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| PfWB Schampel (Bd. 5, Sp. 868) | PfWB Schurz(en)-jäger (Bd. 5, Sp. 1509) | PfWB Jäger (Bd. 3, Sp. 1325) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'närrischer, halbverrückter Mann, Hanswurst', Schambel [IB-Nd'würzb (PfId. 121) IB-Ommh HB-Einöd Schwarzack ZW-Ernstw Ixh O'aub Wiesb Zweibr PS-Vinn Pirmas (Kieffer 65) NW-Weish/B Feierowend 1/1954 7, 52/1955 2]; vgl. PfWB schampeln; de Sch. drufmache 'den Narren machen' [PS-Rodalb (Bernhard 148)]. — b. 'flegelhafter Mensch' [ ZW-Dellf Lambsbn]. — c. 'weibstoller Mann' [ HB-Kirrbg]; Syn. s. Schürzenjäger. — d. 'unordentliche, unsaubere, liederliche Person', der Sch. [Kaislt], die Sch. [LA-Birkw Nußd Land Bergz], die Tschambel [ BZ-Albw]; e aldi Sch. [ BZ-Dierb]; vgl. PfWB Drecksack 1a, PfWB Schmutzfink; Syn. s. PfWB Schlampes 2. — 2. 'einfache Stoffpuppe' [Bergz (Kamm 56)]. — 3. in der kosenden Anrede: Luwis (Luise), ma Schambel (angeblich zu frz. ma jeune belle) [Kühn Schnitze]. — Schwäb. V 681.
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| 1. a. 'wer die Jagd rechtmäßig ausübt', Jächer (jχər, -χÄr) [verbr.], (jər) [ KB-Gauh], (jöÄr) [verbr. mittl. VPf], Jäjer (jjər) [mancherorts NPf], Jäer (jər) [mancherorts WPf Schandein Ged. 240 PfId. 69], Jäger (jēgər) [ Don Gal Buch]; vgl. PfWB Jägder 1. Zs.: PfWB Aas-, PfWB Enten-, Sonntags-, PfWB Starenjäger. De J. geht uf die Jacht [verbr.]. RA.: Du verstehscht e Hundsschiß, dein Vadder war e J. [ KB-Albish]. SprW.: De beschte J. schießt als manchesmol fehl [ Don-Gottlob]. 's gibbt J. un Heger 'Der J. möchte oft alles abschießen, was er antrifft, während der Heger auf eine Auslese bedacht ist' [ LA-Gommh]. Var. zum Lied vom Jäger aus Kurpfalz: Der J. aus Kurpalz, der stolpert iwwer de Grumbersack un bricht debei de Hals [ KU-Reiffb]. Andere VR. s. PfWB bauf, PfWB Bodensee. AR.: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, der J. geht auf die Jagd; wieviel Hasen schießt er tot? [Hombg]. Den Ruf des Hähers deutet man als: Jächer — Hächer! [ BZ-Dernb]. — b. α. 'Förster', Jäer [ KL-Bann HB-Erb Reiskch], Jächer [ BZ-Gossw Silz]. — β. 'Waldhüter', Jäer [ KL-Queidb PS-Geisbg]. Zs. PfWB Steckenjäger. Kään Steckel (Holz) därf mer hole; e J. henner jedem Bääm [Keiler 8]. — c. [Bd. 3, Sp. 1326] in Sagen 'Gott Wodan' als Wilder J. Hörst du den Wilden J. Hudada rufen? Hörst du sein Hündchen gauzen? — so schüchtert die Mutter am Donnersberg ihr unruhiges Kind ein [Becker Vk. 294]. — 2. a. Uzname für die Bewohner von GH-Kuhdt: Jäger [Germh]. — b. 'Libelle', Jäer [ KU-Föckbg Bosb]. Zs. PfWB Bachjäger. — c. = PfWB Jagen. a. 1600: In derselben Furt, so durch gemelte Bach geht, allda ist ein Dreimark (s. PfWB Dreimark), scheidet Pfalz, den Markgrafen zu Turlach und den Grafen von Hanau, nämlich die drei Jäger, die drei Bann Hiltersberg, Burgalben (welches Hanauisch) und Leimer Bann voneinander [Vellmann Waldfischb.]. — 3. s. PfWB Dorf-, PfWB Grenz-, PfWB Land-, Mädchen-, PfWB Rock-, Schürzen-, PfWB Speckjäger. — Südhess. III 933; RhWB Rhein. III 1123 ff.; LothWB Lothr. 265; ElsWB Els. I 404; Bad. III 16.
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