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 PfWB Rosen-stock (Bd. 5, Sp. 591)   PfWB Katharina-Elisabeth (Bd. 4, Sp. 116)   PfWB zeitig (Bd. 6, Sp. 1575) 
   Rosen-stock m.: wie schd., Rosestock, Rouse-, Pl. -steck [verbr.]; vgl. PfWB Rosenbaum. Die Aaue am R. sihn gut aus [ KU-Schmittw/O]. VR.: Hoppsa, heisa, Riwebrih, / 's sin so schäne Mädcher hie, / Mädcher wie die Rosesteck, / Buwe wie die Zoddelbeck [Wilde 212, Bergz (Kamm 120)]; Var. s. PfWB Eck 1, PfWB Hafersack 1 a, PfWB Katharina-Elisabeth, PfWB Zottelbock. Volksgl.: »Rupft man auf Johanni des Mittags zwischen 11 und 12 Uhr das Laub eines Rosenstockes ab, so blüht er im Herbste dann wieder« [Schandein Bav. IV,2 380]. Vgl. auch PfWB Nachgeburt. Südhess. IV 1462; RhWB Rhein. VII 514; ElsWB Els. II 585. —

 

  Katharina-Elisabeth f.: weiblicher Doppelname, früher häufig, Kattrinlisbett, -lis, Kattrilis (kaˈdrilis) u. ä.; e Feierche (lebhaft) wie's Katherlis'che [Kleeberger 128]. VR.: Kathrinlis, Philippinlis, geh met in die Hasselniß; die Hasselniß sin zeirig, die Märe sin so fleißig, die Buwe sin so stolz, sie gucke noch ken Drehtche (Bündel) Holz [Wilde 93 (IB-Blickw PS-Rodalb)]. Var. nach der dritten Zeile: die Buwe sin so neidisch, die Märe sin so stolz, sie tragen kän Stickel Holz. Die Buwe sin die Zottelböck, die Märe sin die Rosestöck, drum schlofen se im Seidebett [Feierowend 1950, Nr. 2, S. 2 (BZ-Bindb)]. Var. vgl. PfWB Besemreis, PfWB fleißig, PfWB Rhein. Südhess. III 1182; Bad. III 86.

 

   zeitig Adj.:
1. 'pünktlich, früh', zeidich (dsaidiχ) [mancherorts, Juner 107], zeirich (dsairiχ) [mancherorts, Braun Lääsebuuch 242 Ehrhardt 91], zeilich (dsailiχ) [ KU-Bedb], zeidisch [Feierowend 8/1958]; Zs.: PfWB vor-, PfWB früh-, PfWB gleich-, PfWB recht-, PfWB unzeitig; z. dran sein 'früh sein' [vereinzelt]. Ich kann z. dort sin [ PS-Gersb]. Er kummt immer z. zur Ärwet [ LU-Opp]. SprW.: Z. ins Bett un z. eraus, bringt Wohlsein und Wohltat un Wohlstand ins Haus [LA-Impfl]. BR.: Wann die Schwalwe frih kummen, gebt's z. Frihjohr [ ZW-Bechhf]. —
2.
a. 'reif zum Ernten, zum Essen', von Obst, Käse usw., zeirich [verbr. ges. Pf, Juner 107 Mang 121 Müller Dietschw 73 PfId. 155 Thielen 125 WKW 23 Wilde 287], zeirisch [KU-Etschbg Frankb Körbn O'alb HB-Alth ZW-Gr'steinhs Mörsb RO-Als KL-Frankst W'lein Weilb PS-Eppbn Nünschw Rodalb Vinn KB-Stauf FR-Beindh LU-Iggh NW-Wachh BZ-Spirkb Bernhard 192 Schneckenburger 44], zeierich (dsaiəriχ) [ ZW-Käshf L'wied Mittb], zaairich (dsāiriχ) [ RO-Lohnsf PS-Hetths BZ-Nd'horb], zaairisch (dsāiri) [ PS-Hilst], zejrich (dsęjriχ) [ HB-Bliesdlh Breitft Brenschb Jägbg IB-Nd'würzb Ommh Seelb], zeidich [mancherorts VPf SPf vereinzelt übrige Pf, Otterstetter 192 Wilms Alph. 57 Lambert Penns 182 PennsDeitschEck 28. 11. 1953 Krämer Gal 246], zeidisch (dsaidi) [ ZW-Hornb Bergz], zaaidich (dsāidiχ) [ GH-Neubg], zeiðich (dsaiðiχ) [ KU-Kaulb LA-Edk], zeilich [ KU-A'glan Bedb Dennw/Frohnb Dietschw Erdb Jul Patb Rathsw Ulm ZW-Lambsbn RO-Als Dielkch H'stätt Ransw LU-Altr LA-Göckling BZ-Gräfhs Münchw Nd'ottb Steinf GH-Freckf Jockgr Rülzh Wind], zeilisch (dsaili) [ HB-Böckw], zejlich

