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 PfWB Rähe (Bd. 5, Sp. 351)   RhWB Rehe (Bd. 7, Sp. 261)   PfWB räh (Bd. 5, Sp. 351) 
   Rähe f.: eine Pferdekrankheit, die gewöhnlich im Winter oder im Frühjahr auftritt, wenn das Pferd nach langer Ruhe stark beansprucht wird. Das Pferd schwitzt und bekommt steife Beine, Reh, Räh [ KU-Adb, mancherorts]; vgl. PfWB räh, Huf-, PfWB Windrähe, PfWB Rähhuf, PfWB Rähigkeit. Südhess. IV 1188; RhWB Rhein. VII 261.

 

  PfWB Rehe Simm; rē·ā. Elbf Sg. t. f.: de Gaul hot die R. hat Steifheit an den Füssen.

 

   räh Adj.:
1. 'steif, starr, ungelenk', reh (rē) [KU-Bedb Bechb Hefw Schmittw/O KL-Hütschhs NW-Kallstdt Ungst LA-Birkw Maik BZ-Mühlhf Klein Prov. 75], räh (r) [ KU-Hundh HB-Kirrbg RO-Obd PS-Hintwdth FR-Tiefth NW-Frankeck LU-Opp SP-Mechth], räih [ LU-Altr]; vgl. PfWB rack. Die Glieder sin reh [ LA-Maik]. Er is se reh 'ist abgearbeitet, ermattet' [HB-Höch KB-Mauchh, verbr. Gal], 'elend, mager' [ Buch-Illisch]. RA.: sich se reh esse (fresse) 'einer Speise überdrüssig werden' [RO-Als KB-Marnh NW-Kallstdt Lambert Penns 123, mancherorts Gal, Don-Heufeld Buch-Illisch Satulmare]; sich se reh trinke (saufe) 'so viel trinken, daß man nicht mehr gehen kann' [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'an der Krankheit Rähe leidend', von Pferden [KU-Adb, verbr., auch Don Gal Buch]; Zs.: huf-, windräh. En alder Gaul werd reh [ LU-Friesh]. 's Perd is räh gefahr [ HB-Kirrbg], hat sich r. gelaufe [Klein Prov. 75]. — Südhess. IV 1187/88; RhWB Rhein. VII 261; LothWB Lothr. 400; ElsWB Els. II 222.