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 PfWB Rütsch-viel (Bd. 5, Sp. 674)   ElsWB vil (Bd. 1, Sp. 108b)   PfWB himmel-viel (Bd. 3, Sp. 996) 
  -viel m.: = PfWB Feldsalat, Ritschvill [LA-Nd'hochstdt GH-Nd'lustdt Zeisk Wilde 57 Feierowend 46/1956 1]; vgl. PfWB Rütscher 2 a.

 

  vil [fil Liebsd. Banzenh. Gebw. Su. Geberschw. Dü. Bf. Str. W.; fel K. Ingenh. Betschd.; fièl Hf. Schwindratzh.]; bei nachdrückl. Hervorhebung tritt im U. Dehnung des Vok. ein; Komp. in der Kinderspr. viler [filər, fièlər] viel. 1. Adj. a) wie nhd., im Sing. stets unflektiert; N. und Acc. Pl. vili [fili, fièli] nur in der Kinderspr., sonst unflektiert; Dat. Pl. meist flektiert. Vil Duft, vil Obs Dü. Nit vil Zit. E Teil dªrvoⁿ is (oder wär) z vil Ermahnung zur Mässigung Gebw. V. Hung sind des Hoseⁿ Tod Z. s sin vili, vili Saldateⁿ do ʰⁱnuf gangeⁿ! — Ja, awer mir han noch viler gsëʰⁿ Dü. Wo v. Schuelmeister siⁿ, wurd schlëcht gsungeⁿ an Patronstagen lud früher der Lehrer seine Amtsgenossen der Nachbardörfer zum Feste ein; nachher wollte jeder am besten singen können, und so gab es jedesmal Wirrwarr Bf. Wo v. Hirteⁿ siⁿ, wurd schlëcht ghüet ebd. In vileⁿ Lüteⁿ vielen Leuten K. V. frëss, v. schiss Kerzf. b) subst. Wëⁿⁿ mr lang lëbt, kann eiⁿm v. passiereⁿ, wo eiⁿm ni gfallt Str. Wo v. is, will v. anneⁿ allg. ‘Wo vil isch

[Bd. 1, Sp. 109a]
soll au viel hien, dofor isch ’s Geld gemacht’ ein Reicher erbt oder heiratet auch reich Pfm. V 2. Wer v. redt, weiss oder lüegt v. Geberschw. Wer v. eⁿwëg git, bhalt wenig ebd. Vil uⁿ güut is nie binaⁿder M. JB. II 167. Jo, du weis v. weisst nichts! Su. S is v. von ⁱʰm, ass r migangeⁿ is ist ihm hoch anzuschlagen Dunzenh. Z. Dis is v. gseit eine schwer zu beweisende Behauptung Dunzenh. Ze v. uⁿ ze weni git s Spiel uf sagt man zu jem., dessen ungebührlichem Auftreten man Schranken setzen will Barr; JB. II 168. s könneⁿ v. deⁿ Rhin ʰⁱno geʰn un sëʰn dis nit Ingenh. s git v., wo dis gar nit estemiereⁿ beachten Betschd. ‘Viel stellen sich nicht also, sinds aber doch’ Mosch. I 5. ‘Viel wurden kranck nachmahlen’ Str. 1465 Als. 1850, 86. 2. Adv. a) zur Steigerung eines adj. Begriffs nach ze, zu = allzu. Er is ze v. mast allzu fett Hf. D Liederliʰkeit is ze v. gross Z. Mr kann fast nit geʰn druss(eⁿ); s is ze v. glatt Wh. Vor Komparativbegriffen mit unbest. Art.: E v. e besserer. E v. e schöneri. Vil eⁱn anders ein ganz anderes Z.b) oft. Ze v. Ich kumm v. in d Stādt Pfulgriesh. In zweifelhaften Fällen wird dem Wort v. immer die Bedeutung oft beigelegt, z. B. hört man als Arzt nicht selten die Verbindung: Er brunzt v., awer s git nit v. d. h. er uriniert häufig, oft, aber wenig auf einmal Hf. s. auch ful 3. — Schweiz. 1, 774. Bayer. 1, 837.

 

   himmel-viel Adj.: 'unvorstellbar viel', himmelviel [mancherorts, auch Gal]; des himmelviele Zeig [Kühn Schnitze I 45]; die himmelviele Mensche [ Gal-Dornf]; die himmelveele Leit [ KU-Kaulb]. Südhess. III 492.