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 PfWB Schlappen-deckel (Bd. 5, Sp. 1033)   PfWB Drück(e)-männchen (Bd. 2, Sp. 557)   PfWB eng (Bd. 2, Sp. 894) 
  -deckel m.: = PfWB Schlapphut 1, Schlabbedeckel [Beam Penns 93]. —

 

   Drück(e)-männchen n.:
1.
a. '(nach dem Volksgl.) gespenstisches Wesen, das sich dem Schlafenden auf die Brust setzt und ihn zu ersticken droht', Drick(e)-, Dricker-, Druckmännche, Drick(e)-, Dricker-, Druckmännel, Dreckmännche, zur Verbr. s. K. 101; vgl. PfWB drücken 1 b δ, PfWB Drücken 2, PfWB Drücker 1 f. Syn. s. PfWB Alb. Ich hatt heit nacht 's Drickmännche [RO-Hochst, verbr., auch Gal-Falkbg], 's Drickmännel [ PS-Trulb]. Er hat heit nacht 's Drickermännche kriet [ ZW-Mörsb KU-Nerzw]. Das Dreckmännche war an mer [ IB-Habkch WD-Niedkch KU-Neunkch] 's Drickmännche hot mer uf der Bruscht gehockt [ Gal-Brig]. Man glaubt, das D. kommt in der Gestalt eines kleinen Männchens [ HB-Höch KL-Schneckhs], eines koboldartigen, behaarten Wesens [lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)], einer schwarzen Katze, hinter der sich eine Hexe (mitunter eine Frau aus dem Dorfe) verbirgt [ IB-Nd'gailb ZW-Wiesb Kl'bundb KL-Ramst]. Es kommt nachts (besonders in der Zeit vom August bis März, wenn die Nebel im Tal steigen) [ NW-Weidth], durch das Schlüsselloch in die Schlafkammer [verbr. SWPf]. Es setzt sich dem Schlafenden auf die Brust und drückt ihn am Hals, daß ihm die Luft ausgeht [verbr. WPf NW-Weidth Frankth]. Auch kleine Kinder werden vom D. heimgesucht; es drückt ihnen die Luft ab [ KL-Morb]; es saugt ihnen die Brüstchen auf [ IB-Rohrb HB-Seyw ZW-Wiesb]. Aus HB-Nd'gailb wird berichtet: Ein Bauer fand sein Füllen am Morgen im Stall schweißtriefend vor; das D. hatte das arme Tier die ganze Nacht hindurch bis zur völligen Erschöpfung im Stall herumgeritten und ihm das Mähnenhaar in unzählige Zöpfchen verfilzt, so daß man es mit Striegel und Bürste nicht auflösen konnte. —

