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| PfWB salzen (Bd. 5, Sp. 729) | PfWB ein-salzen (Bd. 2, Sp. 815) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. '(einer Speise) Salz zusetzen', salze, salse (saldsə, salsə, sldsə, slsə), z. Verbr. s. PfWB Salz [verbr., Henn Mda.-Int. 99, 103 Lambert Penns 130 Beam Penns 84 Krämer Gal 179]; Part. Perf. gesalz(e), gesalzt [mancherorts]; Zs.: PfWB nach-, PfWB versalzen 1 a. Die Supp is zu leis gesalz [ ZW-Battw], zu oorich (arg) gesalzt [ KU-Schmittw/O]. Heit sein die Grumbeere net gesalzt [ KU-Kaulb]. RA.: Es Esse is gut gesalze un die Preise gepeffert [Krieger 37]. Des isch net g'salze un net g'schmalze, von einer faden Speise, einer kraftlosen Unternehmung [ LA-Gommh]. Die Märe (Mädchen) hen iweraal verschiedene Name awwer se sin iweraal gsalze Wasser [ BZ-Dierb]. a. 1353: also viel salzes, daz man zwei eigere (Eier) mide gesalzen moge [Grimm Weist. V 649 (Kappeln bei KU-Lauteck)]. — b. 'mit Salz haltbar machen, einsalzen' [verbr.]; Zs.: PfWB einsalzen; 's Flääsch s. [ GH-Kand, mancherorts]; gesalze (gesalztes, gesalzenes) Flääsch [ RO-Dielkch, mancherorts], häufig nur elliptisch: G'salzenes (Gesalztes, Gesalznes) [ LU-Maud, mancherorts]; vgl. PfWB Salzfleisch. De Metzjer salzt die Därm [ RO-Als]. — 2. 'Würze, den richtigen Geschmack bekommen', bes. in der BR.: Am Jakobsdag (25. Juli) wern die Äbbel gesalz (gesalze, gesalzt), ab da kann man sie essen [KB-Kriegsf, verbr. PfId. 181]. Nooch Johanni kammer Ebbel esse, do sin se g'salze [NW-Dürkh (Wilde 9)]. Wann's om Jakobsdag reent, do werre die Äbbel gesalz [KU-Schmittw/O, Wilde 9]. — 3. 'schlagen, ohrfeigen, verprügeln' [mancherorts WPf NPf vereinzelt VPf]; vgl. PfWB pfeffern 2 e; Syn. s. PfWB verhauen, PfWB ohrfeigen; ään s. 'jemanden schlagen' [ HB-Höch, vereinzelt]; ääm äni s. 'jemandem eine herunterhauen' [ZW-Stamb, vereinzelt]; e paar s. [ KB-Biedh, vereinzelt]. — 4. nur Part. Perf., 'gehörig, kräftig, über das gewöhnliche Maß hinaus' [verbr.]; vgl. PfWB pfeffern 2 a; e gesalze (gesalzeni, gesalzdi) Rechnung (Ohrfei, Tracht Prijel, Antwort) [verbr.]. Die Rechnung isch gut gesalze [ LA-Gommh]. Ich geb der e [Bd. 5, Sp. 730] G'salzni (Ohrfeige) [ LA-Wollmh, mancherorts]. Des esch mer e bissel ze g'salze 'zu teuer' [ GH-Freckf]. — 5. im Suchspiel der Kinder. 's is gepeffert un gesalzt, rufen sie, wenn mit dem Suchen begonnen werden kann [ RO-Winnw]; vgl. PfWB pfeffern 3. — Südhess. V 48/49; RhWB Rhein. VII 719/20; LothWB Lothr. 427; ElsWB Els. II 355.
| 1. gegenst. 'in Salz (in Lake) legen, mit Salz bestreuen und dadurch haltbar machen'; 's [Bd. 2, Sp. 816] Flääsch insalze [WPf westl. NPf], en- [östl. NPf], ein- (oin-, ain-) [VPf PS-Ost]. Die Fleischstücke werden vom Hausmetzger in eine Bütte gelegt und mit Salz überstreut; vgl. Lak-, PfWB Salzfleisch. Volksgl.: Uf Quatember (von der katholischen Kirche vorgeschriebene Fasttage) därf mer ken Fleesch einsalze [Fogel Beliefs Penns Nr. 1307]. a. 1571: zum wilpret insaltzen [ZweibrLSchrR]. — 2. übertr. in RA. a. Des kannscht der einsalze, von einer Ware, die nicht gefragt ist [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Gal], ... insalze for sauri Brih [ Gal-Brig]. Salz der's in, do hoschde länger droon! zu einem, der etwas für sich allein behalten will [ KU-Schmittw/O]. Salz der's in for Sauerkraut! dass. [ KU-Bedb]. Loß der's insalze! [ Gal-Josbg]. Du kannscht der dei Arwet insalze losse, weil sie nichts taugt [ LU-Limbghf]. — b. Die (Hiebe) kann er sich ensalze [ KB-Kriegsf, LU-Limbghf GH-Zeisk]. Dem haw i an ingsalze 'Dem habe ich eine heruntergehauen' [ GH-Neubg]. Dem muß mer mol die Gummer (Gurke 'Nase') insalze [ ZW-Ixh]; vgl. PfWB einreiben 2, PfWB versalzen 2. — c. Geh, loß dich oinsalze! zu einem, der für Neuerungen nicht zu haben ist [NW-Freinsh, BZ-Dernb Hebel 23]; Ausdruck der Geringschätzung [verbr. Gal Buch-Illisch Don-Tscherwk Bulkes Gert]. — Südhess. II 124/25; RhWB Rhein. VII 720; LothWB Lothr. 259; ElsWB Els. II 356; Bad. I 661. —
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