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| PfWB Nacht (Bd. 5, Sp. 24) | PfWB Licht-meß (Bd. 4, Sp. 972) | PfWB Schatten (Bd. 5, Sp. 889) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. wie schd., Nacht (naxd) [verbr. nördl. VPf u. nördl. Teil der mittl. VPf mancherorts übrige VPf vereinzelt WPf NPf Schneckenburger 44 Otterstetter 40 Bertram § 20, 31 Lambert Penns 108], Naacht (nāxd, nxd) [verbr. WPf NPf vereinzelt nördl. VPf nördl. Teil der mittl. VPf mancherorts übrige VPf Christmann Kaulb 5, 74, 79 Mang 82, 147 Müller Dietschw 52 Höh 48 Heeger Südostpf. 14 mancherorts Don Krämer Gal 154 Buch-Illisch]; Pl.: zu Sg. Nacht: Nachde [ LA-Wollmh NW-Freinsh], Nächde [ LU-Opp], Nächt [LU-Limbghf SP-Heiligst NW-Haßl LA-Mörzh Land], (nęd) [Schneckenburger 21, 33], Nachde u. Nächt [ LU-Oggh NW-Kallstdt], Naachde [ KU-Herschw/Petth KB-Mauchh]; zu Sg. Naacht: Naachde [ KU-Bedb WD-Niedkch ZW-Battw RO-Odh PS-Erfw BZ-Dernb], Näächde [ KU-Brück RO-Dielkch], Näächt [ LA-Nd'hochstdt], Naachde (Alte), Näächt (Junge) [KL-Lind (Höh 105)], Nachde u. Nächt [ KL-Reichb], Nächde u. Nächt [ PS-Geisbg], Nächt [ NW-Frankeck LA-Gommh]; vgl. PfWB nachts; Zs.: PfWB Andreas-, PfWB Braut-, Erstemai-, PfWB Fast-, PfWB Gewitter-, PfWB Halb-, Herrenfast-, PfWB Hexen-, PfWB Hochzeits-, PfWB Johannis-, PfWB Krist-, PfWB Mai-, PfWB Mitter-, PfWB Mond-, PfWB Montag-, Mutter-, PfWB Neujahrs-, PfWB Regen-, PfWB Sau-, PfWB Silvester-, PfWB Sonntags-, PfWB Sperr-, Weih-, PfWB Weihnachts-, PfWB Walpurgisnacht; Syn.: PfWB Heint 1; vor N., seltener vor de N. 'vor Einbruch der Dunkelheit' [verbr.]; hei(n)t N., geschdern N. [verbr.]; ebb's (bevor es) N. werd [ BZ-Hermbghf]; se N. koche, se N. esse 'das Abendmahl bereiten, zu Abend essen' [verbr.]; iwwer N. bleiwe [verbr.]. 's werd N. [verbr., Lambert Penns 87]. Die N. kummt, dass. [verbr.]; 's geht de N. zu, dass. [ KU-Schmittw/O]. 's is zwische Dag un N. 'in der Dämmerung' [ RO-Bistschd KL-Reichb], an de N., dass. [ KL-Reichb]. Schier wär' es (wäre uns) d' N. noch uf de Buckel kumme [ GH-Kand]. Er is in die N. (enin, nin, nein) gerore (kumme) [verbr.], in die stockdunkle N. kumme [ PS-Münchw]; 's isch midde in de N. 'Mitternacht' [GH-Kand, verbr., Buffington Penns Var. 248/ 57]. Wie hälwe Nacht erbei komm es, hann die Annere gesaht: Hannarem, geschte met hem? [WPf (PfId. 178)]. Er sitzt Dag un N. im Wertshaus [ BZ-Dernb]. Nix eklicher wie Hihneraue, die losse em Daa un Nacht ke Ruh [ KL-Reichb]. Vergleiche u. RA.: Er (Sie, Das) is so schwarz wie die N., von dunkler Hautfarbe, schwarzem Haar [verbr.], 'Er gehört der Zentrumspartei an' [(1930) LU-Opp]. Er is so dumm (so häßlich, wiescht, falsch, schlecht) wie die N. [verbr.]. Ich [Bd. 5, Sp. 25] mecht em nit bei N. begechne [Bergz (Kamm 95)]. Heit bringe mer die N. mit hääm 'Wir kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit' [Kaislt]. Midde in de N. is er do; und: Dem is kän Stunn in de N. se viel, von einem Arzt, der immer sofort kommt [ NW-Frankeck]. Der macht die N. durch (die N. zum Dag) (arbeitet oder zecht die ganze N.) [LU-Opp, verbr.]. Der schloft bei Dag so lang wie bei N., scherzh. von einem Faulenzer [ BZ-Annw]. Do is en Unnerschied wie Dag un N. 'ein sehr großer Unterschied' [KU-Kaulb, verbr.]. Er macht kän Unnerschied zwische Dag un N. 