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| PfWB reulich (Bd. 5, Sp. 513) | PfWB schäbig (Bd. 5, Sp. 826) | |||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 5, Sp. 514] NPf vereinzelt VPf, PfId. 114 Christmann Kaulb 20, 49 Mang 125, 200 Müller Dietschw 56 Höh 61, 156 Otterstetter 63, Krämer Gal 172, mancherorts Don Gal Buch], rauelich [KL-Olsbr Kühn Hamet 129], (rliχ) [ ZW-Bottb]; e raulich Esse [ KU-Schmittw/O]; e raulicher Wein [ RO-Lettw]; e raulich Wedder [ KU-Breitb Schmittw/O WD-Niedkch ZW-Battw KB-Bennhs]; e raulich Kläid [ WD-Niedkch]; e raulicher Dinde 'verdünnte Tinte' [ KU-Schmittw/O]; raulich Land 'mageres Ackerland' [ KU-Bedb]; e raulicher Boort 'ein Bart mit schwachem Haarwuchs' [ KU-Schmittw/O]; rauliche Trauwe 'Trauben mit spärlichen, kleinen Beeren' [ RO-Callb KL-Olsbr]; e raulicher Stock 'ein schlecht tragender Rebstock' [ KU-Reipkch]; e raulich Kerlche (Männche, Minsch), auch subst. e Raulicher 'ein kleiner, magerer, unscheinbarer Mensch' [Zweibr KL-Bann PS-Burgalb], e raulich Ding, dass. von Mensch und Tier [ KU-A'glan], e raulicher Mannskerl 'ein häßlicher Mensch' [ KL-Bann]; e raulich Kind 'ein unartiges Kind' [ KU-Roth]; e raulicher Brurer 'ein liederlicher Mensch' [ WD-Niedkch]; e raulicher Hund (Vool, Vieh, Dier) 'ein verdorbener, nichtsnutziger Mensch', auch Schimpfw. [KB-Kriegsf, verbr.]; die rauliche Babbsäck [Kraus Unser Babbe 21]; r. schmacke [ebd.]. Der Bien is r. 'Das Bienenvolk ist weisellos' [ KU-Krottb, Adb]. 's Gras ('s Fuder, die Wiß) is r. [RO-Schiersf, verbr. WPf NPf]. Er hot e raulich Kart (beim Kartenspiel) [ KU-Bedb]. 's werd mer ('s is mer) r. [KU-Herschw/Petth, mancherorts, auch Don Gal Buch, Hebel 33]. Eich schlan der hinnich die Ohre, daß der's r. werd! [ KU-Kaulb]. Er hat en an dem raulich Märe verbrennt 'ist durch intime Beziehung mit diesem unsittsamen Mädchen geschlechtskrank geworden' [ KL-Reichb]. Ja fallt der Wei'wachs raulich aus, / Die Grumbër dut gerore [Schandein Ged. 108]. Doch in der rauliche Därkei / Werd em der Mage lotter [Woll 63]. Mer meent, es gäb kee greeßer Glick, / Als wie die raulig Bolidik [Münch Werke I 178]. Volksmed.: ... eine Buche, deren Stamm sich teilte um weiter oben wieder zusammenzuwachsen, von der die Leute sagten: »Das ist ein ungebohrtes Loch, wo man 'rauliche' Rinder durchstecken soll« [Heeger Vhk. 31]. — Mhd. riuwelich, md. rûwelich 'bekümmert, betrübt' ( Lexer Lexer II 474, vgl. auch Christmann Kaulb 20, Otterstetter 63). — RhWB Rhein. VII 372/73; ALLG I 249.
| 1. 'zusammengekratzt', von Speiseresten; de schäwich Rescht [ LU-Limbghf Muttstdt]; zu PfWB schaben 1 a. — 2. a. 'abgeschabt, abgenutzt, alt', von Kleidern, schäwich, selten schewich [verbr.], schäwisch [ HB-Breitft PS-Rodalb], schäwich u. schäbich [Otterstetter 48, 191], schäwich u. schawich [ KL-Hütschhs], schawich [ PS-Zesbg KB-Mauchh Kriegsf]; vgl. PfWB schabätzig 3 a, PfWB schaberacksig 2, PfWB schäbrig; e schäwicher Anzugg (Mandel, Rock, Frack, Hut) [FR-Bockh, verbr.]; e schäwichi Kluft (Manduur) [ ZW-Gr'bundb, IB-Bliesmg/Bolch]; e schäwiches Klääd [ NW-Neidfs]; schawiche Hosse [ KB-Kriegsf]; e schäwicher Kerl 'ein zerlumpter Mensch', verächtlich [ LA-Venn]. Er hot schäwiche Kläärer an [ LU-Alsh/Gr], is schäwich angezoge [ LU-Oggh], kummt schewich doher, dass. [ KU-Schmittw/O], lääft schewich dorum, dass. [LA-Impfl]. Esch der schäwich!, dass. [ LA-Wollmh]. — b. 'von den Schaben zerfressen', 's Klääd is schawich worre [ LU-Alsh/Gr]. — 3. 'grindig, narbig', schäwich [ LU-Opp BZ-Dernb]; vgl. PfWB Schabe1 2 g. — 4. a. 'geizig, knickerig' [ PS-Geisbg, mancherorts]; sich schewich dronstelle 'sich kleinlich zeigen' [ KU-Schmittw/O]. — b. 'charakterlos, niederträchtig' [verbr., Münch Weltgesch. 105]; e schäwicher Kerl (Mensch, Hund, G'sell) [ RO-Dielkch, NW-Kallstdt]; e schawischer Hund [ LU-Altr]. Er hot sich schäwich benumme [ BZ-Albw]. Das is e schäwigi G'sellschaft [ LU-Opp]. — c. schabich Zeich mache 'Unsinn treiben' [ PS-Windsbg]. — Südhess. V 134/35; RhWB Rhein. VII 821, 827.
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