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| PfWB ohr-feigen (Bd. 5, Sp. 247) | PfWB langen (Bd. 4, Sp. 766) | |||||||||||||||
| 1. intrans. a. 'ausreichen, genügen', lange (lḁŋə, laŋə) [verbr., Mang 81 Beam Penns 64 Buffington-Barba Penns 154 Don Gal Buch], longe (lǫŋə) [vereinzelt westl. WPf], Part. Perf. g(e)langt, gelongt; vgl. PfWB aus-, PfWB gelangen 1. 's langt (net) [verbr.]. 's Geld langt net [KU-Schmittw/O, verbr.]. 's langt nimmi for die Bohn 'Wir erreichen den Zug nicht mehr' [ebd.]. Also, mer hot's noch immer gelangt 'Ich hatte noch immer genug zum Leben' [ LA-Gommh]. Es langt for denne, sei Wund bringt 'm de Dod [ KL-Reichb]. RA.: Jetzt langt mer's awwer 'Meine Geduld ist am Ende' [WD-Niedkch, verbr.]. Du langscht mer 'Ich habe genug von dir' [ PS-Ruhbk, mancherorts]. Dem langt's for heit 'Er ist betrunken' [ ZW-Schmitshs GH-Steinw]. 's langt for heit, Grußformel beim Vorübergehen an arbeitenden Leuten [ PS-Heltbg, mancherorts]. Es langt hinne un vorne net [Krieger 30, verbr.]. 's langt nit zum Lewe un nit zum Sterwe [ BZ-Annw, mancherorts]. [Bd. 4, Sp. 767] 's will uf keene Rechde (Richtungen) l. [Spey NW-Haßl]. Wann der's net langt, steckscht der en Stecke dezu [ LU-Friesh]. Wann's net l. will, do macht mer's l. 'Wenn etwas nicht ausreicht, dann muß man es einteilen, dann muß man sparen' [ KU-Schmittw/O]. Dem langen aach emol drei Schippe voll, von einem landgierigen Menschen bei seiner Beerdigung [ NW-Kallstdt]. Wenn jemand einem die Zunge herausstreckt, so wird ihm zugerufen: Dei Zung langt aa for e paar Schuhsohle [ NW-Neidfs]. SprW.: Geld un Mescht wenn (wollen) niemols l. [ BZ-Dierb]. Wem net winnich (wenig) langt, denne macht a kä Räichtum satt [Walle (IB-Ommh)]. VR. s. PfWB Grete. — b. 'zeitlich länger werden', in der BR.: Wann die Daa aanfange se lange, kummt de Winder gegange [ NW-Frankeck, KU-Schmittw/O]. — c. '(mit augestrecktem Arm) nach etwas greifen' [verbr.]; vgl. PfWB an- 1, PfWB aus-, PfWB hinein-, PfWB hin- 1, PfWB ge- 2, PfWB zulangen; noch eppes l. [mancherorts]; an die Kapp l., zum Gruß [ KU-Bedb]. Ich kann die Äppel net l. 'nicht mit der Hand erreichen' [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er hot de Sau ans Loch gelangt 'Er hat eine Dummheit begangen' [ LA-Nd'hochstdt]. Er muß dief in de Sack l. 'Er hat viel zu zahlen' [ LU-Alsh, mancherorts]. Sei Arm langt net bis hee 'Sein Einfluß ist begrenzt' [RO-Sippf]. — d. vgl. PfWB anbe-, PfWB be-, PfWB verlangen. — 2. trans. a. 'etwas darreichen, zureichen, übergeben' [verbr. Klein Prov. 272]; vgl. PfWB an- 2, PfWB hand-, PfWB her-, PfWB herauf-, PfWB heraus-, PfWB herunter- 1, PfWB hin-, PfWB hinunterlangen 2; Stään l. bei Maurerarbeiten [ PS-Schmalbg]; die Hand l. 'die Hand zur Begrüßung darreichen' [ KU-Schmittw/O]. Lang mer dos emol! [ KB-Bubh]. Lang mer emol 's Brot! [ FR-Albsh]. Die Handlanger misse Zichele l. [ KL-Reichb]. Lang mer mol seller Hammer! [Beam 64]. a. 1521: Item 1 lb 2 β wagenen knecht vor 22 tage hauw zu langen [GgHospR (Spey)]. — b. 'jemanden ohrfeigen, verprügeln' [verbr.]; vgl. PfWB herunterlangen 2; ääm äni l. [FR-Merth, verbr.]; e poor l. [RO-Odh, verbr.]; e paar in's G'sicht l. [ KU-Wolfst]; hinner d' Ohre l. [ LA-Arzh, mancherorts]; in die Halskaut l. [ ZW-Mittb]. RA.: ään lange, die kää Dokter meh abholt [ IB-Ballw]. Er horrm (hat ihm) eni gelangt, die hot Veit g'hääße [ NW-Weish/S]. Ich lang der eeni, daß der d' Zäih (Zähne) in de Arsch fahren [ GH-Zeisk]. Ich lang der enni, daß der's iwwel ward [ BZ-Dierb]. — Südhess. IV 121/23; RhWB Rhein. V 108/09; LothWB Lothr. 328; ElsWB Els. I 596.
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