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[Bd. 5, Sp. 208] wann die Bääm blihn, so werscht du net viel O. erziehn [ LU-Alsh]. Es gebt ken O. wann's in die Bliet wedderleecht (wetterleuchtet) [Fogel Beliefs Penns Nr. 1087]. Wann viel Eis is zwische Grischdag un Neijohr, gebt's viel O. [ebd. Nr. 1155]. Wann die Beem blihe in de dunkle Nachte (bei Neumond) gebt's ken O. [ebd. Nr. 1085]. Volksmed.: Vun unzeirich O. kriet mer die Ruhr [ KL-Reichb]. a. 1530: wyßkrut, ruben, rettich, zwybel, morreln vnd der glychen muß vnd obs [GgHospR]. a. 1537: es syhen velden, haiwwachs, Obs vnd was daruff wechst vnd aller nützung [ZweibrUrkb. 114]. um 1580: Item wann ein Mann, Frau, Knecht, Mägt oder Kinder, betretten würde, der dem andern sein Obs bey tag oder nacht abbreche, schütte, oder schläge [Friedel 178 (KL-Hoheck)]. 16. Jh.: Ist des glöckners belohnung deß obs, so inn der gemeinen wegen wächßt [PfWeist. 669 (LA-Gleisw)]. a. 1745: Es soll auch keiner dem andern auff sein eigenguth im feldt obs weder lesen noch schüttlen [PfWeist. 716 (ZW-Gr'bundb)]. — F.: Die Verbreitung der Formen läßt keine klare räumliche Gliederung erkennen. Offensichtlich ist Obs, wie auch die historischen Belege zeigen, altmundartlich und direkt aus mhd. obez herleitbar. Jünger (jedoch nach Ausweis der auslandspfälzischen Belege nicht sehr jung) scheinen dagegen die dem nhd. Obst vergleichbaren Formen Obscht, Obst zu sein. — Südhess. IV 1050/51; RhWB Rhein. VI 325/26; LothWB Lothr. 390; ElsWB Els. I 10.
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