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| PfWB quälen (Bd. 5, Sp. 298) | PfWB hunzen (Bd. 3, Sp. 1260) | PfWB ver-hunzen (Bd. 2, Sp. 1183) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'jemandem Schmerz zufügen, jemanden peinigen, mißhandeln, drangsalieren', queele (gwēlə) [verbr. VPf mittl. WPf NPf vereinzelt übrige Pf, Christmann Kaulb 10 Höh 84 Mang 91 Müller Dietschw 39 Otterstetter 48 Schneckenburger 20], quäle (gwlə) [verbr. westl. WPf mancherorts übrige WPf SOPf, Bertram § 62 Lambert Penns 120], quäile (gwęilə) [ ZW-Ixh GH-Bellh], queile (gweilə) [Heeger Südostpf.]; Syn.: angeln1 5, päzen, peinigen, bemangeln, berzeln, beuteln 1, pferdsen, piesacken, bimsen 2, plagen, däumeln 2, dengeln 4, derren 2, teufeln 2, drangsalieren 1, triangeln, trischieren, triezen, dringelieren, trischaken, türangeln 1, türingelieren, türingen, veiolen 1c, verknacksen 2a, verpeinigen, verpferdsen 1, geißeln 2, [Bd. 5, Sp. 299] geistern 2, hunzen 1a, kujonieren, kuranzen 1, kuren, längern 1, leiern 2c, malträtieren, martern, mergeln 1a, mißhandeln, nägeln, naunzeln 2, neipseln, nesseln 2, nessern, schikanieren, schinden, schleifen; se Dot q. 'zu Tode quälen' [Land]; bis uf's Blut q. [ KU-Bedb, mancherorts]. Die dun en dauernd q. [ LA-Gommh]. — b. 'jemanden durch ständiges Bitten (mit weinerlicher Stimme) oder hartnäckiges Fragen quälen', bes. von Kindern [verbr.]; Syn.: PfWB anhalten 5b, PfWB papern 2, PfWB barmessieren, PfWB betteln 2, PfWB bohren 2c, PfWB derren 1, PfWB teufeln 2b, PfWB dibbern 1d, PfWB drangsalieren 1, PfWB tribeln2, PfWB tribulieren 1, PfWB drießelieren, PfWB drießeln 1, PfWB drießen, PfWB foltern 1, PfWB gammern 2, PfWB jängern 1b, PfWB jängsen 1b, PfWB jankeln 2, PfWB jaunern1 2c, PfWB kärmsen 1bδ, PfWB jankeln 2b, PfWB jaunern1 2 c, PfWB kärmsen 1 b ek">δ<, PfWB keilen1 1 a, PfWB krangeln 2 b, PfWB lamentieren, PfWB manksen 2, PfWB mezern 1a, PfWB nagen 2b, PfWB nagern, PfWB nagewurmen, PfWB nängeln, PfWB nängern, PfWB natzeln1, PfWB nauscheln 2, PfWB näzern, PfWB neuntötern, PfWB nöteln, PfWB nötigen, PfWB nozen, PfWB quengeln, PfWB ranksen 4a, PfWB zusetzen. Du mich net so q.! [ KL-Matzb]. Der Bu hot nix wie gequeelt 'Der Junge hat in einem fort quälend gebeten' [ GH-Kand]. Er queelt em de Herzbennel eraus [ HB-Nd'bexb]. — 2. sich quälen. a. 'sich mit körperlicher Arbeit abmühen, sich abrackern' [verbr.]; Zs.: PfWB abquälen. Die Gail missen sich bergnuff q. [Krämer Gal 170]. VR.: Was brauche mer uns zu q., mer esse se (die Kartoffeln) mit de Scheele [ HB-Kirrbg]. — b. 'eindringlich, angestrengt lernen' [ PS-Hermbg]; Syn. s. PfWB ochsen. — c. 'sich sorgen, quälenden Gedanken nachhängen' [mancherorts]. Kee(n) Hoffnung meh(r)? Unn dann der Mann dhut der sich jo so quäle [Müller Luscht un Lewe 30]. — Südhess. IV 1128; RhWB Rhein. VI 1278/79; ElsWB Els. II 211.
| 1. trans. a. einen h. 'schinden, schikanieren', hunze (hundsə) [verbr.]. Zs.: PfWB ab-, PfWB herum-, PfWB herunterhunzen. Syn. s. PfWB quälen. Der hat die Leit gehunzt [KL-Weilb, verbr.]. Er hunzt den Bu, daß es e Schann es [ FR-Bockh]. Unser Unneroffizier horr uns gehunzt [ KU-Roßb]. Er hunzt sein Vieh [ KU-Adb]. — b. die Preise h. 'unterbieten' [ GH-Max'au]. — c. s. PfWB verhunzen. — 2. intrans. 'viel und schwer arbeiten'. De ganze Dag hat mer se h. [KL-Weltb Mehlb ZW-Käshf RO-Sippf NW-Ungst LA-Birkw]. — Abl. aus Hund, vgl. PfWB pferdsen. — Südhess. III 831; RhWB Rhein. III 973/74; LothWB Lothr. 253; ElsWB Els. I 359.
| 1. etwas v. 'verderben', ve(r)hunze [verbr.]. Syn. s. PfWB verpfuschen. Der Schneider hot de Anzug ganz vehunzt [ KB-Bennhs]. Du hoscht mer jetz die ganz Sach vehunzt [ LA-Venn]. Sei ganz Lewe is vehunzt [Zweibr]. a. 1699: Zwei Bürger von Kaislt erklären, die ortsansässigen Schneider hätten ihnen alle Kleider verhunzt, weshalb sie zu auswärtigen Schneidern gehen müßten [Küchler 520]. — 2. einen v. = PfWB verhauen 1, verhunse [ IB-Ensh]. — Das Simpl. hunzen zu PfWB Hund. — Südhess. II 514/15; RhWB Rhein. III 974; Saarbr. 106; LothWB Lothr. 144; ElsWB Els. I 359; Bad. II 67.
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