ring Adj.: 1. attr. 'leicht, gering'; mit ringer Mühe [Klein Prov. 90]. — 2. adv. 'besser, lieber'. Das hätt ich ringer bleiwe lasse [ GH-Neubg]. — LothWB Lothr. 414; ElsWB Els. II 269. | | PfWB LothWB ring [rì, re O. U. allg.; ræ M.] Kompar. ringer 1. Adj. (selten) gering, unbedeutend, mühelos: die Arweⁱt is r. Katzent.; e rings Mittl ein leicht zu beschaffendes und leicht anwendbares Mittel Hf. ‘s isch e rengi Arwet’ Pfeiffer Germ. III 1858 St. s is nur e rings Stückl Viʰ Lobs. (nicht M.) ‘vnnd haben die (Spanische armada) etliche tag lang einanderen nach mit ihren khleinen ringen schiffen bestritten’ Petri 464. Das Adj. steckt auch in ‘Rinkaite = Ring heide Pl. gemeine Heide, niederholziges Gestrüpp’ Hag. H. (Heidekraut). 2. Adv. unschwer, leicht, bequem, mühelos: r. schaffeⁿ Olti.; die Arweⁱt geʰt r. Banzenh.; das is [tà] r. gangeⁿ Dü.; ‘s geht ’m ring vun d'r Hand’ St.; das is r. ze macheⁿ Banzenh.; dis Joʰr häⁿ mⁱr s Heü r. bekummeⁿ Osenb. Er is r. durichkummeⁿ er kam glücklich von der Parade Hf.; r. dªrvuⁿ kummeⁿ: mit wenig Kosten davon kommen (wenn einer etw. angeschafft hat), mit wenig Mühe (wenn er etw. getan hat), mit geringer Strafe (wenn er vor Gericht war) Dü.; si is r. dªrvuⁿ kummeⁿ im Wochenbett ebd. s is r. hëre gange bei einer Geburt Z. Sin Brot r. verdieneⁿ Hf.; das is r. verdient Horbg. Spw. R. bekummeⁿ (od. verdient), r. vertoⁿ wie gewonnen, so zerronnen Su. Geberschw. Wer räng (leicht) gloüt, wurd räng bschisseⁿ (od. aⁿgschmiert) Mb. JB. VI 152. ‘So wicklet er sich drumb so ring’ Murner Mühle 837. 3. Kompar. ringer leichter, mit weniger Mühe: s geʰt vil r., wenn de s eso machs Liebsd. Du kumms r. dªrvon, wënn d d Ärweⁱt sëlwer [Bd. 2, Sp. 269b]
māchs Brum.; besser, lieber, eher: De chunns r. mit mir Roppenzw. Ër hätt r. siⁿ Gëld gspart Katzent. Gi iⁿ dëm Bëttler r. e Stück Brot aˡs Gëld Barr. Bezaʰl ⁱʰm r. die par Liwer, aˡs dass e Prozëss anfangs Illk. ‘er thàt mich ringer zahle, as si Geld an eso Sache z'hànke’ Lustig II 115. ‘ringer gestrofft’ Geiler# ält. Schr. 36. ‘Auf der Diener Tisch soll es ringer ‘weniger kostbar’ hergehen und des andern Tags soll die Mahlzeit ringer sein’ Mü. 1683, Als. 1862, 259; zweckmässiger, besser: De geʰs r., eb si dich holeⁿ Hi. Gang r. furt! Lutterb. Blib r. do! Su. s wär r. do bliweⁿ Ruf. Wënn's ni kaⁿⁿs, loss sⁱe ringer lijeⁿ! Mark. Energisch bestätigend: Kaⁿⁿs in ere Stund uf K. geʰn? Ringer! natürlich! Dü. Sind ihr oʰ dªrbi gsiⁿ? Ringer mir (wir) nit! ebd. Ausruf des Erstaunens: Si hän ⁱʰm s Hus verkoift mit allem, was drin gsiⁿ is. — Ringer? wirklich? Horbg. Ironisch zurückweisend: Ringer aüʰ noch, du geʰs uf d Kilb, un ich bli dªheim! Bf. — Basel 238. Bayer. 2, 121. |
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