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 PfWB naneln (Bd. 5, Sp. 64)   PfWB schaukeln (Bd. 5, Sp. 897)   PfWB wiegen1 (Bd. 6, Sp. 1323) 
   naneln schw.: 'wiegen', naanle [ BZ-O'ottb], nanele [ PS-Rumb].

 

   schaukeln schw.:
1.
a. 'auf der Schaukel hin- und herschwingen', schauk(e)le [verbr. wie PfWB Schaukel, Otterstetter 189 Bertram § 302], schaunkle [ BZ-Nd'horb GH-Zeisk], 'auf dem Stuhl sch.' [Bertram § 302]; zur Verbr. s. K. 327; Zs.: PfWB anschaukeln; Syn.: bampeln, dalen, transcheln 1, tränschen, tratschen2, trätschen, traunscheln, treit-

[Bd. 5, Sp. 898]
scheln, tronschen, troschen, trunscheln, trunschen, trutschen, fahren 2 d, gappeln, gappen 1, gapschen, gaukeln 2 a, gautscheln 1, gautschen 1, gippengappen, glankern, glunkern, glunsche(l)n, gronscheln, gutschen, hießen, hossen 1, junscheln, racken, ranscheln, ränscheln, ranschen, ränschen, reiten 1 c, reitscheln, reitschen, runsche(l)n, rutscheln 1, schlenkern, schockeln 3, schwappen, schwaumen, wippen. —
b. 'die Wiege hin- und herbewegen' [ KU-Theisbgstg HB-Medh KL-Mehling Neustdt SP-Mechth LA-Edh Göckling Queichh Roschb GH-Knitth Scheibhdt]; vgl. PfWB schockeln 1, PfWB wageln, PfWB wagen, PfWB wiegen. RA.: Mer werre des Kind schun schaukele 'Wir werden die Angelegenheit meistern' [Krieger 41, mancherorts]. —
c. 'kegeln' [ KU-Adb]; vgl. PfWB Eierschaukeln. —
d. 'unsicher stehen, schwanken, taumeln' [ LU-Limbghf]. RA.: Er schaukelt nur noch (nur noch so do anne) (wenn jemand schwerkrank oder nach einer Krankheit sehr geschwächt ist) [ KU-Brück Herschw/Petth KB-Kriegsf LU-Opp]. —
2. s. die Zs. PfWB dahinschaukeln. — Südhess. V 213/ 14; RhWB Rhein. VII 975.

 

   wiegen1 st.:
1.
a. 'mit einer Waage das Gewicht messen', wie(e) (wīə) [mancherorts MPf, Bernhard 188 Henn Mda.-Int. 101 PfId. 151 Schandein Ged. 252 Krämer Gal 242], wieje (wījə) [mancherorts westl. WPf, Hussong Kirkel 172 Müller Dietschw 72 Wilms Alph. 56 Lambert Penns 178], wieche (wīχə) [mancherorts südl. VPf Kamm 69 Karch Jockgr/Nd'horb 114 Schmitt Billh. 108], weije (wejə) [Vogelgesang Bliesmg 175 PfId. 150]; Part. Perf. gewoo (gəwō) [WPf Bernhard 188 Hussong Kirkel 172 Mang 151 PfId. 151 Krämer Gal 242], gewoche (gəwōxə) [VPf], gewogge (gəwogə) [ NW-Haßl], gewoje [Lambert Penns 178]; Zs.: ab-, auf-, aus-, ein-, PfWB ver-, vor-, heraus-, PfWB nachwiegen; gut w. (gewoche) 'etwas mehr als das angegebene oder geforderte Gewicht' [mancherorts], schlecht (knapp) w. (gewoche) 'etwas weniger als das angegebene oder geforderte

[Bd. 6, Sp. 1324]

Gewicht' [mancherorts]. Es wiet 'Last und Kraft sind gleich schwer, die Waage ist im Gleichgewicht' [mancherorts], Zusatz: ... oder es zieht 'ist noch nicht im Gleichgewicht' [Rockhs]. Der wiet so spitz 'pedantisch genau, knapp w.' [ KL-Reichb, KU-Bedb]. RA.: mit der Goldwooch w. 'pingelig sein' [ KB-Kerzh]; uff der große Wooch gewoo 'großzügig' [ KB-Kerzh]. Der wiet immer de Daume mett 'Er betrügt beim Wiegen' [ KL-Reichb]. Wann de des net glaabscht, wie's noo! [ KL-Reichb]. Wieg gut, du kummscht aach en de Himmel [ LA-Nd'hochstdt]. Bei dem muß mer jedis Wertel w. [ PS-Erfw]. SprW.: Gut gewoche esch ball (rasch) verkaaft [LA-Nd'hochstdt, KL-Reichb Bergz (Kamm 88)]. Gewoche un gemesse isch gleich gesse [ PS-Erfw, KU-Schmittw/O]. Volksgl.: En nei gebore Kind derf mer net w., schunscht wachst's net [Fogel Beliefs Penns Nr. 142, 143]. a. 1549: daß die mller uff der bech sollen die frucht, so inen zu mallen geben wurd, zvorderst in daß wighauß tun und wygen lassen, und nach dem es gemalen, wider inß wighauß tun und wigen lassen [MHVPf. 83/1985 (LA-Maik)]. —
b. 'den Zuckergehalt des Mostes bestimmen', de Moscht w. [vereinzelt]. —
2. 'ein bestimmtes Gewicht haben' [mancherorts]. Die Sau wiet zwee un e halwer Zentner [ KB-Kriegsf]. Mei Stänstaablung wieht achtzisch Pund [Kraus Arwed 52]. Er hot sich Stäin in de Sack gesteckt, daß er mihner wiet, von einem kleinen Jungen [ KU-Schmittw/O]. RA.: schwer w. 'einen tiefen Eindruck hinterlassen, von großer Bedeutung sein' [vereinzelt]. Was wiegt des Wart (Wort) so schwer! [Birmelin Penns Gezw. 150]. 99 Pund w. wie e Schneider (Apetheker) 'leicht sein' [ NW-Hardbg]. Volksgl.: Es Vieh soll mer in der Woog (Sternzeichen Waage) schlachde, no wiegt's schwer [Fogel Beliefs Penns Nr. 1272]. Die Grumbiere planzt mer in der Wook oder em Leeb, no w. sie schwer [Fogel Beliefs Penns Nr. 1019]. — RhWB Rhein. IX 501/02; LothWB Lothr. 535 weien; ElsWB Els. II 804 wigen.