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 PfWB sauen (Bd. 5, Sp. 779)   ElsWB säüeⁿ (Bd. 2, Sp. 315b) 
   sauen schw.:
1. 'sich beschmutzen, Schmutz machen', saue [KU-Brück Herschw/Petth Schmittw/O RO-Rockhs Sippf PS-Geisbg Schmalbg LU-Alsh/Gr NW-Kallstdt SP-Heiligst Land, Lambert Penns 130]; Zs.: PfWB versauen; beim Esse s. 'beim Essen Speisen neben den Teller fallen lassen, Speisen aus dem Mund triefen lassen' u. ä. [ LU-Maud]. Du doch nit so s.! [ NW-Freinsh]. Auf einer Hochzeit wurden Servietten angeboten, ein Bauer soll dabei gesagt haben: Gib die Salfeet dem Parre, eich saue net [ RO-Obd]. —
2.
a. 'schlecht, flüchtig arbeiten' [mancherorts, Krämer Gal 180]; vgl. PfWB pfuschen, PfWB murksen, PfWB wursteln; Zs.: PfWB ane-, PfWB dahin-, PfWB hin-, PfWB zusammensauen. Des esch g'saut [ LA-Rhodt]. Der saut bei de Aarwet [Land]. —
b. 'schlecht, unleserlich schreiben' [ KU-Brück PS-Fehrb LU-Altr]. —
3. 'unzüchtig handeln, zotige Reden führen' [ KU-Schmittw/O PS-Geisbg BZ-Dernb]. —
4. 'gleichzeitig regnen und schneien'. Heit saut's mol widder [Krämer Gal 180]. —
5. vgl. PfWB hußsauen. — Südhess. V 90/91; RhWB Rhein. VII 784; Lothr. 429/30; ElsWB Els. II 315.

 

  PfWB  LothWB  RhWB säüeⁿ, söüeⁿ [sèjə Liebsd. Fisl.; sojə Roppenzw. Lutterb. Ensish. Obhergh. Su. Dü. Mittl.; sùjə M.; søjə Barr Ndhsn. Geisp. K. Z.; swə Zinsw. Mühlhsn.] sauen, schlecht arbeiten, sudeln. Das is [tà] nimmʳ gschafft, daz ⁱs gsoüt Dü. Liebsd.Basel 270.