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 PfWB Rot-lauf (Bd. 5, Sp. 610)   ElsWB Umlauf (Bd. 1, Sp. 565a) 
   Rot-lauf m., n., -laufen -laufet n.: 'Entzündung einer offenen Wunde und Hautrötung, bes. in Verb. mit einer Erkältung, seltener jede, meist fieberhafte Krankheit, die Hautrötung zur Folge hat', von Mensch und Haustieren, bes. von Schweinen, der Rotlaaf [mancherorts WPf NPf nördl. um mittl. VPf (außer nördl. Teil) Kühn Hamet 130 Don-Werb], der Rotlääf bzw. Rout- [mancherorts nördl. NPf Umg. Land, Müller Dietschw 57], das Rotlaaf [ KU-Brück Kaulb WD-Niedkch ZW-Battw L'wied KL-Weilb PS-Schmalbg KB-Kriegsf FR-Bockh], das Rotlääf [ KU-Bedb Schmittw/O RO-Lettw], das Rotlaafe [ ZW-Marthh PS-Burgalb Geisbg Nd'simt LU-Böhl Neuhf], das Routlääfe [PS-Erfw SOPf (Heeger Nachl.)], das Rotlaufet [ LA-Wollmh]; vgl. PfWB Gesichtsrose, PfWB Rose 2aβ, PfWB Rotschein, PfWB Umlauf. Wer wund is un verkält sich, der kriggt de R. dran [ KL-Reichb]. Er hot e R. [ LA-Gommh], sich e R. zugezoo, e R. in sich stecke [ RO-Als]. Die Sau hot de R. [ LA-Gommh]. Volksmed.: Saiohrebledder (Großer Wegerich) sin gut fer Rotlaafe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1501]; vgl. Rotrübenblätter. En warmer Kihdreckpoltis (engl. poultice 'Breipackung') nemmt Rotlaafe aus 're Wund oder ziggt en G'schwäre zamme [ebd. Nr. 1554]. a. 1803: Für das rothlauffen die zäplein von den bircken Ruthen genommen an einem Freitag vor der sonnen aufgang ungrad angehängt und dann alle jar frische genom, ist seiner lebtag frey davon [eine südpf. Handschrift (in: Heeger Vhk. 45)]. Vgl. auch Schandein Bav. IV,2 403. Südhess. IV 1479; RhWB Rhein. VII 533; LothWB Lothr. 419.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Umlauf allg. m. 1. Entzündung des Nagelbettes, Fingerwurm. Iʰ ha dr U. am Finger Ingersh. Im eigentl. Sinne: Er het dr U. am Nawl! kurze Abfertigung auf die Frage nach dem Befinden eines Kranken Dü. ‘wenn me an der rächte Hand en Umlauff hat oder blessiert isch’ Mü. Mat. 5, 50. Heilung des Umlaufs s. Broträmftle. 2. Teil des Hemdes, der um Brust und Leib geht. Das Hemd besteht aus: U., Ärmel, Krajeⁿ un Bueseⁿ Dü. ‘die Juden hattend umblöuff oder söum unden an den fyer örten der mentel’ Geiler P. II 70. — Schweiz. 3, 1114.