'Er ist unfähig, Grundverschiedenes zu erkennen' [ LU-Opp]. Der hot 's Brot net iwwer N. dehääm (im Haus) 'lebt in großer Armut' [Kaislt, verbr., auch Don Gal Buch]. Bis der sich vorne bickt (rumdreht), is hinne Nacht [Hebel 20, verbr. Don Gal Buch]. Das is e Gegend, wo die Fichs und die Hase enanner Gunaacht saan, von einer abgelegenen Landschaft [RO-Dielkch, in Var. verbr.]. Er is bei N. un Newwel 'heimlich' fort (devungelaaf, iwwer die Grenz) [KB-Kriegsf, verbr.]. Sei G'schäft is iwwer N. 'plötzlich, unerwartet' zammegebroche [ LU-Neuhf]. Ein Schicksalsschlag kann eem iwwer N. im Gaarde wachse [ HB-Kirrbg]. Du sollscht noch emol e N. driwwer schlofe 'die Sache gründlich überdenken' [ KU-Lauteck]; vgl. SprW. Grußformeln: Gude N., Gut-, Ge-, G'na(a)cht! [verbr., Mang 221 Höh 108 Heeger Südostpf. 20], N'na(a)cht! [ PS-Geisbg KB-Stett], Gotnaacht! [ IB-Habkch PS-Lu'wink Schweix], Gonaacht! [ IB-Ballw], Gounaacht! [ IB-Rohrb], Gudi Nacht! [ FR-Ebertsh], G'nächt! [ KU-Eßw], Gunaach! [RO-Sippf], Nacht! [ KU-Hefw]; mit Zusatz: Allo (Alla), Gunacht! [ SP-Heiligst, mancherorts], G'nacht beisamme (beinanner) [ KL-Fischb, vereinzelt], Gutnaacht, angenehmi Ruh! [ LA-Gommh]. Drohung: Gunaacht, deer! 'Du wirst schon deine Schläge bekommen!' [ KU-Schmittw/O]. Schun se N. geß? [ KL-Nanzdzw, mancherorts]. SprW.: In de N. (Bei N., Bei de N.) sin alle Kih schwarz [LU-Opp, verbr., auch Don Gal Buch], alle Ochse schwarz [ Gal-Bagbg], alle Katze schwarz [ KU-Trahw KL-Reichb], alle Katze groo [KU-Kaulb Bergz (Kamm 94) Krieger 17]. Glick un Unglick komme iwwer N. [Krieger 43]. Mer soll iwwer alles e N. schlofe [ LU-Opp]. D' N. hot Ohre un Maul [ GH-Zeisk]. BR. s. PfWB Lichtmeß. WR.: Wann de Beddelmann (personifizierend für 'anderes Wetter') middags kummt, bleibt er gern iwwer N. Wann er morgens kummt, geht er widder fort [ PS-Ruppw]. Weitere WR. s. PfWB gefrieren, PfWB Lenz1 1. Volksgl.: En Katz, as mer net bei der N. holt, laaft em färt [Fogel Beliefs Penns Nr. 674]. Vgl. auch PfWB Heu 1a, PfWB Zwiebel. Volksmed.: Gegen Warzen: In der Heiligen Nacht zwischen Mitternacht und ein Uhr geht man auf den Friedhof, streut Sand auf die Warzen und spricht: [Bd. 5, Sp. 26] Warz, nemm ab wie de Dod im Grabb, Gott Vadder, Gott Sohn, Gott heiliger Geist (dreimal) [ GH-Hatzbühl]. Rätsel: Es brennt Dag un N. un verbrennt net (die Zwiebel) [LA-Edk u. Umg., Germh (Wilde 33)]. Einen VR. s. PfWB Polizei 1. — 2. a. die lang N. 'die Nacht vom 21. zum 22. Dezember, Winteranfang' [ PS-Bruchw Haust BZ-Dernb Pleisw V'weidth]; Syn.: PfWB Thomas-, PfWB Langnacht; die lang N. feiere 'in der langen Nacht das Spinnstubenfest (ein Fest der jungen, ledigen Leute) feiern' [ebd., Kreuter Haust 118]. Die Mädchen haben die ganze Nacht gesponnen. Die Kunkeln wurden mit bunten Bändern geschmückt. Um Mitternacht wurde festlich gegessen [PfL 2. 12. 1933, PfMus. 1889 67]. — b. Pl. 'die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigstag'; vgl. Rauh-, PfWB Zwölfnächte; die zwelf Näächt(e), Naachde, u. a., s. 1a Pl. [ NW-Leistdt SP-Heiligst]; die lange N. [ KU-Bedb BZ-Kapswey]; die zwelf lange N. [ LU-Limbghf]; die heilige N. [ RO-Lohnsf FR-Merth LA-Maik Queichh]; die zwelf heilige N. [KU-O'staufb KL-Alsbn BZ-Klingmst]; die heiliche zwelf N. [ KB-Gauh]. — c. die letscht N. im alde Johr 'die Silvesternacht' [ KU-Bedb]. — Südhess. IV 880 ff.; RhWB Rhein. VI 16 ff.; LothWB Lothr. 377; ElsWB Els. I 754/55.