[Bd. 2, Sp. 558]
Um sich vor dem D. zu schützen, muß man das Schlüsselloch verstopfen [ IB-Rohrb]. Dazu soll man ein Kreuz oder den Drudenfuß auf die Tür malen [ HB-Höch]. Die Wiege des vom D. geplagten Kindes muß man vor die geöffnete Tür stellen [ KL-Morb]. Schutz bietet auch, wenn man dem Kind eine Osterkerze in einem Säckchen auf die Brust bindet [ ZW-Wiesb], der Hexe einen Zettel schreibt [ ZW-Kl'bundb]. Man vertreibt das D., indem man Licht macht [ IB-Rohrb], den im Schlaf Stöhnenden beim Namen ruft [ ZW-Riedbg], den Geplagten weckt, damit er sich durch eigene Bewegung vom D. befreit [ IB-Ballw KL-Ramst], das Fenster öffnet und mit einem Besen um sich schlägt oder das Zimmer fegt [ KU-Bedb]. Das durch das Schlüsselloch eindringende D. verfängt sich in dem vor der Tür aufgehängten Vorhang; läßt man den Vorhang schnell fallen, dann fällt sich das D. tot [ IB-Ballw]. Ein vom D. geschädigtes Kind kann durch priesterlichen Segen geheilt werden [ IB-Rohrb]. —
b. 'beklemmendes Gefühl im Schlaf, Albträume, schwere Träume, Atemnot und Drücken auf der Brust, Magendrücken u. dgl.'. Er hat 's Drickmännche [KL-Rodb, verbr.]. 's Drickermännel hot mich [ LA-Frankw]. (Das D. ist dabei nur bildlich gemeint.) — Die Angaben zu 1 a und 1 b gelten für die Zeit um 1930. Eine Befragung von 1956/57 ergab, daß die Bez. um diese Zeit bei den Ältesten noch vielerorts gebräuchlich oder zumindest bekannt war. Nach einer Stichprobe von 1963 hingegen war die Bez. von Personen mittleren Alters und von den noch Jüngeren zumeist aufgegeben. Als repräsentativ können für 1963 folgende in PS-Lembg ermittelten Angaben angesehen werden: Ich han heit nacht 's Drickmännel uf mer gehatt (Personen über 65 Jahre). Heit nacht han ich 's Dricke gehatt (45-65 Jahre). Die Nacht hat mich was gedrickt (unter 45 Jahren). —
2. 'gespenstisches Wesen, das dem nächtlichen Wanderer auf den Rücken springt, sich von ihm tragen läßt, ihn würgt und dann an einer bestimmten Stelle wieder abspringt und verschwindet' [ KU-Herschw/Petth HB-Einöd Ingw]; vgl. PfWB Hotzelmännchen. —
3. übertr. = PfWB Drücksbirne, Drickmännche [Pirmas (Nachlaß Wilde)]. — RhWB Rhein. I 1513, IX 1123; Saarbr. 51; LothWB Lothr. 103; ElsWB Els. I 683; Hwb-Abergl. I 281 ff.

 

   eng Adj.:
1. 'schmal', Gegensatz: weit, eng (ęŋ) [verbr.], ing (iŋ) [ PS-Geisbg Hintwdth BZ-Gossw].
a. 'fest anliegend', von Kleidungsstücken. De Anzug is mer eng (zu eng, so eng, se

[Bd. 2, Sp. 895]
eng) [KL-Reichb, verbr.]. Mach mer de Kiddel (de Wams) net so eng! [ LU-Alsh, KU-Körbn]. Das is e enger Sack, von der Anzugstasche [ KL-Hütschhs]. Enge Schuh kenne äim (einen) verkeile 'quälen' [ KU-Schmittw/O]. VR.: Schneider, mach die Hosse weider, mach se net so eng, suscht (sonst) gebt's de Buckel voll Fäng! [ KU-Kaulb]. Ich muß de Gärtel (de Leibrieme) enger mache [ KU-Körbn LU-Alsh], de Hosserieme enger schnalle [ KB-Kriegsf]. RA.: Ich muß e Loch enger schnalle 'Ich bin hungrig' [ KU-A'glan]. —
b. 'dicht gedrängt'; eng sitze [verbr.]; e enger Strähl 'Kamm mit dicht stehenden Zähnen' [ LU-Alsh Neuhf]. —
c. 'dünn', von Därmen; enge Därem [ KL-Weilb PS-Erfw]; vgl. PfWB Engdarm. —
d. das enge Liebche, wohl umgedeutet aus Engelliebchen 'Stiefmütterchen' [ IB-Seelb]. —
2. von der Engbrüstigkeit, vgl. PfWB dämpfig 2, PfWB engbrüstig. Er isch eng 'bekommt schlecht Luft' [LA-Maik, verbr.]. Wann ich morgens uf bin, isch's mer so eng [ PS-Erfw]. Klagt einer: Ich sein so eng uf de Bruscht, dann sagt man ihm: Ei do loß dich (wie einen engen Schuh) iwwer de Leischt schloon [ KU-Schmittw/O]. Er hot e engi Bruscht [ LU-Limbghf Opp]; vgl. PfWB Enge. De Newwel (Nebel) is bees for die enge Leit [ ZW-Gr'bundb]. Volksgl.: Das Drickemännche (s. PfWB Drückemännchen 1) macht die Leit eng [ KL-Schneckhs]. —
3. adv. 'fest, unwiderruflich' in der RA.: Eng g'schenkt bleibt g'schenkt, bis die Welt unnersenkt [Kaislt, bei Alten]. — Südhess. II 202/03; RhWB Rhein. II 128; Lothr. 122/23; ElsWB Els. I 53; Bad. I 686.