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| PfWB Rauch (Bd. 5, Sp. 402) | PfWB Dampf (Bd. 2, Sp. 63) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. wie schd., Raach (rāx, rx) [verbr. WPf NPf (außer nördl. u. östl. Teil) nördl. Hälfte u. äußerster S der VPf, Christmann Kaulb 24 Mang 133, 134 Müller Dietschw 55 Schneckenburger 31 Höh 62 Otterstetter 71, verbr. Don Gal Buch Rußl], Raag [ KU-Reiffb], Raaich (rāiχ) [mancherorts östl. NPf (Heeger Nachl.) PfId. 112 Krämer Gal 172], Rääch (rχ) [verbr. südl. Hälfte der VPf (außer äußerster S) O-PS RO-Als], Rääch u. Raach [ LA-Venn], Rääich (riχ) [ RO-O'hs O'mosch Unkb]; Zs.: PfWB Kohlenrauch; e starker (dichter, dicker, schworzer) R. [PS-Erfw, verbr.]. De R. kommt aus em Schornschde [ KU-Diedk]. Die War geht wie R. 'ist schnell vergriffen' [ ZW-Bechhf KL-Stelzbg], geht weg wie R. [verbr. Don Gal Buch Rußl]. Sein Geld verschwindt (vergeht) wie R. [ BZ-Dernb], geht fort wie R. [ NW-Gimmdg]. RA.: Mach mer kä R. in de Sack! 'Mache mir nichts vor!' [Kaislt Pirmas Thielen So rerre mer 102], in die Kich! dass. [Zweibr NW-Freinsh]; vgl. PfWB betrügen. SprW.: Wu R. is, is aa Feier [NW-Freinsh, verbr. (mit Var.), auch Don Gal Buch]. Es gebbt ke Haus ohne R. 'ohne Streit' [PS-Saalstdt, verbr. Don Gal Buch]. WR.: Wann de R. grad geht (steit), gebbt's scheen Werrer; wann er fallt, gebbt's Re'ewerrer [ZW-Stamb, verbr., PfL 10. 12. 1927]. Spruch, wenn der Ofen raucht: Raach, geh zum Scharnschde enaus, beiß der Katz die Aawe (Augen) aus! [ KU-Kaulb]. Rätsel vom R.: 's geht die Schdää (Steige) enaus un tappt net; auch: 's lääft was die Schdää 'nuff, uhne Kobb un uhne Fieß [Hebel 116]. 's geht eppes in der Stub rum un macht zum Finschter naus und: 's geht iwwer de Bach un werd net naß [ Rußl-Worms]. 16. Jh.: soll kommen der glöckner und bringen ein fauer ohn rauch [PfWeist. 512 (RO-Finkb)]. — Im bes. α. 'Tabaksqualm' [verbr.]; Zs.: PfWB Tabaks-, PfWB Zigarrenrauch; Syn. s. PfWB Dampf 3. Der macht en R. [ LA-Wollmh], e R. as wann (wie wann) en armer Mann backt [ PS-Erfw, KU-Bechb]. — β. 'R. in der Räucherkammer'; vgl. PfWB Rauche. 's Flääsch muß in de R. [LA-Impfl], muß mer in de R. hängke [ KB-Kerzh]. — γ. Zs.: PfWB Weihrauch. — b. 'Kochdunst', Rääch [ BZ-Wind]; vgl. PfWB Dunst1. — c. Zs.: PfWB Herauch. — 2. 'Herd, Feuerstelle'. a. 1465-70: vnd were es das zwee Hußgesesse vnder einem Dache sessen, vnd hielten zween Reuche, die sollen zwey hune ... geben, vnd hielten sie einen [Bd. 5, Sp. 403] Rauche, so sollen sie ein Hune geben [Spey-Hochst. Lgb. NW-Lambr, Bl. 41]; vgl. PfWB Rauchhuhn. — 3. übertr. a. 'Zorn', Raach [ ZW-Lambsbn]; vgl. PfWB Roges. — b. Zs.: PfWB Erd-, PfWB Weihrauch. — Mhd. rouch m. 'Dampf, Dunst, Herd' ( Lexer Lexer II 512/13). — Südhess. IV 1260/61; RhWB Rhein. VII 152/53; LothWB Lothr. 398; ElsWB Els. II 222.
