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 PfWB Sächsel (Bd. 5, Sp. 685)   ElsWB Sä(ch)sle (Bd. 2, Sp. 324a) 
   Sächsel n. (m.):
1. 'Winzermesser mit gekrümmter Schneide, zum Abschneiden der Trauben oder zum Rebschnitt verwendet', s. Abb. 74, durch den Einsatz der Trauben-, Rebschere heute veraltet, Ses(e)l (sēsəl, sēsl) [FR-Albsh Heßh Maxd N'lein Quirnh Tiefth LU-Alsh Dannstdt Friesh NW-Bobh Dackh Deidh Dürkh Forst Frankeck Freinsh Friedh Gimmdg Gönnh Haardt Hamb Haßl Kallstdt Leistdt Mußb Ungst Weish/B Spey LA-Böching Diedf Gommh Hainf Venn Walsh BZ-Hergw Sarnst Schweig GH-Wörth, Bertram § 61, 219, 306 Heeger Südostpf. 28 Mang 91 Schandein Bav. IV,2 246 Wilde 200 Klein Prov. 151 Journ. 1787 216 PfId. 131], Säis(e)l (sęisəl, sęisl) [ NW-Deidh Haardt Königsb Meckh Wachh LA-Arzh Burrw Diedf Edk Edh Frankw Gleisw Göckling Herxh Ilbh Maik Mart Mörzh Nußd Rhodt Siebdg Wey Wollmh BZ-Billh Dernb Dierb Gleisz/Gleishb Heuchh Kling Nd'horb Pleisw], Säsel (ssəl) [ LU-Opp LA-Rhodt GH-Scheibhdt]; Gen. n. vorherrschend, Gen. m. aus FR-Tiefth LU-Friesh NW-Kallstdt und bei Bayer Hackm. 66 gemeldet; vgl. PfWB Traubenmesser. a. 1448: Alle die den markt zu Durkeim suchent ... sint schuldig jarzoll dem abt zu geben: der metzeler vier swinbein, der schuchmann zwein schuch, der smidt ein sesel und ein sichel [Grimm Weist. V 600 (Rechte der Abtei Limburg)]. a. 1529: 4 seßeln oder rebenheplin kaufft [GgHospR]. —
2.
a. 'schwach sichelartig gebogenes Messer zum Hauen', Sesel [ LA-Göckling GH-Wörth], Säsel [ GH-Scheibhdt], Säisel [ FR-Heßh LU-Böhl]; vgl. PfWB Hepe. —
b. 'Messer zur Pflege der Obstbäume', Sesel [FR-Tiefth LA-Gommh Bayer Hackm. 66], Säsel [ LU-Opp]. —
c. 'gebogenes Messer zum Schneiden von Weiden', Sesel [ LU-Friesh NW-Frankeck]. —
d. 'Messer der Besenbinder', Sesel [KL-Fischb (Kleeberger 124)], Säisel [ BZ-Dernb]. —
e. 'Messer mit schnabelförmig gebogener Spitze zum Lederschneiden', Sesel [ PS-Vinn]. — Das Wort, ahd. sahsilîn (Ahd. GlossWb. 503) sehselin (Summarium Heinrici Bd. I; VI, XI Z. 301), ist eine Verkleinerungsform zu ahd. sahs 'Schwert, Messer'. Der Reibelaut -ch- ist wie in Deisel 'Deichsel', Hees 'Hächse', Ahs 'Achse' geschwun-

[Bd. 5, Sp. 686]
den. — RhWB Rhein. VIII 86 (unter Sensel 'Häpe, Rebmesser'); ElsWB Els. II 324 Sä(ch)sle; Bayer. II 217; DWB DWb. X,I 631 Sesel 4; VIII 1606 Sächslein.

 

  PfWB  RhWB Sä(ch)sle [Sakslə Olti. Hi. Steinbr. Sier. Mü.; Sáslə Lutterb. NBreis. Osenb. Ruf. Obhergh. Logelnh. Horbg. Dü.; Sásl Obbruck Bf. Illk.; Sêsl Weissenbg. Schleit.; Sesl Wörth] n. vorn gebogenes Beil, Hippe, Haumesser, Rebmesser, das zum Zerkleinern des Reisigs, zum Abhauen von Baumästen und ähnlichen Zwecken benutzt wird. ‘der mit sechzlin holtzet, gibt jhnen vier pfenning’ Kienzh. 1597, Als. 1854, 86. ‘Wer mit einer Axt, Beyel, Sächslein oder anderem hauenden Instrument in einen Wald gehet ... soll 12 Batzen Straff büssen’ Mü. Feld R. 3. Syn. Hab Co., Stëckˡlöser Rapp., Haumësser K. Z. Betschd.Pfalz 131.