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[Bd. 5, Sp. 233] NW-Frankeck SP-Heiligst]; altmundartlich dafür PfWB aufmachen 1. Er hot sich die Pulsoder geeffnet (geöffnet) [Frankth]. Volksgl.: Nach dem Tod eines Menschen werden alle Fenster und Türen geöffnet, damit der Tod entweicht [ HB-Jägbg KL-Bann]. Südhess. IV 1072.
| 1. 'öffnen'; die Deer 'Tür', 's Maul, die Hand, de Schwären 'Geschwür', [Bd. 1, Sp. 385] de Zopp, Quetsche usw. ufmache [allg.]. RA.: Applbuff 'Apfelwein', mach die Hosse uf (da er abführend wirkt) [ PS-Erfw BZ-Dernb]. Die Mihl u., beim Mühlespiel [allg.]. Der macht e Bänkel uf 'beginnt ein Spielchen' [Land]. Hescht die Äge ofgemacht! 'Hättest du aufgepaßt' [ GH-Zeisk]. Wann de Alt die Aae zumacht, macht se de Jung uf, von einem ungeratenen Sohn, der erst nach dem Tode des Vaters zur Einsicht kommt [ FR-Kindh]. Der macht's Maul net uf, von einem, der leise spricht oder mundfaul ist oder nicht den Mut hat, seine Ansicht zu äußern [allg.]. Wann der's Maul ufmacht, krien die Ohre Besuch, von einem, der einen auffallend großen Mund hat [Kaislt]. Er is ufgemacht worr(e) 'operiert worden' [verbr.]. Ich han em de Kopp ufgemacht 'wund geschlagen' [ IB-Rohrb KL-Hütschhs]; Syn. s. PfWB verhauen. 's Laab werd ufgemach (auch ufgedaan) 'Die Forstbehörde erlaubt, daß in einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Waldabteilung Laub gesammelt werden darf' [ KU-Kaulb]. a. 1547: vnndt wann sie es 'etwas' vonn den Schwentzenn 'Astenden' in Jahrs frist nicht vfgemacht [ZweibrOABannb. 57 (HB-Nd'bexb)]. — 2. 'eröffnen, gründen'. Ja, mer hän en Jungfrauenbund jetz ufgemach [ LA-Gommh]. — 3. 'in die Höhe bringen, aufsetzen'; Hai u. 'auf Haufen setzen' [allg.]. a. Ende 16. Jh.: bisz dasz das heu ab- und ufgemacht werde [Grimm Weist. V 603 (NW-Erph)]. a. 1532: ... die bodemczeill soll der buttell vffmachenn inn allen seinen wiessen ... vnnd soll die heymschaffen [PfWeist. I 265 (KB-Dreis)]. — 4. 'aufspielen zum Tanz' [verbr. Klein Prov.]; enns u. [SOPf]. — 5. 'herrichten'; die Wisse u. 'putzen, von allerlei Verunreinigungen säubern' (im Frühjahr) [ KU-Rathsw]; de Wingert u. 'mit Stiefeln u. Balken versehen' [Bergz (PfId. 143)]. — 6. sich a. a. 'sich auf den Weg begeben' [allg.]. De Wind macht sich uf 'Es wird windig' [ GH-Kuhhdt Hatzbühl]. Davon auch: 's macht sich e Wedder uf [ GH-Schwegh]. — b. 'sich aufputzen, schön kleiden'. Die hot sich awwer ufgemach! [NW-Lambr, verbr.]. — RhWB Rhein. V 678/79; Saarbr. 215; LothWB Lothr. 517; ElsWB Els. I 643; Bad. I 84.
| [Bd. 5, Sp. 233] NW-Frankeck SP-Heiligst]; altmundartlich dafür PfWB aufmachen 1. Er hot sich die Pulsoder geeffnet (geöffnet) [Frankth]. Volksgl.: Nach dem Tod eines Menschen werden alle Fenster und Türen geöffnet, damit der Tod entweicht [ HB-Jägbg KL-Bann]. Südhess. IV 1072.
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