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| PfWB rieseln (Bd. 5, Sp. 533) | PfWB schnippeln (Bd. 5, Sp. 1337) | PfWB Schnäkert (Bd. 5, Sp. 1224) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'mit hellem, leisem Geräusch herunterfallen, durchsickern', von Getreidekörnern, Sand usw., riss(e)le, seltener ries(e)le [mancherorts]; vgl. PfWB ruseln; Zs.: PfWB ab-, PfWB durchriseln. — b. 'massenhaft mit Geräusch herunterfallen', von Früchten. Es risselt [ ZW-Käshf]; Syn. s. PfWB kotteln1 1 a, K. 257. — 2. 'fein regnen', rissele, seltener riesele [verbr. östl. NPf nördl. VPf mancherorts NWPf vereinzelt WPf mittl. u. südl. VPf O-PS, Klein Prov. 90 Mang 150 Schneckenburger 59, verbr. Gal Rußl], rissle, seltener riesle [verbr. mittl. u. südl. VPf O-PS, Bertram § 295 Heeger Südostpf. 17, mancherorts Don]; Zs.: PfWB herunterrieseln; Syn.: PfWB pittern, PfWB tauen 2, PfWB taunebeln, PfWB tauwetteln, PfWB träufeln, PfWB tröpfeln 2, PfWB tropfseln, PfWB tröpfseln 2, PfWB tropfsen, PfWB tröpfsen 1 b, PfWB trudeln2 3, PfWB drusseln1, PfWB duseln 2 a, PfWB fahren 5 c, PfWB fiseln1 2, PfWB fisemen, PfWB fusemen 2, PfWB fisern, PfWB fusern 2 a, PfWB nässeln, PfWB nässen 1, PfWB nebeln 2 a, PfWB netzeln 1, PfWB netzen 1, PfWB nieseln, PfWB regencheln, PfWB regeneln, PfWB regenseln, PfWB regenzeln, schnübeln, PfWB schnuffeln, [Bd. 5, Sp. 534] schnüffeln, schnuddeln, schnuseln, seibern 2, PfWB spritzeln, PfWB spritzen, PfWB stäbeln, PfWB staubeln, PfWB stäuben, PfWB stauben, PfWB staubern, stäubern, PfWB stiebeln, PfWB stieben, PfWB stiebern, PfWB sudeln, PfWB suseln; vgl. auch PfWB fahren I5b, PfWB Bindfaden, PfWB Schneiderstaub. — Südhess. IV 1424; RhWB Rhein. VII 457; LothWB Lothr. 415; ElsWB Els. II 287, ALA II 280.
| 1. a. 'mit einer Schere oder einem Messer etwas (Papier, Stoff) in kleine Stückchen schneiden, von etwas (Brot, Wurst) kleine Stücke abschneiden, an etwas herumschneiden', schnippele (nibələ) [verbr. WPf NOPf vereinzelt VPf mancherorts SOPf vereinzelt übrige Pf, PfId. 127], schnipple (niblə) [PS-Rodalb (Bernhard 165) BZ-Dierb, Lambert Penns 137], schnebble [Beam Penns 95]; Part. Perf. g(e)schnippelt (gənibəld, gnibəld) [ZW-Battw, Lambert Penns 137]; vgl. PfWB ab-, PfWB ver-, PfWB herumschnippeln; Bohne sch. [Wilms Alph. 50]. Schnippel net so an der Worscht! 'Schneide die Wurst nicht so sparsam auf!' [ NW-Haßl]. Die Bohne uff de Länner / hot se geschnippelt, abgebrieht [Burgey Keschte 44]. Momme, sollich da als de Schnietlaab schnibbele? 'Mutter, soll ich den Schnittlauch bereits in kleine Stücke schneiden?' [IB-Ensh (Glass 107)]. Ich han e klää bißche geschnippelt 'Ich habe mir (heimlich) nur ein wenig davon abgeschnitten' [ ZW-Battw]. Dann schnippelter bei alt und jung an de Innereie rum [Damm Nachtdischlamp 51]. Im Rosestock schnibbelt die Scheer [Kraus Unser Babbe 71]. Ich schnibbele die Gummer, spitz es Blej [Kraus Arwed 18]. Jo, frieher, do hat er mei Name in Rinde geschnibbelt, geschnibbelt ... Jetz huckt er'm Lokal [Kraus Putscheblum 47]. RA.: De Metzger kann sch. 'Der Metzger kann lauter kleine Stückchen geben statt einem großen' [ FR-Albsh]. — b. 'Papier zu ganz kleinen Stückchen zerreißen', schnippele (nibələ) [ LA-Gommh BZ-Annw]. — c. 'kleine Teilchen von etwas ablösen' [ NW-Elmst]; vgl. PfWB abpflücken. — 2. 'lustlos im Essen herumstochern, schnäkig sein, gerne naschen' schnippele [ ZW-Battw FR-Albsh LU-Altr], schneppele [ ZW-Battw]; vgl. PfWB schnäken; PfWB Schnippeler 2. Der is ke Esser, er schneppelt dan e bißche un dort e bißche [ ZW-Battw]. — 3. Ausdruck beim Schafkopfspiel: Wer keine 30 Augen (Spielpunkte) bekommt, isch g'schnippelt [ PS-Erfw]; vgl. PfWB schneiden 5 a, PfWB Schneider 8 a. — 4. 'fein regnen' [ IB-Bierb Gersh Heckdh]; Syn. s. PfWB rieseln 2. — RhWB Rhein. VII 1625; LothWB Lothr. 460 schnipplen; ElsWB Els. II 502 and. Bed; Hess.-Nass. III [Bd. 5, Sp. 1338] 366; Kluge-Seebold22 648; DWB DWb. IX 1336/37; Frankf. V 2797.
| 1. a. 'wählerischer Mensch, der stets am Essen herummeckert', Schnäkert (ngərd) [ KU-Roßb RO-Odh KL-Niedkch FR-Kl'karlb], Schnäckert (nęgərd) [ KU-Rathskch RO-Gehrw], Schnäägerd [IB-Ensh (Glass 106)]; vgl. PfWB Schnäker 1 a, PfWB Schnucke 1 a. — b. 'naschhafter Mensch, Feinschmecker', Schneikert (naigərd) [KU-Obw/Tiefb um 1934 bereits veraltet], Schnäkert (ngərd) [ KU-Obw/Tiefb LU-Limbghf]. Er es e Sch. [ KL-Katzw]. — c. 'Mensch mit schlechtem Appetit'. Du Schnäkert! [ RO-Dörnb]. — 2. 'Fettschicht auf der gekochten Milch' [ KL-Miesb]; vgl. PfWB Rahm1, PfWB Schnäke 4, PfWB Schnäker 4, PfWB Schnucke 2. — RhWB Rhein. VII 1568 Schnäukert; LothWB Lothr. 459 unter Schneiker.
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