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 PfWB Nacht (Bd. 5, Sp. 24)   PfWB Licht-meß (Bd. 4, Sp. 972)   PfWB Jahr (Bd. 3, Sp. 1327) 
   Nacht f.:
1. wie schd., Nacht (naxd) [verbr. nördl. VPf u. nördl. Teil der mittl. VPf mancherorts übrige VPf vereinzelt WPf NPf Schneckenburger 44 Otterstetter 40 Bertram § 20, 31 Lambert Penns 108], Naacht (nāxd, nxd) [verbr. WPf NPf vereinzelt nördl. VPf nördl. Teil der mittl. VPf mancherorts übrige VPf Christmann Kaulb 5, 74, 79 Mang 82, 147 Müller Dietschw 52 Höh 48 Heeger Südostpf. 14 mancherorts Don Krämer Gal 154 Buch-Illisch]; Pl.: zu Sg. Nacht: Nachde [ LA-Wollmh NW-Freinsh], Nächde [ LU-Opp], Nächt [LU-Limbghf SP-Heiligst NW-Haßl LA-Mörzh Land], (nęd) [Schneckenburger 21, 33], Nachde u. Nächt [ LU-Oggh NW-Kallstdt], Naachde [ KU-Herschw/Petth KB-Mauchh]; zu Sg. Naacht: Naachde [ KU-Bedb WD-Niedkch ZW-Battw RO-Odh PS-Erfw BZ-Dernb], Näächde [ KU-Brück RO-Dielkch], Näächt [ LA-Nd'hochstdt], Naachde (Alte), Näächt (Junge) [KL-Lind (Höh 105)], Nachde u. Nächt [ KL-Reichb], Nächde u. Nächt [ PS-Geisbg], Nächt [ NW-Frankeck LA-Gommh]; vgl. PfWB nachts; Zs.: PfWB Andreas-, PfWB Braut-, Erstemai-, PfWB Fast-, PfWB Gewitter-, PfWB Halb-, Herrenfast-, PfWB Hexen-, PfWB Hochzeits-, PfWB Johannis-, PfWB Krist-, PfWB Mai-, PfWB Mitter-, PfWB Mond-, PfWB Montag-, Mutter-, PfWB Neujahrs-, PfWB Regen-, PfWB Sau-, PfWB Silvester-, PfWB Sonntags-, PfWB Sperr-, Weih-, PfWB Weihnachts-, PfWB Walpurgisnacht; Syn.: PfWB Heint 1; vor N., seltener vor de N. 'vor Einbruch der Dunkelheit' [verbr.]; hei(n)t N., geschdern N. [verbr.]; ebb's (bevor es) N. werd [ BZ-Hermbghf]; se N. koche, se N. esse 'das Abendmahl bereiten, zu Abend essen' [verbr.]; iwwer N. bleiwe [verbr.]. 's werd N. [verbr., Lambert Penns 87]. Die N. kummt, dass. [verbr.]; 's geht de N. zu, dass. [ KU-Schmittw/O]. 's is zwische Dag un N. 'in der Dämmerung' [ RO-Bistschd KL-Reichb], an de N., dass. [ KL-Reichb]. Schier wär' es (wäre uns) d' N. noch uf de Buckel kumme [ GH-Kand]. Er is in die N. (enin, nin, nein) gerore (kumme) [verbr.], in die stockdunkle N. kumme [ PS-Münchw]; 's isch midde in de N. 'Mitternacht' [GH-Kand, verbr., Buffington Penns Var. 248/ 57]. Wie hälwe Nacht erbei komm es, hann die Annere gesaht: Hannarem, geschte met hem? [WPf (PfId. 178)]. Er sitzt Dag un N. im Wertshaus [ BZ-Dernb]. Nix eklicher wie Hihneraue, die losse em Daa un Nacht ke Ruh [ KL-Reichb]. Vergleiche u. RA.: Er (Sie, Das) is so schwarz wie die N., von dunkler Hautfarbe, schwarzem Haar [verbr.], 'Er gehört der Zentrumspartei an' [(1930) LU-Opp]. Er is so dumm (so häßlich, wiescht, falsch, schlecht) wie die N. [verbr.]. Ich