| 1. 'Wasserdampf', Damp, Dampf, s. F. a. beim Kochen. Die Kich is voll D. [nördl. VPf., verbr., vorn. jüngere Gener.]; in echter Mda. vorn. Dunst (hier die Syn.) und Schwadem. Zs. PfWB Küchendampf. — b. zum Antrieb von Maschinen. Die Lokomotiv loßt D. ab [allg.]. — 2. 'seelische Antriebskraft', bildlich zu 1 b. Damp druf (drunner, dehinner) mache 'eine Sache beschleunigen, jemand zur Eile antreiben' [verbr.]. — 3. 'Qualm, Rauch', bes. vom Tabaksqualm. 's geht per D., scherzh., wenn jemand eine [Bd. 2, Sp. 64] Zigarre oder die Pfeife raucht [ KU-Schmittw/O]. Er loßt de D. dorch die Nons [ebd.]. Er loßt Dämp fahre wie e Backowe [ KL-Gimsb]. Syn.: PfWB Tabaksdampf, -dunst, -nebel, -qualm, -rauch, PfWB Dunst, PfWB Nebel, PfWB Qualm, PfWB Rauch, PfWB Schmauch, PfWB Schwadem. — 4. 'Atem', bes. der lebhafte Atem bei Anstrengungen. De Damp is de Gail zu de Nonslecher erauskumm [ KU-Schmittw/O]. De D. geht'm aus [Frankth]. — 5. von Krankheiten der Atemwege. a. 'Schweratmigkeit, Asthma'. Jetzt schnauft un schnappt se wie e Fisch, voll Damp, wie all die Dicke [Müller Luscht un Lewe 29]. — b. 'Pferdekrankheit'; nasser, truckener D. [allg.]; vgl. PfWB dämpfig. Beim nassen D. ist es der Herzdampf, wobei das Tier leicht schwitzt. Der trockene D. wirkt sich mehr durch Husten aus; bei dieser Art ist die Lunge angegriffen. — 6. Rausch', vgl. PfWB Dampes, s. auch PfWB betrinken. Er hat sein D. 'ist betrunken' [KU-Roßb, verbr.], sei Dämpche [ HB-Kirrbg], sei Dämbel [PfL 27. 11. 1922]. So e kleener Damp schad nix [NPfGV Nr. 8/1934]. Do neilich nachts haw ich en D. vum neie Wein - 's isch nit zu sage! [Hartmann Teemaschin 134]. Mer han die Dämp, un der Bambel 'der Wirt' hot 's Geld [NPfGV Nr. 8/1349]. — 7. 'Hunger'. Ich han Damp [ HB-Einöd KL-H'spey]. Zs. PfWB Kohldampf. — 8. 'Mut, Courage'. Er hot kän D. mihn [ PS-Hintwdth]. — F.: Für die WPf gilt weithin dḁmb (mit deutlich nasaliertem Vokal). In der NWPf sowie in der NPf westl. der Alsenz wird der Vokal heller. Für KU-Kaulb weist Christmann ebenfalls helles -a- aus (gegenüber dunklem -ḁ- in Hand!). In KL-Lind ist -a- vor Nasalen nach Höh 46 dunkel bei Bauern und Arbeitern mit eigenem Landbesitz der älteren Generation (über 35 Jahre), sonst sei immer das neutrale -an- zu hören. Im östl. Teil der NPf wird der Vokal dunkler, bis hin in die nördl. VPf, wo vielfach auch -ǫ- zu hören ist. Die Lautform dǫmb setzt sich nach Bertram 17 in der mittl. VPf fort bis zur Linie LU-Friesh — LU-Maud — LU-Limbghf — SP-Schiffstdt — LU-Dannstdt — LU-Assh — LU-Alsh — NW-Gönnh — NW-Freinsh — NW-Seeb — NW-Lambr — NW-Frankeck — NW-Esth — KL-Frankst. Südlich dieser Linie ist (nach Bertram) dǫnmb nur noch in SP-Berghs Heiligst GH-Schwegh Westh LA-Gommh Böbing Kirrw NW-Duttw zu hören. Hart daneben erscheint aber auch helles -ą(dąmb), so in NW-Geinsh LA-Edk Venn Nd'hochstdt GH-Freisb Weingt, außerdem in dem weiter nördl. gelegenen NW-Haßl. In den Städten und in Stadtnähe, so in LU-Mundh NW-Wachh O'hamb SP-Dudhf Hanhf, spricht man mittleres -an- (danmb). Nach Heeger Südostpf. 32/33 wird -a- vor Nasal südl. der Linie LA-Rhodt — GH-Nd'lustdt — GH-Hördt wieder [Bd. 2, Sp. 65] dunkler und geht allmählich in -ǫ- über. Die in diesem Gebiet gelegenen Städte Land Bergz haben -a-. Die Verschiebung von -mp zu -mf (so bei Heeger 26 u. Bertram 110) bzw. zu -mbf (so nach den Angaben der meisten Gewährspersonen) reicht vom Süden u. Osten her bis etwa zur Linie (die genannten Orte einbegriffen) BZ-Schweighf — BZ-Eußth — LA-Edk — LA-Roschb — GH-O'lustdt — SP-Harths — SP-Mechth und umfaßt also die ganze südl. VPf mit einem kleinen Südteil der mittl. VPf. Vgl. hierzu auch die Angaben bei Kumpf. — Südhess. I 1343/44; RhWB Rhein. I 1233/34; Saarbr. 43; LothWB Lothr. 79; ElsWB Els. II 685; Bad. I 413.
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