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| PfWB Ober-teil (Bd. 5, Sp. 203) | PfWB Teil (Bd. 2, Sp. 197) | |||||||||||||||
| 1. Teil im Gegensatz zum Ganzen. a. ein Teil, nicht alles, e Dääl, Deel, Daal, Däil, s. F. [allg.]. α. gegenst. Ich hab e Dääl (von der Schuld) bezahlt [ PS-Erfw, allg.]. Er krieht e D. geschenkt [ KU-Bedb, allg.]. E Däil Spinat krieht käin Soome (die männlichen Spinatpflanzen) [ KU-Schmittw/O]. Mer muß de Katz e Deel gewwe, s. das ganze Zitat bei Abnehmen 1. a. 1343: so will ich Got eren ein deil bit (mit) dem gude, daz er mir hie of erden hat verluhen [Ottbg-Urkb. 423]. a. 1514: von der alten schuwern (Scheuer) eyn sytt zu decken vnd den gebbel (Giebel) eynß deylß zu bewerffen [GgHospR 28]. — Insbes. [Bd. 2, Sp. 198] αα. 'durch Wege begrenzte Abteilung'; e Dääl, Pl. Dääler [verbr. bes. südl. WPf u. südl. VPf]; e Daal, Pl. Daale [ KB-Weitw FR-Bobh]. Jedes Dääl (des Gartens) werd in Ländelcher 'Beete' gedäält [ PS-Erfw]. - - ββ. 's dick Daal vum Baan 'der Oberschenkel' [ FR-Bockh]; 's dicke Deel [ KU-Herschw/Petth]; der dicke Theil [Pauli 141]. Er hat e Schwärn (Geschwür) am dicke Deel [ KL-Ottbg]. 's dick Däil vom Ei 'das stumpfe Ende des Eies' [ KU-Schmittw/O]. Zs. Dick-, PfWB Körperteil. - - γγ. Geräte- und Kleiderteil in den Zs. Ab-, Brust-, Hosen-, Hosenlatz-, Kopf-, Schulter-, PfWB Vorderteil. — β. übertr. αα. RA. Er hot's am dicke Dääl, iron. von einem Gewinn oder Vorteil mit zweifelhaftem Wert [Hebel 27, Schandein Sprachsch. 14 Kaislt Rockhs Pirmas BZ-Dernb]. 's dick Dääl 'der Nachteil, Schaden' isch aach do hinnenooch kumme [Kunnrädel 110]. Er hat's am letze Teel 'Er hat es verkehrt angefangen' [ HB-Einöd]. - - ββ. in einem T. 'in einer Beziehung, Hinsicht'. In aam Daal war mer's jo ganz recht [ KU-Kaulb]. - - γγ. Zs. Gegen-, Gottes-, Nach-, PfWB Vorteil. — b. α. zwää, drei, vier usw. Däler mache [ BZ-Albw, allg.]. — β. e halwer Deel [ Gal-Dornf]; de verdelse Dääl 'ein Viertel' [KL-Kindsb, verbr.]; vgl. PfWB Achtel, PfWB Drittel, PfWB Viertel, Fünftel, PfWB Zehntel. a. 1550: hen wir empfangen zum halben thel Eynungen (Strafgelder) [Wenz 289]. — c. α. 'einige, manche'. Es ware deel Leit dart [Buffington Penns Var. 233/23]; e klaaner Daal [ RO-Schweisw. allg,]. En Deel hat die Hose an 'Manche Frauen führen das Regiment im Haus' [ ZW-Gr'bundb]. Deel dreiwe's mit de Religion, un wolle so die Leit verstifte [Birmelin Penns Gezw. 31]. SprW.: Deel Leit hän meh Glick wie Verstand [Penns]; vgl. PfWB teilmals. — β. 'eine große Menge'. Ich hab e Deel Fisch gefange [verbr. Penns]. — 2. = PfWB Anteil. a. = PfWB Erbteil; mein Dääl vun de Modder her [ ZW-L'wied]. RA.: Do werd mein Däälche brääderche (breiter), s. den vollen Wortlaut bei breit 1. SprW.: Viel Brierer (Brüder) mache schmale Dääl [Schandein Sprachsch.]. Zs. Kinds-, Mutters-, Schwert-, Spindel-, PfWB Vatersteil. — b. 'Anteil an etwas, bes. am gemeinsamen Eigentum'. α. gegenst. Der Dääl is mein, un das (!) Dääl is dein [KL-Gimsb. u. Umg.]. Ich hun mei Deel getrunk [ Gal-Dornf]. Un han am Wald ich aa kää Dääl, so is mer dran mein Frääd net fääl (feil) [Schandein Ged. 17]. a. 1291: daz recht, daz ich vnde mine erben an sime deile des vorgenant zehenden hatten [OttbgUrkb. 193]. a. 1472: Item 18 gulten han ich empfangen von Hans schruckmann bürger zu wissenburg für die herbstwolle zu meyner gnedigen herrn deyle [SSp., Guttenberger Landschreibereirechn.]. a. 1477: Item 8 od. 9 silber heller gefallent jares mym herrn zu syne deylle zinsen zu Rewiller [SSp., Lichtenberger Rentenb.]. a. [Bd. 2, Sp. 199] 1612: Den Theilwein vnd Zinßwein Inzusamlen, Jedem des Tags 7 alb. ... ohne H. Br., hat nur 1 Tag vfm Teil gangen ... daß sie daß Theil zu Heimbach ingesamblet, von Leuten, die den Auftrag haben, von den mehreren Besitzern gemeinsam gehörenden Weingärten die anfallenden Abgaben einzusammeln [DisibSchR Bl. 110/11]; vgl. PfWB Teilmann, PfWB -wein. — β. übertr. αα. sei Dääl (Daal) krie 'Schläge bekommen' [verbr.]. Waart nore, du kriescht dei Deel! [ Gal-Dornf]. Er hot'm sei Daal gebb [ Gal-Michalowka]. Die hot ehr Dääl 'ist kaputt' [ BZ-Dernb]. - - ββ. Der hot schun sei Dääl g'schafft 'ist abgearbeitet' [ GH-Schwegh]. - - γγ. Ich denk mer mein Daal, und spreche es wegen etwaiger unangenehmer Folgen nicht laut aus [KU-Kaulb, verbr.]. Ich halle 's Maul un denke mer mein Dääl, dass. [KL-Katzw, verbr.]. RA.: Er denkt sein Dääl wie sell Hinkel [Hebel 37]. Was ich als e rechter Mann for mei Deel gut zu mache han, das werd bußfertig ausgefihrt [Münch Weltgesch. 105]. — γ. 'Anteil haben, nehmen' s. PfWB teilhaben, -nehmen. — F.: dl mittl. u. südl. WPf VPf (ohne Nordspitze); dēl einzelne Orte der westl. WPf Penns Don-Werb Schowe Torscha verbr. Gal; dāl/dl NPf (ohne Nordspitze) nördl. VPf LU-Altr Friesh verbr. Gal Rußl-Newagebiet; dęil KU-Schmittw/O; dil (neben dl) Rußl-Neusaratowka. — Gen. meist n., seltener m. — Der Wandel von mhd. ei > e ist schon 1550 belegt (s. o. 1 b β). — Südhess. I 1458 ff.; RhWB Rhein. VIII 1123 ff.; Saarbr. 209; LothWB Lothr. 83; ElsWB Els. II 675; Bad. I 452/53.
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