| [Bd. 4, Sp. 973] nach der liehtmesse [StArch. Darmstadt, Hanau-Lichtenberg Nr. 391 (Brief d. Brüder v. Lichtenb. f. Walram v. Zweibr.)]. a. 1364: an unser frauwen abent, den man spricht zu latin purificatio und in dutsche lychtmesse oder kyrzdage [HornbReg. 287]. a. 1585: 14 schilling 4 θ ist zu liechtmeß vffgangen hatt man liechter gemacht [SSp Kirchenrechnungen Nr. 63, Bl. 122 (BZ-Wernbg)]. Südhess. IV 328/29; RhWB Rhein. V 434/ 40; ElsWB Els. I 718.
| 1. wie schd., Schadde (adə, -ḁ-) [verbr., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 83 Müller Dietschw 59 Schneckenburger 16, 45], (ǫdə) [ PS-Busbg], Scharre [ KU-Obw/T], Schädde (ędə) [PS-Erfw Hintwdth LA-Queichh Venn BZ-Gossw GH-Bellh (PfId. 121) Heeger Südostpf. 8 Rußl-Speyer], Schadde u. Schädde [ KU-Brück], Schedde [Don-Lenauheim], Schede [Don-Schowe Lenauheim], Schäre [ GH-Leimh], Schälem [ LU-Altr], Schät (d) [IB-Bliesmg/Bolch PfId. 120], Schäit [ WD-Niedkch]; Zs.: PfWB Mond-, PfWB Wolkenschatten; Schadde mache [KU-Schmittw/O, verbr.]; in de Sch. gehe [Krämer Gal 182]. Em Sch. kammer's aushalle [ KB-Kriegsf]. Is des e Hitz, do schwitze jo die Faulenzer im Sch. [Krieger 61]. RA.: Der stellt mich in de Sch. 'ist mir an Können überlegen' [ GH-Schwegh]. Dei Sch. stinkt! 'Geh mir aus dem Weg!' [ ZW-Ixh LU-Neuhf]. Er ferscht (fürchtet) sich vor seim äägne Sch. 'ist sehr ängstlich' [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Penns], fällt iwwer sei äägne Sch. 'Er torkelt' [ NW-Hardbg]. Er is bloß noch en Sch. 'Er ist stark abgemagert, krank' [LU-Böhl, verbr.], is wie de [Bd. 5, Sp. 890] Sch. an de Wand, dass. [ RO-Als KB-Albish], schmeißt (werft) en schmale Sch., dass., auch: 'ist schlank' [ LU-Alsh/Gr ZW-Ernstw LA-Ranschb]. Er werft kän Sch. mehr 'ist tot(?)' [ RO-Obd]. Ich glaab, du hascht e Sch. 'bist geistig nicht normal' [PS-Rodalb (Bernhard 147)]. Ich han Sch. im Geldbeil 'Das Geld ist mir ausgegangen' [ KU-Schellw PS-H'einöd]. 's is Schädde bei mer, dass. [ BZ-Schweig]. Er kriet Sch. in de Ma'e 'bekommt Hunger' [NPf (Thielen So rerre mer 107)], hat (e) Sch. im Leib (seltener: im Bauch; im Mage, Ma'e) 'hat Hunger' [BZ-Albw, verbr., Rußl-Speyer]; elliptisch: Er hot Sch., dass. [Frankth BZ-Apphf]. Scherzh. zu einem, der mit seinem Besitz prahlt: Du hoscht drei Morje Sch. newwer'm Wald [ LU-Alsh/Gr]. Var.: Er hot hunnert Morche Sch. hinner'm Haus [Bergz (Kamm 88)]. Sei Vermeeje is drei Morje Sch., zwelf Hekdar Licht un drei Ar Sunneschein [ PS-Windsbg]. SprW.: 's kann keener iwwer sei Sch. springe [Kaislt, verbr.]. Jeder Sch. fallt vum Licht [ Don-Gottlob]. Volksgl.: Wann eem sein Sch. ken Kopp hot der Owed vär Neijohr, muß mer inner'me Johr sterwe [Fogel Beliefs Penns Nr. 519]. WR.: Wann an Maria Lichtmeß middags um zwelf Uhr de Dachs in sein Sch. geht (sein Schadde sieht), geht er noch vier Woche in sein Loch [ NW-Frankeck, PS-Burgalb], dass. zwische 12 un 1 Uhr [ KB-Stett]. Var. s. PfWB Bär1 1, PfWB Dachs 1, PfWB Lichtmeß, PfWB Lichtmeßwoche, PfWB Loch1 1b. Wann de Dachs sei Sch. sieht, wann Verzich Ridder (s. PfWB Ritter 1 b) sin, noot is noch vier Woche Unwerrer [ NW-Weidth]. Einen VR. s. PfWB Sonne. — 2. Pflanzenbez. in den Zs. PfWB Tagundnacht-, PfWB Nachtschatten. — Südhess. V 206/ 07; RhWB Rhein. VII 947/48; LothWB Lothr. 436 Schät; ElsWB Els. II 442, ALA II 273.
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