jemandem Manieren, Schliff beibringen' [ WD-Niedkch LU-Alsh NW-Frankeck]; Zs.: PfWB abschleifen 2; e geschliffe Kerlche, von einem mit gewandtem Auftreten und guten Manieren [Kaislt]. — Mhd. slîfen 'gleiten, schleifen' ( Lexer Lexer II 977). — Südhess. V 412/13; RhWB Rhein. VII 1292 ff; LothWB Lothr. 451 schliffe; ElsWB Els. II 454.

 

  PfWB  LothWB  RhWB schlifeⁿ [lífə Hi. Mü.; lifə fast allg.; læìfə N.; Part. klìfə, klefə fast allg., klìf Lützelstn.] 1. schleifen, Schneidewerkzeuge schärfen Lützelstn. Ält. Rda. ‘Schären schliffen’ schwatzen: ʿdann eh sie (die weiber) ain halb stund gelachten Und Scheren schliffen eine stund, Da in nicht gstehet hand noch Mund’ Fisch. Flöhh. 333. Scherzh. Rda. D Mësser müeˢˢn gschliffeⁿ wëreⁿ es ist bald wieder eine Kindtaufe zu erwarten Betschd. 2. auf dem Eis gleiten. Mⁱr häⁿ uf em Graweⁿ (früher Wallgraben, jetzt Spazierweg) gschliffeⁿ Rchw.; Schlittschuh laufen Co. ‘Wer kei Wasser bringt, derf nitt schliffe’ Stöber Mäder 33. ‘Am Winter henn mer jetz genue, Am Schlittschuehlaufen unn am Schlife’ Ad. Stöber JB. III 113. ‘Un schlyffe mit Yssschueh ’rum uf de Madde drus’ Pfm. III 1. s. auch schliffereⁿ u. schlimereⁿ. Zss. ‘Schlîffschuèh’ Stöber Mäder 110. 3. mit den Füssen beim Gehen aneinanderschlagen Str. 4. scherzh. stehlen. Dis Mësser hes du nit kauft, dis hes gschliffeⁿ Str. 5. leicht angetrunken sein. Gël, du hes e wenig gschliffeⁿ? Bebelnh. 6. Eins s. coire Str. [tr Py lift der Stier ist sprungbereit M.] — Basel 255. Bayer. 2, 509.