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 PfWB schänden (Bd. 5, Sp. 869)   PfWB Wanze (Bd. 6, Sp. 1056)   PfWB Wasser-wanze (Bd. 6, Sp. 1106) 
   schänden schw.:
1. 'schelten, beschimpfen', schenne, schänne [verbr. östl. NPf östl. Teil der nördl. VPf vereinzelt übrige NPf VPf, Beam Penns 91, verbr. Gal mancherorts Don, PfId. 121 Kühn Hamet 131], schende [Lambert Penns 132]; zur Verbr. s. K. 328; Zs.: PfWB aus-, PfWB verschänden 2; Syn. s. PfWB schelten 1 d. Er schännt wie e Rohrspatz [ LU-Friesh]. Do hat de Kaiser wiescht geschännt, / Wie mer 'ne so behannle kennt [Münch Weltgesch. 80]. Wenn ein Hase aufspringt, sagt man: Laaf em nooch un schänn en Plattkopp! [Frankth]; Var. s. PfWB nachlaufen 1 aβ. SprW.: Do schennt enne Esel de annere Langohr [Land, verbr. Don Gal Buch]. Armut schändt net, awwer sie drickt [ Don-Alexhs, mancherorts Don Gal Buch]. Wu 's Schenne net helft, nutzt aach 's Schla'e nix [ Gal-Slawitz]. Die sich nanner schännen, die sich nanner nemmen [Krämer Gal 182]. Volksgl.: Wem das linke Ohr klingelt, der wird geschennt, wem das rechte klingelt, der wird gelobt [ KB-Weihf]. VR.: Schänne, schänne dut net weh, wer mich schännt, hot Lais un Fleh [ KB-Kriegsf]; Var. s. PfWB Fleck1 1 a, PfWB Floh 1 a, PfWB Wanze. a. 1530: mit schmewortten schend [PfWeist. 35 (RO-Als)]. a. 1566: er habe einen Ersamen Rath zum äußersten geschennt, gesschmeht und geschmitzt [Küchler 18/19]. —
2. s. die Zs. PfWB verschänden 1. — Südhess. V 180 ff.; RhWB Rhein. VII 907/08; LothWB Lothr. 439; ElsWB Els. II 419.

 

   Wanze f.:
1.
a. 'Bettwanze (Cimex lectularius)', Wanz (wands, wans; -ḁ-) [verbr. VPf mancherorts WPf, Christmann Kaulb 85 Heeger Tiere II 17 Mang 81 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], bes. in der WPf neben PfWB Wandlaus; Pl. -e [verbr.]; Zs.: PfWB Bett-, PfWB Bettlad-, PfWB Kleider-, PfWB Stinkwanze 1. An dich gehn die Wanze gern, du musch scheint's sieß Blut han [ PS-Erfw]. E Wanz werd iwwer Nacht Urgroßmudder [Pirmas]. Der is wie e W., den bringt mer nit fort 'Den wird man nicht los' [ LU-Opp]. RA.: frech wie e W. [ PS-Saalstdt, mancherorts]. Der macht e Gesicht wie e verbrennt W. [ LU-Oggh Opp]. Die vermehren sich wie die Wanze [ NW-Freinsh]. Der es mer so lieb wie e W. [ WD-Niedkch]. Wann das

[Bd. 6, Sp. 1057]
net gut for Wanze is, do weiß ich net, was besser is, scherzh. Redensart bei Anwendung eines Radikalmittels, auch einem Musikanten in den Mund gelegt, der sein Haus angezündet hatte [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Volksgl.: Wann em e Speckmaus 'Fledermaus' uf der Kopp fliegt, grickt mer Wanse [Fogel Beliefs Penns Nr. 2042]. Schwowe 'Küchenschaben' oder Wanze zu vertreiwe: Binn drei alte Cent un drei Schwowe oder Wanze in en Sack un leg sie uf en Kreizstroß 'Straßenkreuzung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1956]. VR.: Schenne (Schelle) dut net weh, / wer mich schennt (schellt) hot Lais un Fleh. / Leis un Fleh gebt Wanze, / gehn zu dr Elsa danze [ LU-Oggh, in Var. mancherorts]; einen weiteren VR. s. PfWB Schneider 1. —
b. 'an Pflanzen lebende Wanze und sonstige wanzenähnliche Tiere' [mancherorts]; Zs.: PfWB Platt-, PfWB Feld-, PfWB Garten-, PfWB Keller-, PfWB Stink- 2, PfWB Wasserwanze.
2. übertr.
a. 'Person, die beim Kartenspiel den Spielern über die Schultern schaut' [mancherorts], um 1930 bisweilen als Wort der Jüngeren oder Studenten angegeben; vgl. PfWB wanzen 1. —
b. 'schwächliche Person' [ PS-Fehrb]. —
c. 'Reißbrettstift', meist im Pl.: Wanze [mancherorts]. — RhWB Rhein. IX 253; ALA II 208.

 

  -wanze f.:
1. 'im Wasser lebende Wanze', -wanz [ BZ-Dierb]. —
2. = PfWB Wasserläufer [ IB-Bierb]. —