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 PfWB rostig (Bd. 5, Sp. 602)   RhWB rostig (Bd. 7, Sp. 523)   PfWB rostig (Bd. 5, Sp. 602) 
   rostig Adj.:
1. 'mit 2 1 überzogen', roschdich (Schreibung der Gewährsleute vielfach: roschdig) [verbr., auch Auslandspfälzer], ruschdisch [IB-Ensh (Glass 91)]; roschdiche Ridder 'Kartäuserklöße', s. PfWB Ritter 3aα. RA.: Bei dem Wert liegt die roschdig Kett im Faß, von einem, der den Wein wässert und ihm durch Rost eine gelbe Farbe gibt [ LU-Limbghf]. SprW.: Mer sott net 's Geld verachte, wu in're roschdiche Schissel leit [Penns (Barba)]. —
2.
a. 'rot' α. vom Haar; roschdiche Hoor [ ZW-Bechhf]; subst. e Roschdicher 'ein Rothaariger' [Pirmas (Kieffer 63)]. —
β. von der Nase, spöttisch; e roschdicher Zinke [ Gal-Brotschk]. —
b. 'sonnengebräunt' [IB-Ensh (Glass 91)]. —
c. 'sommersprossig' [RO-Lettw, verbr.]; vgl. PfWB Rost2 2 b; e roschdich Gesicht [ ZW-Bechhf]. Er is roschdich [ KU-Adb]. —
d. 'pockennarbig'; e roschdig Gesicht [ KL-Niedkch]. —
e. Bez. für einen Handwerksburschen: de Roschdig vun Stääfebach [ KU-Erdb]. —
f.
α. 'an Rost2 2 d leidend', roschdich, vom Tabak [ GH-Kuhdt Leimh Otth]. De Wingert werd r. [ RO-Schiersf NW-Gimmdg]. 's Obst is r. [ PS-Burgalb]. —
β. rotbraun (als Reifemerkmal des Tabaks), roschdich [ SP-Heiligst]. —
g. 'unreif'; e roschdiches Ding [Don-Werb (Jakob Eigw. 174)]. —
h. 'neidisch, falsch'; e roschdicher Kerl [ FR-Bockh]. — Südhess. IV 1471; RhWB Rhein. VII 523; LothWB Lothr. 422; ElsWB Els. II 296.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB rostig Allg. (mit Ausn. des NBerg, wo rǫstəriχ) Adj.: 1. mit Rost überzogen; r.ə Nägel Allg.; r. Wasser durch Eisenoxyd gefärbtes W. Saarbr. RA.: Et eas kän Deppchen eso r., et fand sich en Deckelchen fir drof uSaar, Trier. Der hat en Stemm wie en r.ə Ovvespif Düss, — e r. Gei (Geige) Wend-Oberth, — en r. Gesskan (Giesskanne) Trier-Welschbillig, — e r.ən Triter (Trichter) Saarbg-Winchering. Dem get (wird) et Geld noch r. un der Kast dem Geizigen Saarbg-Greimerath. E r.ən Nol (Nagel) kriet mer net mih aus dem Holz Altes soll man nicht mehr ändern wollen Trier-Schleidw. Ech han kene r.ə Fenne (Pfennig) mih gar kein Geld Grevbr. R.ə Ridder Karthäuserkloss Saarbr, Ottw. — 2. übertr. a. von andern Dingen. α. mit R.flecken behaftet, z. B. von der Wäsche, von Kartoffeln, Bohnen udgl. Allg. — β. r. Holz faulendes, moderiges H. Prüm. — γ. r. Hor r.farbenes, rotes Haar Saarbg; r.ə Auen rot umränderte Augen Bernk, Zell (Hunsr). — δ. e r. Gesicht blatternarbig; der R.ə der Blatternarbige Goar-NHeimb, Saarbg-Greimerath. — ε. e r. Nös schmutzige Nase Merz-Saarhölzb. — ζ. sei Her (Gehirn) as r. er ist nicht recht gescheit Wittl-Glasb. — η. belegt, heiser, von der Stimme; en r. Stemm; die St. es su r. wie en al Gess (Giesse), er es r. em Hals Allg. — θ. das wor r. lustig Wend-Bliesth; schön, amüsant Ottw-Neunk. — b. vom Menschen α. da son (sollte) mer at jet r. weərde alt, verbraucht Aach. — β. der is r. hat alle Klicker im Spiel verloren Saarbr.

 

   rostig Adj.:
1. 'mit 2 1 überzogen', roschdich (Schreibung der Gewährsleute vielfach: roschdig) [verbr., auch Auslandspfälzer], ruschdisch [IB-Ensh (Glass 91)]; roschdiche Ridder 'Kartäuserklöße', s. PfWB Ritter 3aα. RA.: Bei dem Wert liegt die roschdig Kett im Faß, von einem, der den Wein wässert und ihm durch Rost eine gelbe Farbe gibt [ LU-Limbghf]. SprW.: Mer sott net 's Geld verachte, wu in're roschdiche Schissel leit [Penns (Barba)]. —
2.
a. 'rot' α. vom Haar; roschdiche Hoor [ ZW-Bechhf]; subst. e Roschdicher 'ein Rothaariger' [Pirmas (Kieffer 63)]. —
β. von der Nase, spöttisch; e roschdicher Zinke [ Gal-Brotschk]. —
b. 'sonnengebräunt' [IB-Ensh (Glass 91)]. —
c. 'sommersprossig' [RO-Lettw, verbr.]; vgl. PfWB Rost2 2 b; e roschdich Gesicht [ ZW-Bechhf]. Er is roschdich [ KU-Adb]. —
d. 'pockennarbig'; e roschdig Gesicht [ KL-Niedkch]. —
e. Bez. für einen Handwerksburschen: de Roschdig vun Stääfebach [ KU-Erdb]. —
f.
α. 'an Rost2 2 d leidend', roschdich, vom Tabak [ GH-Kuhdt Leimh Otth]. De Wingert werd r. [ RO-Schiersf NW-Gimmdg]. 's Obst is r. [ PS-Burgalb]. —
β. rotbraun (als Reifemerkmal des Tabaks), roschdich [ SP-Heiligst]. —
g. 'unreif'; e roschdiches Ding [Don-Werb (Jakob Eigw. 174)]. —
h. 'neidisch, falsch'; e roschdicher Kerl [ FR-Bockh]. — Südhess. IV 1471; RhWB Rhein. VII 523; LothWB Lothr. 422; ElsWB Els. II 296.