Reichtum m., n.: wie schd., Reichdum [verbr., auch Auslandspfälzer]; zu R. komme [ ZW-Bottb]. Bei denne is großer R. [Krämer Gal 173]. RA.: Das hat sein ganze R. uf em Buckel hänke 'Sie trägt kostspielige Kleider' [ KL-Weilb]. SprW.: G'sundheit is de grescht R. [ LU-Opp, mancherorts]; vgl. auch PfWB geigen 1 b. — F.: Genus n. belegt für KU-Liebsth HB-Kirrbg ZW-L'wied KL-Erlb Rodb PS-Donsied Geisbg KB-Bennhs Kerzh Otth FR-Beindh NW-Hamb GH-Rh'zab. — Südhess. IV 1331; RhWB Rhein. VII 276; LothWB Lothr. 412; ElsWB Els. II 226. | | PfWB gigeⁿ [kíkə Roppenzw. Gebw. Dü. M. Rapp.; kèjə Str.; keiə Lorenzen Wh. Örmi.; kæìjə Ndrröd.; kíə K. Z.; Ind. Präs. i kí, Part. kít Geisp. K. Z.; kèj, kəkèit Str.; kəkékə M.] 1. geigen. Rda. Dëm siⁿ Sach kaⁿⁿ g. (von einem Prahler) Gebw. Kindervers: s gigt e Fuchs un e Bär Un s schlat e Esele d Trummeⁿ, Alle Tierle, wo Wädele heiⁿ, Sölleⁿ z Hochzit kummeⁿ; Bëttllüt un Edllüt, Das sin unsere Hochzitlüt, Krukeⁿstil un Ofeⁿgableⁿ Das sin unsere Hochzitgableⁿ Hi. Rda. Loss dⁱr häm geieⁿ Ndrröd. 2. der Ton der Heimchen, Heuschrecken, Frösche. Bauernregel: Wenn d Fröscheⁿ vor Jörjetaj gigeⁿ, so lang müeˢˢn si hindeⁿ noʰ schwigeⁿ; s. auch wigeⁿ; das Knarren eines Wagens: ‘den geigenden Karren .. schmieren’ Fisch. Bin. 68. 3. schwer atmen, einen pfeifenden Ton in der Brust haben. 4. hin und her rutschen. 5. mit einem stumpfen Messer schneiden. Du geijs awer an dem Brot! Wh. Du kanns dⁱr in dr Hals g.! Str. (Abweisung). Kinderlied: Gige, gige (oder Gigl gigl) ratze, morn kummeⁿ d Spatzeⁿ, üwermorn d Finkeⁿ, alli Judeⁿ stinkeⁿ Illz. Ruf. Str. Ingw. (alli kleineⁿ Bueweⁿ stinkeⁿ Mittl.) [Bd. 1, Sp. 203a]
6. durch das Fenster an Armen und Beinen hin und her ziehen, eine früher zur Verhöhnung eines missliebigen Burschen vorgenommene Behandlung Oermi. — Schweiz. 2, 150. |
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