[Bd. 6, Sp. 1576]
(dsęjliχ) [ HB-Böckw], ziddich (dsidiχ) [ HB-Utw IB-Habkch Reinh], zirrich (dsiriχ) [HB-Medh Nd'gailb Peppk IB-Bliesmg/Bolch Eschring Gersh Witth], zillich (dsiliχ) [HB-Seyw IB-Bebh Ensh (Glass 135)]; s. K. 412; Zs.: PfWB patsch-, PfWB überzeitig; Syn. (auch für überreif): dreckweich, edelreif, gut I 3 e, PfWB matsch 1 a, PfWB matschig, PfWB morsch1 1 c, PfWB morschfaul, PfWB morschtig, PfWB mostig, PfWB muddig, PfWB muselig, PfWB reif 1, PfWB überreif, insbesondere vom Getreide: dürr 3, vom Käse: durchfaul, faul 1 a δ, PfWB schmierig, PfWB überfaul, vom Tabak: blumig 3, von Trauben: edelfaul, mopsig 3; zeiliche Äppel [ RO-H'stätt]. Die Trauwe werre z. [ KB-Zell]. De Kees isch z. 'Der Handkäse ist ausgereift, weich' [vereinzelt]. 's Holz is z. 'Das Rebholz ist gut entwickelt' [ FR-Albsh]. 's Korn werd vun alle Frocht 's erscht z. [ KU-Schmittw/O]. 's is Summer. 's Korn is z. [Münch Werke I 97]. Es summert nit, wie kann dann do was z. werre [ ZW-Battw]. Am Keschtebaam drauß, sin die Weschglamme z. [Birmelin Penns Gezw. 70]. Die wern so jetzt aa schun z. [Kröher Lyoner 112]. RA.: Er wachst unner (hinner) sich (macht sich) wie zeirich Gerscht 'Er wird infolge Alters immer kleiner' [KL-Hirschhn Hebel 13 Don-Gert]. SprW.: Dem reiche Mann sei Märe und dem arme Mann sei Korn weren über Nacht z. [JKurpf. 1927 S. 16]. Wann de Appel mol z. is, fallt er runner [ PS-Saalstdt]. VR. s. PfWB halala, PfWB Katharina-Elisabeth. a. 1579: so er in dem felt geth vnd vermerckt daß die frucht zeittig ist, soll ers dem schultheisen verkündten [PfWeist. 225 (NW-Dackh)]. —
b. 'den Höhepunkt der Entzündung erreicht haben', von Geschwüren [ KU-Bedb Kaulb KL-Hirschhn PS-Erfw LA-Rhodt]. Mer derf de Schwäre 'Geschwür' net ufschneire, ewwer z. is [ KL-Reichb]. —
c. übertr. 'gereift, bereit für eine Veränderung sein', vom Menschen; vgl. PfWB gesetzt, PfWB mannbar. Der Eli is now zeitich [Reichard Penns 152]. RA.: Se esch z. 'alt genug zum Heiraten' [ LA-Rhodt]. Er es z. fer uf Klingeminschter 'Er ist verrückt' [ KL-Niedkch]. Den will ich schun z. mache 'gehorchen lernen, zum Nachgeben bringen' [ LA-Venn, KU-Schmittw/O KB-Kerzh]. — Rhein. VII 292 K. VII 7, IX 750; ElsWB Els. II 919 zitig.