schaudern schw.: 'einen Schauder 2 empfinden', Inf. vereinzelt belegt: schaudere [Krämer Gal 183 Lambert Penns 131], schaure [ KB-Orb BZ-Hergw GH-Rülzh], schudere [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]; jedoch verbr. in der Verb.: 's schaudert mich [VPf]; 's schaurert mich [WPf NPf, seltener VPf]; 's dut mich schaure [ KB-Orb]; vgl. PfWB schottern1 2, PfWB schuttern 2. Südhess. V 212; RhWB Rhein. VII 961; LothWB Lothr. 468; Els. II 395. | | PfWB LothWB schuddern das Wort, mit dem schaudern zu vergleichen ist, nd. schuddern entsprechend, ist zunächst Rhfrk als ūrərə in Wend-Reichenb, Birkf, Meis-Meckenb, Simm, Goar; -or- Goar-Karb; -ur- auch Zell-Briedel Merl Senh, Ottw-Illing; dann -ud- geschlossen an der Saar, im Mosfrk [-ūd- Trier-Ld Mos, n. Mos, Wittl, Bernk (Mos), Bitb; urərn, –ul- SNeuw], Rip, Berg u. MülhRuhr u. Eup, SNfrk in MGladb, Kemp, Kref u. Mörs-Orsoy, Klev-Stdt [-od- hier u. da in Schleid, Monsch, Sieg-Leuschd; -ød- Kref-Oppum] im Geb. der uNahe u. im Hunsr nur Bed. 1, für 2 gilt hier schuckern; im NO. des SNfrk, Klevld schūwern (s. schaubern) schw.: 1. schüttern, beben, unter Dröhnen; de hot drof geschlohn, dat de Tenn geschuddert hot Bernk-Merschd; der hat de Dir zugeworf, dass es ganz Haus geschuddert hat Saarbr; der Borem schurert; et schurert es dröhnt u. so Birkf, Meis, Hunsr, Zell, Ottw (s. o.), Saarbr, Koch-Lutzerath (-ud-); se kresch (weinte), dat se schuddert (bebt, zittert) Schleid-Dollend. — 2.a. et schuddert mich es fröstelt mich, es überkommt mich ein schüttelndes Gefühl; et schuddert enen ganz (van Kält); sech sch. fir Kält Allg. — b. et schuddert enen (mich) ich entsetze mich, etwa vor einem widerlichen Anblick, einer ekelhaften Speise, es überläuft mich eine Gänsehaut; dat as en gruselig Geschicht, et schudert ene ganz, wa mer dron denkt; eich ho mich geschudert, wie ich dat gehirt hon; mer schudert sich dergint (dagegen) (derfir); mer kreit et Sch. on sich Bitb, Allg.; dofür mott ech mech sch.; ech schudder mech noch, wenn ech dran denk MGladb, Allg.; et schuddert mech övver et ganz Lif Rip, Allg.; he schuddert tesame Kref, Rip, Berg, SNfrk; Schudder-mich m. (imperat. Wortform) Arbeit, die im Gegens. zu andern Punkten frische Temperatur hat, in der Bergmspr. Saargeb. RA.: E schuddert wi Fleppse Ko (Kuh) Eup. — c. sich sch., sich plustern, vom Federvieh Bitb-Neuerbg, Prüm-Ormont, Schleid-Scheven, Kref-Oppum. — Abl.: die Schudder(er)ei, dat Geschudder(sch). |
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