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 PfWB Reichtum (Bd. 5, Sp. 471)   ElsWB gigeⁿ (Bd. 1, Sp. 202b) 
   Reichtum m., n.: wie schd., Reichdum [verbr., auch Auslandspfälzer]; zu R. komme [ ZW-Bottb]. Bei denne is großer R. [Krämer Gal 173]. RA.: Das hat sein ganze R. uf em Buckel hänke 'Sie trägt kostspielige Kleider' [ KL-Weilb]. SprW.: G'sundheit is de grescht R. [ LU-Opp, mancherorts]; vgl. auch PfWB geigen 1 b. — F.: Genus n. belegt für KU-Liebsth HB-Kirrbg ZW-L'wied KL-Erlb Rodb PS-Donsied Geisbg KB-Bennhs Kerzh Otth FR-Beindh NW-Hamb GH-Rh'zab. — Südhess. IV 1331; RhWB Rhein. VII 276; LothWB Lothr. 412; ElsWB Els. II 226.

 

  PfWB gigeⁿ [kíkə Roppenzw. Gebw. Dü. M. Rapp.; kèjə Str.; keiə Lorenzen Wh. Örmi.; kæìjə Ndrröd.; kíə K. Z.; Ind. Präs. i kí, Part. kít Geisp. K. Z.; kèj, kəkèit Str.; kəkékə M.] 1. geigen. Rda. Dëm siⁿ Sach kaⁿⁿ g. (von einem Prahler) Gebw. Kindervers: s gigt e Fuchs un e Bär Un s schlat e Esele d Trummeⁿ, Alle Tierle, wo Wädele heiⁿ, Sölleⁿ z Hochzit kummeⁿ; Bëttllüt un Edllüt, Das sin unsere Hochzitlüt, Krukeⁿstil un Ofeⁿgableⁿ Das sin unsere Hochzitgableⁿ Hi. Rda. Loss dⁱr häm geieⁿ Ndrröd. 2. der Ton der Heimchen, Heuschrecken, Frösche. Bauernregel: Wenn d Fröscheⁿ vor Jörjetaj gigeⁿ, so lang müeˢˢn si hindeⁿ noʰ schwigeⁿ; s. auch wigeⁿ; das Knarren eines Wagens: ‘den geigenden Karren .. schmieren’ Fisch. Bin. 68. 3. schwer atmen, einen pfeifenden Ton in der Brust haben. 4. hin und her rutschen. 5. mit einem stumpfen Messer schneiden. Du geijs awer an dem Brot! Wh. Du kanns dⁱr in dr Hals g.! Str. (Abweisung). Kinderlied: Gige, gige (oder Gigl gigl) ratze, morn kummeⁿ d Spatzeⁿ, üwermorn d Finkeⁿ, alli Judeⁿ stinkeⁿ Illz. Ruf. Str. Ingw. (alli kleineⁿ Bueweⁿ stinkeⁿ Mittl.)

[Bd. 1, Sp. 203a]
6. durch das Fenster an Armen und Beinen hin und her ziehen, eine früher zur Verhöhnung eines missliebigen Burschen vorgenommene Behandlung Oermi. Schweiz. 2, 150.