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 PfWB Näherin (Bd. 5, Sp. 54)   RhWB Nähersche (Bd. 6, Sp. 63) 
   Näherin, Nähersin, Nähter(s)inf.: 'Näherin', Neherin, Näherin [vereinzelt MPf], Nehern, Nähern [vereinzelt WPf VPf, PfId. 99 Otterstetter 128], Neherern [ GH-Steinw], Nehchern, Nähchern [verbr. südl. Teil der südl. VPf], Näh-. schern [ GH-Hagb], Nähderin [ Don-Schowe Torscha], Nehdern, selten Nähdern [verbr. MPf östl. NPf nördl. u. mittl. VPf vereinzelt übrige Pf, PfId. 99, 100 Mang 119 Schneckenburger 36 Krämer Gal 154], (nēdərn u. nēχdərn) [Heeger Südostpf. 24], Nehrern, selten Nährern [verbr. südl. VPf O-PS vereinzelt übrige Pf, Bertram § 179], Nehlern [ LU-Altr], Nehren, Nähren [vereinzelt mittl. u. südl. VPf O-PS], Nehersch, Nähersch [verbr. NWPf], Näherersch [ IB-Rohrb], Näherisch [ PS-Windsbg], Nehdersch, Nähdersch [mancherorts westl. WPf, GH-Kand PfId. 99], Nährersch, Nehrersch [verbr. SWPf westl. WPf, Müller Dietschw 52], Nehlersch [ KU-Bedb Mühlb], Nählersch [ KU-Patb Erdb HB-Böckw Seyw Walsh IB-Ensh], Nehresch [ KU-Rutsw/G HB-Webh], Nähresch [ KU-Haschb/G IB-Ommh Bliesmg/Bolch ZW-Wintb PS-H'eischw], Nährisch [ KU-Selchb], Nähnersch [ IB-Bebh], Nährers [ PS-Gersb H'einöd Trulb Vinn], Nehres [ PS-Hermbg], Nähres [ PS-Schweix], Nehersche, seltener Nähersche [verbr. westl. NPf, PfId. 100], Nehrsche [ KU-Nußb Roth RO-Feilbg O'hs Sitt], Nährsche [ RO-Duchr], Nehdersche [KU-Reipkch RO-Wintbn Kirchhbol PfId. 100], Neherschen, Näherschen [mancherorts NPf], Nähderse [ KU-Quirnb], Nehdersen [ KB-Morschh], Nehrersen [ PS-Geisbg]; zur Verbr. in der Pf s. K. 298. Ich loß bei de Nehrern schaffe [ PS-Erfw]. Die Nehersche hot feine Hänn [ KU-Schmittw/O], e leichde Hand [ KU-Brück]. Wenn das Kleid zu weit ist, sagt man: Die Nährersch hot g'määnt, ich wär e Elefant [ ZW-Battw]. Manche Näherinnen arbeiten im Hause der Kunden [(1930) HB-Bexb]. RA.: wie e N. esse 'sehr wenig essen' [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wenn ein Mädel

[Bd. 5, Sp. 55]

[Bd. 5, Sp. 57]
geboren wird, vernähe sie sie (die Nabelschnur) ärig, no wärd 's Kind en gudi Nehern [Fogel Beliefs Penns Nr. 1846]; vgl. PfWB Holzhacker, PfWB Nabelschnur. Me Kind sein Nawwelschnur hebt mer uf un gebt sie em Medel, wann sie mol greßer is: Wann sie's verneht, gebt 's Medel en Nehern [ebd. Nr. 1845]. Berufsneckerei: Was hämmer fär e Nehern in unsre alde Stadt? Die N. esch e guri Frää, sie mächt de Mädle d' Reck se klään, Was hämmer ... [ LA-Hainf]. a. 1348: Jutda gen. Nederin [NUrkKG Nr. 35]. a. 1579: Außgab Schneider vnd Näderin auch vor Netz [HornbSchR]. — Das Suffix -sch (), -sche (ə) zu lat. -issa [Christmann in: ZfMf. 1966 273 ff.]. — Südhess. IV 907, 909, 910; RhWB Rhein. VI 63; LothWB Lothr. 376; ElsWB Els. I 765.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Nähersche diese Bildung ist allg. bis einschl. SGeld, Mörs, Ruhr (n. davon Nähster), u. zwar nə(r), -·ə.-, ī·ə.-, n:nə, –ī·(ə.)n-, nęiə(r) (s. nähen) [-ə Eup, Aach, NBergh, SNfrk, Berg; nę·r.ə Kref-Anr; -ę- u. -a- Kemp-Süchteln]; Wend-Dörrenb, an der Saar, an der Mos bis Zell-Trarb, in Trier, Wittl, Bitb, Prüm ndə(r), –:-, –ē:-, –ī:-, im mosfrk. Teil auch -dĭ, –dĭχ; Bitb-Rittersd nī·ĭ. u. nigdĭ; Prüm-Wallersh nigĭ; die Formen mit -d- auch in einem kleinen Geb. in der Gegend der uAhr: n:də Neuw-Rheinbrohl, uAhr, Rheinb-Gr-Büllesh Meckenh; -ī:d- Eusk-Zülp; Sieg-Leuschd n:təə u. n:ə; Pl. -ə(n) [-ər Simm-Laub; -əs Kemp-Süchteln] f.: 1. berufsmässig tätige Näherin; Kleider-, Hembder-, Hauben-, Flickn. Allg.; Knuddeleniərsche Pfuscherin im Nähen Eup; Niərschebärber m. eine, die ohne gelernt zu haben, näht Kemp-Amern SAnton. RA.: Fanger (Finger) wie en N. schmale F. Bitb-NWeis. Lange Foadem, faul N. Bitb, Verbr. De N. es noch net betallt (bezahlt) gesagt, wenn noch Heftfäden im neuen Kleide sind Kref-Fischeln. Enne Schnider, en N. on en Get (Geiss) sind de armste Deres (Tiere), wat ech wet (weiss) Erk-Bellinghv. En N. för sich Wif es en Schennersche (Schinderin) för sinne Lif sie arbeitet sich ab Erk-Tenholt. We gestrofft wellt sin an sin ege Lif, de nemmt sech ene Pastuərsch Koək of en N. tot si Wif Kemp, Geld, Mörs, Wippf-Bechen. Sint Gürdrück (Gertrud, 17. III.) blöst Schnider on N.ən de Lomp ut sie müssen von da an ohne Lampe nähen Kemp. — Scherzfr. Wer es am sauerste (saubersten), en N. oder de Meiere (Maurer)? Der M. wäscht seine Hände, ehe er an den Tisch geht, die N., wenn sie von dem T. geht Bernk-Wederath. — 2. eine tüchtige Näherin, von der Hausfrau gesagt; meng Frau ös en düchtige N. Rip, Allg.