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 PfWB quälen (Bd. 5, Sp. 298)   ElsWB quäleⁿ (Bd. 2, Sp. 211a)   RhWB quälen (Bd. 6, Sp. 1278) 
   quälen schw.:
1.
a. 'jemandem Schmerz zufügen, jemanden peinigen, mißhandeln, drangsalieren', queele (gwēlə) [verbr. VPf mittl. WPf NPf vereinzelt übrige Pf, Christmann Kaulb 10 Höh 84 Mang 91 Müller Dietschw 39 Otterstetter 48 Schneckenburger 20], quäle (gwlə) [verbr. westl. WPf mancherorts übrige WPf SOPf, Bertram § 62 Lambert Penns 120], quäile (gwęilə) [ ZW-Ixh GH-Bellh], queile (gweilə) [Heeger Südostpf.]; Syn.: angeln1 5, päzen, peinigen, bemangeln, berzeln, beuteln 1, pferdsen, piesacken, bimsen 2, plagen, däumeln 2, dengeln 4, derren 2, teufeln 2, drangsalieren 1, triangeln, trischieren, triezen, dringelieren, trischaken, türangeln 1, türingelieren, türingen, veiolen 1c, verknacksen 2a, verpeinigen, verpferdsen 1, geißeln 2,

[Bd. 5, Sp. 299]
geistern 2, hunzen 1a, kujonieren, kuranzen 1, kuren, längern 1, leiern 2c, malträtieren, martern, mergeln 1a, mißhandeln, nägeln, naunzeln 2, neipseln, nesseln 2, nessern, schikanieren, schinden, schleifen; se Dot q. 'zu Tode quälen' [Land]; bis uf's Blut q. [ KU-Bedb, mancherorts]. Die dun en dauernd q. [ LA-Gommh]. —
b. 'jemanden durch ständiges Bitten (mit weinerlicher Stimme) oder hartnäckiges Fragen quälen', bes. von Kindern [verbr.]; Syn.: PfWB anhalten 5b, PfWB papern 2, PfWB barmessieren, PfWB betteln 2, PfWB bohren 2c, PfWB derren 1, PfWB teufeln 2b, PfWB dibbern 1d, PfWB drangsalieren 1, PfWB tribeln2, PfWB tribulieren 1, PfWB drießelieren, PfWB drießeln 1, PfWB drießen, PfWB foltern 1, PfWB gammern 2, PfWB jängern 1b, PfWB jängsen 1b, PfWB jankeln 2, PfWB jaunern1 2c, PfWB kärmsen 1bδ, PfWB jankeln 2b, PfWB jaunern1 2 c, PfWB kärmsen 1 b ek">δ<, PfWB keilen1 1 a, PfWB krangeln 2 b, PfWB lamentieren, PfWB manksen 2, PfWB mezern 1a, PfWB nagen 2b, PfWB nagern, PfWB nagewurmen, PfWB nängeln, PfWB nängern, PfWB natzeln1, PfWB nauscheln 2, PfWB näzern, PfWB neuntötern, PfWB nöteln, PfWB nötigen, PfWB nozen, PfWB quengeln, PfWB ranksen 4a, PfWB zusetzen. Du mich net so q.! [ KL-Matzb]. Der Bu hot nix wie gequeelt 'Der Junge hat in einem fort quälend gebeten' [ GH-Kand]. Er queelt em de Herzbennel eraus [ HB-Nd'bexb]. —
2. sich quälen.
a. 'sich mit körperlicher Arbeit abmühen, sich abrackern' [verbr.]; Zs.: PfWB abquälen. Die Gail missen sich bergnuff q. [Krämer Gal 170]. VR.: Was brauche mer uns zu q., mer esse se (die Kartoffeln) mit de Scheele [ HB-Kirrbg]. —
b. 'eindringlich, angestrengt lernen' [ PS-Hermbg]; Syn. s. PfWB ochsen. —
c. 'sich sorgen, quälenden Gedanken nachhängen' [mancherorts]. Kee(n) Hoffnung meh(r)? Unn dann der Mann dhut der sich jo so quäle [Müller Luscht un Lewe 30]. — Südhess. IV 1128; RhWB Rhein. VI 1278/79; ElsWB Els. II 211.

 

  PfWB  RhWB quäleⁿ [kwálə O.; kwêlə U.; Part. kəkwált Co., kəkwêlt Str. Betschd., kwêlt K. Z.] quälen. Zsgs. Subst. Quälgeist Seite 241.

 

  PfWB  ElsWB quälen -:-, –-, aber nie -ī:l- in den Geb., wo œ > ī: wird; das Zeitw. ist der MA. völlig geläufig Allg. [-ęl- Altk-Betzd, Gummb-Berghsn, Lennep-Ronsd] schw.: 1. einen qu. a. ein Tier qu., ihm Qual bereiten; auch der hät seng Frau arg gequält seelisches Leid verursacht Rip, Allg. Auch das Zännweh (udgl.) quält mech Saar, Allg. — b. einen mit Bitten bedrängen, hartnäckig auf Erfüllung eines Wunsches bestehen bleiben, bes. von Kindern; dat Blag quält mech (an mir) de ganze Dag Berg, Allg. Du quäls mek meah äs all min Geild (klen G.) NBerg, Rip, May-Trimbs. — c. sich qu. α. sich über ein Leid härmen, sich traurigen Gedanken hingeben; die quält sech vill üvver ihre Mann, der net dog (taugt), — do drüvver, dat ihr et Kend gestorven es Rip, Allg. RA.: Wer sich quält, de sich gellt (gelbt, ärgert) Köln-Stdt. — β. schwer arbeiten, sich durchringen; mer muss sich et ganz Johr iwer qu. un schennen Saar,

[Bd. 6, Sp. 1279]
Allg. RA.: Dor mott men sich qu. as en Rupp (Raupe) in de Göt (Gosse) Rees-Wesel. Quäl dich net, ver modden all werke för e Röckske on em Bröckske für Kleidung u. Speise MGladb-Viersen. — γ. sich anstrengen zum Übergeben Heinsb. — 2. etwas heren-, heronnerqu. hineinzwängen, bei Appetitlosigkeit Mettm, Verbr. nach dem Nhd.; einem etwas erausqu. abnötigen Altk-NFischb. — Abl.: die Quälerei, dat Gequäl(s), der Quäler.