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| PfWB rollen (Bd. 5, Sp. 576) | PfWB Stick-hebel (Bd. 6, Sp. 563) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. α. 'zu einer Rolle 2 a formen', rolle [verbr.]; 's Babier r. [ FR-Bockh]; Zs.: PfWB ab-, PfWB auf- 1, PfWB ein-, PfWB zusammenrollen. — β. s. die Zs. PfWB aufrollen 2. — b. sich r. 'sich wälzen' [mancherorts, PfId. 117]; vgl. PfWB rolzen. Volksgl.: Wann der Hund sich in der Stubb rollt, gebbt's B'such [Fogel Beliefs Penns Nr. 365]. Wammer der Wibberwill (engl. whippoorwill 'Ziegenmelker') heert, soll mer sich rolle, no kriggt mer ken Rickweh [ebd. 2061]. — c. '(sich oder etwas) wälzend fortbewegen' [verbr.], dass. verbunden mit dumpfem Schall [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB kugeln, PfWB rugeln 2; Zs.: PfWB an-, PfWB dadurch-, PfWB durch-, PfWB fort-, PfWB her-, PfWB herauf-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB herunter-, PfWB hinein-, PfWB hin-, PfWB hinunter-, PfWB weg-, PfWB zurückrollen. α. intrans; vgl. PfWB rudeln 4, PfWB rugeln 1. De Wache (de Klicker, de Stään, die Kuchel) rollt [verbr.]. Der is so dick, daß er rollt [ KL-Siegb]. RA.: 's Geld rollt, de Rubel rollt 'Es wird viel Geld ausgegeben bzw. eingenommen' [BZ-Dernb, verbr.]. 's Geschäft rollt werrer 'geht, gedeiht wieder' [KU-Adb, verbr.]. Do kennt mer sich r. 'totlachen' [ KB-Bennhs]. Einen AR. s. PfWB Amerika. — β. trans. 's Faß (mit em Sääl) in de Keller r. [ RO-Duchr Obd]. RA.: Dorch dem sein Baan kammer e Bierfäßche r., von O-Beinen [ KB-Bennhs]. RA.: Er bringt de Stään ins Rolle 'sorgt dafür, daß die Sache einen Anfang nimmt oder vorankommt' [KU-Schmittw/O, verbr.]. — d. '(mit dem Klicker, mit Bohnen im Spiel) werfen, schnellern' [ KL-Fockbg/Limb FR-N'lein]. — e. 's Faß r. 'Das mit Wasser gefüllte Faß schwenkend reinigen' [ RO-Schiersf]. — f. intrans. 'sich drehen, im Kreis bewegen' [ LU-Alsh/Gr]. Die Aae rollen ganz wild em Kopp (vor Aufregung) [ FR-Bockh]. — g. 'mit der Rolle 1 a heben, winden' [verbr.]. — h. 'im Schälgang der Mühle Schalen und Spitzen abreiben; enthülsen' [Weber Mühlen 23]; vgl. PfWB röllen 1, PfWB Rollgerste; gerollt Gerscht [ KU-Schmittw/O]; die Gerscht r. [ BZ-Dernb]. a. 1679: 1½ Jm(m)l gerolte gerst [GgHospR]; vgl. PfWB Immel 1. a. 1788: etwas gerollte Gerst mit dem Sack [Kurpf. A. 1631/8/37 (KL-Steinwd)]. — i. die Deck (die Wand) r. '(im Fachwerkbau) die Stückhölzer mit Stroh und Lehm umwickeln und zwischen die Balken einsetzen' [ BZ-Dernb]; vgl. Leim(en)wickel. — j. s. die Zs. PfWB aus-, PfWB ver-, PfWB über-, PfWB zusammenrollen. — 2. a. α. = tril- [Bd. 5, Sp. 577] lern. De Kanarievochel rollt prächdich [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Roller 3 b. — β. 'dumpf, mit tiefem Ton schallen'. De Dunner rollt [ LU-Alsh/Gr]. — γ. unpers. 'donnern' [ KU-Bedb]; Abl.: PfWB Tümmelrollen. Heer mol, wie des rollt! [ZW-Stamb]. — b. 'schlafen', scherzh. [HB-Nd'gailb KB-Weitw FR-Hettldh LU-Schauh LA-Impfl BZ-Albw O'ottb GH-Max'au]. — c. = PfWB verhauen 1, in den Wend.: eem die Schinke r. [ KL-Wörsb], die Kot(e)lett r. [ KU-Erdb Haschb/R Theisbgstg RO-Hochst Münchw Ruppeck], die Aaedeckel r. [ KB-Zell]. Die hun enanner die Kotlett gerollt [ RO-Hochst]. — d. = PfWB begatten, vom Schwein [FR-Bockh, verbr., Mang 103 Heeger Tiere I 18, Lambert Penns 126 Krämer Gal 176 Don-Schowe Torscha Tscherwk]; vgl. PfWB hurren, PfWB rauschen 2, PfWB rollig 1. Jetz esch die Zeit zum Rolle [ BZ-Dernb]. Die Sau rollt (hot gerollt) [ LU-Altr]. De Ewwer rollt die Mok [ Gal-Dornf]. Volksgl.: Die Saicher dut mer samschdags vun der Los, no rollt sie widder glei [Fogel Beliefs Penns Nr. 778]. — e. 'schäkern, (dem anderen Geschlecht) nachlaufen' [Journ. (1787) 215 PfId. 117]; vgl. PfWB rolzen. — Südhess. IV 1448/49; RhWB Rhein. VII 491/ 92; LothWB Lothr. 417; ElsWB Els. II 251/52.
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