O-wie-dumm n.: 'imaginäre Ware, die man von Einfältigen beim Apotheker holen läßt', ein beliebter Aprilscherz, Owiedumm [KU-Körbn Rutsw/G HB-Lu'thal ZW-Riedbg PS-Bundth Thielen 79]; vgl. Haumichblau. Hol emol far drei Penning O.! [ KU-Körbn]. | | PfWB PfWB ElsWB ElsWB LothWB LothWB wie das Wort, auf wio zurückgehend, ist allg. bis auf das Klevld, wo hwô zugrunde liegt (s. u.); [Bd. 9, Sp. 495]
wie vollbetont Rhfrk wī, wēi [in Wend vielfach wīj, –ē-]; Mosfrk wī:, we·i., selten -ē: [an der uMos von Koch an, May, Aden, Neuw, Sieg-Ägid bī:, bē:]; Siegld wī [Siegen Trupb wē]; sonst bis zum Klevld wī, wī:, wē: (Köln-Stdt); nebenbetont wi, we, wə; daneben steht, wie bei so əso, əwiī: (usf.) < allwie (s. d.); wie du wīdǫu, –də Rhfrk, Saar; sonst wī:sdǫu, wī:sdə, Rip auch wī:tsdə [wefə wie wir; wexət wie ihr Wuppert]; wiən, win, –e- wie ein Allg. [wiən Eusk-Dirmerzh]; im Klevld, auf and. hwô, ndl. hoe zurückgehend, hu() in Klev-Kessel, Mörs-Menzelen Sonsbeck; sonst wu n. Geld-Stdt Aldekerk Kevelaer, NMörs [wu Geld-Stdt Kevelaer; u Klev-Goch Hassum Pfalzf; ou Asperden]; rrhn. wi, aber wū: MülhRuhr; wu an der Lippe; bū um Rees-Overbeck; bu, bō, bo nö. Rees-Schermbeck Damm Drevenack Isselbr Flüren Mühlenr bis Praest; ū um Vrasselt Dornick: 1. Fragew., in direkter, indirekter, Frage, Ausrufen, wie nhd.; w.? (alleinstehend) was gefällig?; w., Männke (w. kümmste mech hüt für)? SNfrk, Allg.; w. kammer nore (so ebbes mache); w. wärsch donn, wommersch eso gemach hädde; w. gemahnschde mich donn? Saarbr, Allg.; w. kannste su jet dohn? Rip, Allg.; w. geht et (di)? O, so dürchwassen, emol so, e. so; o, w. sall et gohn! OBerg, Allg.; w. lang (u. so bei allen Adj.) es et? Noch ens su gruət w. de Hälft SNfrk, Allg.; u lat es et? wie spät Klevld; der Aprilsnarr wird geschickt, än Owiedumm ze kafen Saarbr, Saarl; der wet nich, wo un w. he (et) Geld krieən sall Gummb, Allg.; ek wet ni mehr, u hej hitt (heisst) Klevld (auch u as hej hitt). RA.: Dem der »w.« fragt: Dau hos de Buckel voll Flih! Bitb; Ochse sei kei Kih! Trier-Waldrach. Kaiser Karel hatt en Hond; ik geəf di dat Wort en de Mond; w. het deə H.? Wie Selfk, Klevld; Herodes hät ne Hongk ... Düss-Kaiserswerth; et koəm en Frau vom Tuər (Turm), die hatt ene H. wie en Muər; ech g. ... MGladb-Venn. W. kom de irschte Fluh üvver de Rhing (Rhein)? brung (braun) oder rut NBerg, Verbr. — Beliebte Zs.; w. vill (s. d.)? der w. villste? Allg. [wovöll gebildet nach so v. Barm; flektiert der w. villste Rip, Allg.]; dat ös noch lang nit, wat sall dat; dat is, w. dovür Mörs; w. Uhr es et? En Vərel üəwer Hemdschlippen Gummb (s. weiter bei Uhr); ich hon dert schunn wievielmol gesat Birkf, Allg.; w. mannig — viel Allg.; wienih häufiger als wannih (s. wann) Allg.; wie su u. w. dat dann? Rip, Allg.; enwiefern, enwiewitt? nach dem Nhd. Rip. — 2. vergleichend. a. (so)-wie (sehr selten dafür als); suə w. s. ohnehin SNfrk, Allg.; so groət (kluk udgl.) w. ener; su roət w. Blut; so ren w. en Og Gummb, Allg. (bei der Vorliebe zu Vergleichen gibt es eine Unzahl solcher RA.); de sett wie op glühjendige Koəhle Kemp, Allg.; dat Rad löppt (geht) wie noch nie Kemp, Allg.; w. - so; w. ene sek et Bett mackt, so schlöppt me NBerg, Allg.; w. gefress, eso geschafft Trier, Allg.; w. der Här, su et Gescherr Rip, Allg.; w. - w.; w. mer sich wennt (gewöhnt), w. mer sich hat Monsch; wiets de deəhs, wie et dich geəht Aach, Allg. — b. nach Komparativen durchweg neben als (as, äs) [nur w. od. als wie Saar, Mosfrk; als w. auch sonst, bes. [Bd. 9, Sp. 496]
wenn der Vergleichspartikel ein Satz folgt; ihter (eher), als wie mer denkt Rip, Allg. — c. all - wie mit Negation, in Sätzen, wie et es all Leiden ze helfen w. em Faulenzer net nur nicht; er stiehlt alles w. kä glihrig Eise Rhfrk, Mosfrk. — d. w. - w. je - desto; w. (u. je) hungriger de Flöh, w. se schärfer beisse Mosfrk, Allg.; hu mehr van dat Denge quom, hu liever hadden se dat Klev; wu alder, wu gecker Mörs, Allg. u. so in vielen Wend.; auch w. mih Menschen op de Welt kunn, su viel mih schlech Volk küt derbei Rip, Allg. Dat es Musik dör den Trechter; et geht wu langer wu schlechter wenn kleine Kinder schreien Klevld. — 3. Konjunktion. a. zur Einleitung von Objektsätzen; et es grad so gekuəme, wi'k et gedeit hot Kemp, Allg.; ech wess (et) net, w. (dat) dann gohn sall Rip, Allg. (udgl.); einräumend; w. kleng (klein) (dat) en ös, he woss doch all, dat en dat nit dorf; w. em et ek dreht, et kömmp doch ömmer op et selve rut Kemp, Allg. — b. zeitl. während, sogleich als (neben als, wo); hätsde nummen (nur) den Hals gebroch, wisde drei Dag alt worsch WMosfrk, Allg.; w. ech hēm kom, wor er do; w. mer vam Düvel schwätzt, küt e lans eine; w. ech en sohch, woss ech et alt Rip, Allg. (udgl.) [im Amt Siegld-Netphen tritt hierbei an wie ein n an, u. zwar nicht etwa nur bei Anlehnung eines vokalisch anlautenden unbetonten Wörtchens; unter dessen Einfluss ist wie oft zu winn verkürzt; winn e grad goh woll; winn de Kenner all do woarn]; sobald, häufig verstärkt suə w.; (suə) w. se bejənēn sind, häbbe se ok Strit Kemp, Allg. — c. w. wenn (u. als wenn, als of) Allg. — d. w. oar wann wie de Sachen stehen, ob man wolle oder nicht Siegld. — e. w. wahl obgleich Rip, SNfrk. |