-viel m.: = PfWB Feldsalat, Ritschvill [LA-Nd'hochstdt GH-Nd'lustdt Zeisk Wilde 57 Feierowend 46/1956 1]; vgl. PfWB Rütscher 2 a. | | vil [fil Liebsd. Banzenh. Gebw. Su. Geberschw. Dü. Bf. Str. W.; fel K. Ingenh. Betschd.; fièl Hf. Schwindratzh.]; bei nachdrückl. Hervorhebung tritt im U. Dehnung des Vok. ein; Komp. in der Kinderspr. viler [filər, fièlər] viel. 1. Adj. a) wie nhd., im Sing. stets unflektiert; N. und Acc. Pl. vili [fili, fièli] nur in der Kinderspr., sonst unflektiert; Dat. Pl. meist flektiert. Vil Duft, vil Obs Dü. Nit vil Zit. E Teil dªrvoⁿ is (oder wär) z vil Ermahnung zur Mässigung Gebw. V. Hung sind des Hoseⁿ Tod Z. s sin vili, vili Saldateⁿ do ʰⁱnuf gangeⁿ! — Ja, awer mir han noch viler gsëʰⁿ Dü. Wo v. Schuelmeister siⁿ, wurd schlëcht gsungeⁿ an Patronstagen lud früher der Lehrer seine Amtsgenossen der Nachbardörfer zum Feste ein; nachher wollte jeder am besten singen können, und so gab es jedesmal Wirrwarr Bf. Wo v. Hirteⁿ siⁿ, wurd schlëcht ghüet ebd. In vileⁿ Lüteⁿ vielen Leuten K. V. frëss, v. schiss Kerzf. b) subst. Wëⁿⁿ mr lang lëbt, kann eiⁿm v. passiereⁿ, wo eiⁿm ni gfallt Str. Wo v. is, will v. anneⁿ allg. ‘Wo vil isch [Bd. 1, Sp. 109a]
soll au viel hien, dofor isch ’s Geld gemacht’ ein Reicher erbt oder heiratet auch reich Pfm. V 2. Wer v. redt, weiss oder lüegt v. Geberschw. Wer v. eⁿwëg git, bhalt wenig ebd. Vil uⁿ güut is nie binaⁿder M. JB. II 167. Jo, du weis v. weisst nichts! Su. S is v. von ⁱʰm, ass r migangeⁿ is ist ihm hoch anzuschlagen Dunzenh. Z. Dis is v. gseit eine schwer zu beweisende Behauptung Dunzenh. Ze v. uⁿ ze weni git s Spiel uf sagt man zu jem., dessen ungebührlichem Auftreten man Schranken setzen will Barr; JB. II 168. s könneⁿ v. deⁿ Rhin ʰⁱno geʰn un sëʰn dis nit Ingenh. s git v., wo dis gar nit estemiereⁿ beachten Betschd. ‘Viel stellen sich nicht also, sinds aber doch’ Mosch. I 5. ‘Viel wurden kranck nachmahlen’ Str. 1465 Als. 1850, 86. 2. Adv. a) zur Steigerung eines adj. Begriffs nach ze, zu = allzu. Er is ze v. mast allzu fett Hf. D Liederliʰkeit is ze v. gross Z. Mr kann fast nit geʰn druss(eⁿ); s is ze v. glatt Wh. Vor Komparativbegriffen mit unbest. Art.: E v. e besserer. E v. e schöneri. Vil eⁱn anders ein ganz anderes Z.b) oft. Ze v. Ich kumm v. in d Stādt Pfulgriesh. In zweifelhaften Fällen wird dem Wort v. immer die Bedeutung oft beigelegt, z. B. hört man als Arzt nicht selten die Verbindung: Er brunzt v., awer s git nit v. d. h. er uriniert häufig, oft, aber wenig auf einmal Hf. s. auch ful 3. — Schweiz. 1, 774. Bayer. 1, 837. | | himmel-viel Adj.: 'unvorstellbar viel', himmelviel [mancherorts, auch Gal]; des himmelviele Zeig [Kühn Schnitze I 45]; die himmelviele Mensche [ Gal-Dornf]; die himmelveele Leit [ KU-Kaulb]. Südhess. III 492. |
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