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 PfWB Schabe (Bd. 5, Sp. 822)   RhWB Schabe (Bd. 7, Sp. 826)   PfWB Schab-brett (Bd. 5, Sp. 822) 
   Schabe1 f.:
1.
a. 'Weckzeug zum Schaben, insbes. zum Glätten von Gerätegriffen und -stielen', Schab [ PS-Leim, mancherorts, Rußl-Speyer]; Zs.: PfWB Bankschabe. —
b. 'Hacke zum Beseitigen des Unkrauts' [ NW-Haardt]; vgl. PfWB Schaber 2 b, PfWB Schabhacke.
c. 'Gerät zum Abschaben der Borsten des geschlachteten Schweines', ein Werkzeug des Metzgers, Schab [KU-Brück Ehw Schmittw/O ZW-Marthh KL-Schneckhs PS-Leim NW-Dürkh SP-Heiligst LA-Impfl Mörzh Wollmh BZ-Dörrb Heuchh GH-Erlb Freckf Westh], Schaw [ KU-Mühlb]; vgl. PfWB Schabeisen, -glocke, PfWB Schaber 2 a, PfWB schaben 1aα, PfWB Kratze 1bε.
2.
a. 'Gerüst, auf das das geschlachtete Schwein gelegt wird', Schab [ HB-Kirrbg PS-Rodalb LU-Limbghf]; vgl. PfWB Schab, PfWB Schabbrett; Syn. s. PfWB Schragen. —
b. 'kleine Metzgermulde, in der das Fleisch zum Kunden getragen wird', Schab [ KU-Sand]. —
c. 'abge-

[Bd. 5, Sp. 823]
kratzte, zum Tünchen vorbereitete Wand' [ HB-Medh]. —
d. 'Stelle, über die der Pflug hinweggleitet', Pl. Schawe [ PS-Fehrb]. —
e. 'spiralförmig zurückgeringelte Rinde als Verzierung am Brezelstecken (gew. eine Haselrute)', Schab [ NW-Dürkh]. —
f. 'Kopfschuppen', Schawe [ GH-Berg]; Syn. s. PfWB Schuppe 1. —
g. 'Grind', Pl. Schawe [ BZ-Dernb], Schäwe [ PS-Erfw]; vgl. PfWB schäbig 3. — Südhess. V 131 Schabe II; RhWB Rhein. VII 826; Els. II 386.

 

  PfWB Schabe geschlossen im Geb. schaben β, also Rip, Nfrk [nur Saarl-Roden belegt ā:f Schabeisen], u. zwar ā:f, –ā-, Pl. -və(n), –wə(n) [Gummb-Berghsn āf, Pl. ępə] f.: 1. Schneidewerkzeuge. a. Kohlschabe, Kappes-, Musschaf; sie ist 1 m lang; auf ihr geht ein viereckiges Kästchen, das nach unten etwas schmäler ist, über 4—7 Messer hin u. her; zwei Kohlköpfe gehen hinein; die Sch. liegt unten auf dem Fass, in das der geschafte Kappes hineinfällt; jedes Dorf hat nur eine oder einige Schaben, die reihum gehen; auch ein gewerbsmässiger Kappesschaver, die Sch. auf dem Rücken tragend, geht im Herbst von Haus zu Haus u. fragt nach Beschäftigung Verbr. wie schaben 1 b [ęfχə Altk-Horhsn]. — b. Schreinerhobel Verbr. wie schaben 1 c (Weidenhobel Erk-Körrenz) [āf, Pl. ępə Gummb-Berghsn]; Hubbel dringt in das Geb. vor. — c. Kartoffelreibe, Erpelsschaf Aach-Herzogenr, Heinsb-Obspringen. — 2. vorschiebbarer eiserner oder hölzerner Riegel an Türen, Fensterläden, Schranktüren (hierfür auch :fχə) Verbr. zunächst Rip in Neuw-Dattenberg, Sieg, MülhRh, Wippf-Frielingsd Hohkeppel Kalkofen, Sol, Bo, Köln, dann davon getrennt NO Erk, Kemp [-:- Dornbusch Dülken Vinkr], Kref u. vereinzelt Geld-Stenden, Mörs-Rayen, Klev-Asperden Niel Düffelward Grafwegen Goch (p), Hülm Keeken (āp), Till (āp), Zyfflich (hierzu die Zeitw. op-, zoschaven).

 

   Schab-brett n.: 'Gerüst, auf das das geschlachtete Schwein gelegt wird', -brett [ FR-Flomh N'lein]; vgl. PfWB Schabe1 2 a; Syn. s. PfWB Schragen. Südhess. V 130.