Scharabank m.: 'kleiner Kastenwagen mit auswechselbarer Deichsel bzw. Gabeldeichsel, gew. mit zwei Kistensitzen mit Lehne; für Besuche, für die Jagd, seltener auch für Feldarbeiten', Scharebank [ NW-Dürkh], Scharbank [ GH-Bellh], Scharaban [ LU-Altr], Scharrban [PS-Erfw Gersb NW-Haßl PfL 1931 50], Scharrban (arbān) [KB-Zell, VPf (Klein Wag. 103)], Schabang [ GH-Neubg], Schaban (abān) [RO-Lohnsf FR-Bockh LA-Eschb Ilbh BZ-Ingh Klingmst GH-Wörth Heeger Südostpf. 30 Guentherodt Frz. 71], Schabo [ KL-Ottbg], Schärrban (ęrbān) [ LA-Bornh BZ-Billh BZ-Nd'horb], Schärrban (ęrbān) [KL-Fischb LU-Alsh/Gr LA-Arzh Edk Knöring Venn Land GH-Nd'lustdt, PfId. 122], Schärrba [LA-Leinsw Offb (Feierowend 39/1972) GH-Zeisk], Scherban [Zahn Einkehr 273], Dim. Scharrbännel [LA-Mörzh GH-Berg, PfId. 122], Schabähnel [LA-Dammh, Bergz (Kamm 55)], Schabähnelche [ LA-Birkw], Schärr- bähnel [ GH-Schwegh], Scharrwaan [ IB-Bliesmg/Bolch KL-Hütschhs PS-Wallhalb], Schärrwae [ KU-Roßb], Schärrwaan [RO-Feilbg Klein Wag. 103], Schärrwaan [ KU-Ehw Theisbgstg Kus], Dim. Schärrwänche [Bliesg (PfId. 122) Zweibr (Wilms Alph. 47)]. Die Dienstmädchen wurden von ihrem neuen Dienstherrn am Wandertag (2. Weihnachtstag) mit dem Sch. abgeholt [ GH-Nd'lustdt]. — Frz. char à bancs; die Var. mit -ä- in der ersten Silbe vermutlich aus lothr. frz. Mda., vgl. Chèrèbancs (ęręban) (Leon Zeliqzon Dictionnaire des Patois Romans de la Moselle, Paris 1924, S. 129); im weiteren Umbildung und volksetym. Umdeutung, u. a. zu Schärrwaan, -waan (eigentl. Schirrwagen) (vgl. PfWB schirren, PfWB Schirrling, RhWB Rhein. VII 1153 Schirrpferd); vgl. auch PfWB Scher(en)wagen. Betonungsangaben: Hauptton auf der ersten Silbe [ BZ-Nd'horb]. — Südhess. V 189; RhWB Rhein. VII 927, 925; LothWB Lothr. 435; ElsWB Els. II 426. | | scherren s. PfWB schärren; |
| | | Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | schärren PfWB |
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