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 PfWB Säcker (Bd. 5, Sp. 695)   DWB sacker (Bd. 14, Sp. 1622) 
   Säcker, Säckertm.:
1. 'in der Kelter ausgepreßte Rückstände von Weintrauben und Obst Säcker (segər, sęgər) [verbr. SOPf, PfId. 118 Heeger Südostpf. 27], Zäcker (dsegər, dsęgər) [östl. SOPf], Säckert [ SP-Hanhf W'see GH-Schwegh], Zeckert [ SP-Harths]; Verbr. s. K. 97; Zs.: PfWB Apfelsäcker; Syn. s. PfWB Trester 1. Um 1930 wird in LA-Gleisz BZ-Apphf Bergz nur der zusammenhängende Preßkuchen, in LA-Essing nur der Rückstand nach dem ersten Pressen mit S. bezeichnet. Ich mach mer mein Essig selwer aus'm S., wann ich gekeldert hab [ PS-Erfw]. a. 1255: in torculari reposita est ultima massa uvarum, que secker vocatur [OttbgUrkb. 95 (FR-Bockh)]. —
2. 'geringwertiger Wein', Sägger, Zägger [Wilde 261]; vgl. PfWB Säckelsbrühe, PfWB Säckerwein; Syn. s. PfWB Rachenputzer 1 a. — Wie PfWB Sackbrett und els. Sack 2 'Menge von Trauben, die auf einmal gekeltert werden' (Els. II 341) erkennen lassen, ist das Wort offensichtlich eine Ableitung zu Sack und deutet auf eine ältere Keltertechnik hin, bei der das Keltergut in einem Sack ausgepreßt wurde; vgl. auch Alanne II 80. Die mit Z- anlautenden Formen der östl. SOPf sind zu vergleichen mit zuggele neben suggele, Zellerie neben Sellerie u. a. — Südhess. V 20; RhWB Rhein. VII 682; ElsWB Els. II 345; Schwäb. V 525; Bayer. II 221; DWB DWb. VIII 1622, DWB IX 2806.

 

 sacker, m. und säcker, m. (vgl. DWB sacken), ein tagelöhner, welcher das getreide bei der ausladung desselben aus dem scheffel in die säcke schlägt. brem. wb. 4, 580. Campe:

du sîst ein goltsmit, ein maler, seidensticker efte ein becker,
ein wever, ein packer, ein bruwer, ein sacker, ein scherer, ein smerer, ein vorsprake efte ein ander kreter. des dodes danz 1094 Baethcke.