Sal-buch n.: 'Buch, in dem Grundstücke sowie die auf ihnen lastenden Abgaben, Verträge u. ä. verzeichnet sind'; a. 1568: do mir mit dem Salbuch zu Heuchelhum sint geuest [SSp Kirchenrechnungen Nr. 68 (BZ-Wernbg)]. a. 1581: Auß dem alten Sälbuch ernewerth [GGA n. 450 (LA-Godrst)]. — Mhd. salbuoch ( Lexer Lexer II 578/79), der erste Wortteil zu mhd. sale, sal, ahd. sala 'rechtliche Übergabe eines Gutes'. — DWB DWb. VIII 1694/95; HRG IV 1267/68. | | salbuch, n. buch, in welches alle éinem eigenthümer gehörenden grundstücke, an denselhen gemachten schenkungen und die daraus flieszenden einkünfte urkundlich eingeschrieben sind. mhd. salbuoch. Müller-Zarncke 1, 279b. Lexer 2, 578 (vergl. oben sal, f.): erb- lager- sal- et urbarbücher, libri aestimi, vulgo catastra, cum quibus conveniunt flurbücher, tabulae et descriptiones agrorum. Stieler 256, salbücher, libri censuales, seu aestimi 1671. nach Adelung ist sahlbuch noch in vielen gegenden üblich für ein öffentliches schatzungs- oder steuerregister. s. auch Schmid 446. nebenform selebuch: qui .. librum, qui salbuch vulgariter appellatur, rationabiliter probavit. urkunde von 1207 bei Ried cod. episcop. Ratisb. 1, 292; iste liber renovatus est et conscriptus prece ac mercede Alheidis Sacriste dicte Walting, que ipsum conscribere jussit propter inijdoneitatem veteris libri dicti salpuoch. urkunde von 1281. monum. boica 14, 259; sit dem mal dasz die zinse in dem alten selebuch und in dem neuen glich stont. quelle von 1418 bei Scherz-Oberlin 2, 1476; das bezeugen die alten historienbriefe salpüecher totenregister und ander dergleichen schriffte. Aventinus 1, 16, 4 Lexer; die erbzinszen, welche die bauren-güther tragen und die zinszleuthe, denen solche zu bauen und zu [Bd. 14, Sp. 1695] benutzen eingethan sind, davon entrichten sollen, werden insgemein, wenn sie beständig reguliret und vest gestellt sind, in gewisze erbzinsz-register, oder wie sie auch sonst genennet werden: salbücher, urbarbücher etc. eingetragen. Lennep landsiedelrecht (1769) 423. |
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