[Bd. 5, Sp. 25]
mecht em nit bei N. begechne [Bergz (Kamm 95)]. Heit bringe mer die N. mit hääm 'Wir kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit' [Kaislt]. Midde in de N. is er do; und: Dem is kän Stunn in de N. se viel, von einem Arzt, der immer sofort kommt [ NW-Frankeck]. Der macht die N. durch (die N. zum Dag) (arbeitet oder zecht die ganze N.) [LU-Opp, verbr.]. Der schloft bei Dag so lang wie bei N., scherzh. von einem Faulenzer [ BZ-Annw]. Do is en Unnerschied wie Dag un N. 'ein sehr großer Unterschied' [KU-Kaulb, verbr.]. Er macht kän Unnerschied zwische Dag un N. 'Er ist unfähig, Grundverschiedenes zu erkennen' [ LU-Opp]. Der hot 's Brot net iwwer N. dehääm (im Haus) 'lebt in großer Armut' [Kaislt, verbr., auch Don Gal Buch]. Bis der sich vorne bickt (rumdreht), is hinne Nacht [Hebel 20, verbr. Don Gal Buch]. Das is e Gegend, wo die Fichs und die Hase enanner Gunaacht saan, von einer abgelegenen Landschaft [RO-Dielkch, in Var. verbr.]. Er is bei N. un Newwel 'heimlich' fort (devungelaaf, iwwer die Grenz) [KB-Kriegsf, verbr.]. Sei G'schäft is iwwer N. 'plötzlich, unerwartet' zammegebroche [ LU-Neuhf]. Ein Schicksalsschlag kann eem iwwer N. im Gaarde wachse [ HB-Kirrbg]. Du sollscht noch emol e N. driwwer schlofe 'die Sache gründlich überdenken' [ KU-Lauteck]; vgl. SprW. Grußformeln: Gude N., Gut-, Ge-, G'na(a)cht! [verbr., Mang 221 Höh 108 Heeger Südostpf. 20], N'na(a)cht! [ PS-Geisbg KB-Stett], Gotnaacht! [ IB-Habkch PS-Lu'wink Schweix], Gonaacht! [ IB-Ballw], Gounaacht! [ IB-Rohrb], Gudi Nacht! [ FR-Ebertsh], G'nächt! [ KU-Eßw], Gunaach! [RO-Sippf], Nacht! [ KU-Hefw]; mit Zusatz: Allo (Alla), Gunacht! [ SP-Heiligst, mancherorts], G'nacht beisamme (beinanner) [ KL-Fischb, vereinzelt], Gutnaacht, angenehmi Ruh! [ LA-Gommh]. Drohung: Gunaacht, deer! 'Du wirst schon deine Schläge bekommen!' [ KU-Schmittw/O]. Schun se N. geß? [ KL-Nanzdzw, mancherorts]. SprW.: In de N. (Bei N., Bei de N.) sin alle Kih schwarz [LU-Opp, verbr., auch Don Gal Buch], alle Ochse schwarz [ Gal-Bagbg], alle Katze schwarz [ KU-Trahw KL-Reichb], alle Katze groo [KU-Kaulb Bergz (Kamm 94) Krieger 17]. Glick un Unglick komme iwwer N. [Krieger 43]. Mer soll iwwer alles e N. schlofe [ LU-Opp]. D' N. hot Ohre un Maul [ GH-Zeisk]. BR. s. PfWB Lichtmeß. WR.: Wann de Beddelmann (personifizierend für 'anderes Wetter') middags kummt, bleibt er gern iwwer N. Wann er morgens kummt, geht er widder fort [ PS-Ruppw]. Weitere WR. s. PfWB gefrieren, PfWB Lenz1 1. Volksgl.: En Katz, as mer net bei der N. holt, laaft em färt [Fogel Beliefs Penns Nr. 674]. Vgl. auch PfWB Heu 1a, PfWB Zwiebel. Volksmed.: Gegen Warzen: In der Heiligen Nacht zwischen Mitternacht und ein Uhr geht man auf den Friedhof, streut Sand auf die Warzen und spricht:

[Bd. 5, Sp. 26]
Warz, nemm ab wie de Dod im Grabb, Gott Vadder, Gott Sohn, Gott heiliger Geist (dreimal) [ GH-Hatzbühl]. Rätsel: Es brennt Dag un N. un verbrennt net (die Zwiebel) [LA-Edk u. Umg., Germh (Wilde 33)]. Einen VR. s. PfWB Polizei 1. —
2.
a. die lang N. 'die Nacht vom 21. zum 22. Dezember, Winteranfang' [ PS-Bruchw Haust BZ-Dernb Pleisw V'weidth]; Syn.: PfWB Thomas-, PfWB Langnacht; die lang N. feiere 'in der langen Nacht das Spinnstubenfest (ein Fest der jungen, ledigen Leute) feiern' [ebd., Kreuter Haust 118]. Die Mädchen haben die ganze Nacht gesponnen. Die Kunkeln wurden mit bunten Bändern geschmückt. Um Mitternacht wurde festlich gegessen [PfL 2. 12. 1933, PfMus. 1889 67]. —
b. Pl. 'die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigstag'; vgl. Rauh-, PfWB Zwölfnächte; die zwelf Näächt(e), Naachde, u. a., s. 1a Pl. [ NW-Leistdt SP-Heiligst]; die lange N. [ KU-Bedb BZ-Kapswey]; die zwelf lange N. [ LU-Limbghf]; die heilige N. [ RO-Lohnsf FR-Merth LA-Maik Queichh]; die zwelf heilige N. [KU-O'staufb KL-Alsbn BZ-Klingmst]; die heiliche zwelf N. [ KB-Gauh]. —
c. die letscht N. im alde Johr 'die Silvesternacht' [ KU-Bedb]. — Südhess. IV 880 ff.; RhWB Rhein. VI 16 ff.; LothWB Lothr. 377; ElsWB Els. I 754/55.

 

   Licht-meß f.: 'das Fest Mariä Reinigung (2. Febr.)', Lichtmeß [verbr., Lambert Penns 99 Don Gal Buch Rußl], seltener Maria Lichtmeß, vgl. PfWB Maria 1. RA.: in de Scheier is L., 'die Scheune ist leer', weil um diese Zeit die Vorräte aufgebraucht sind [Frankth FR-Studh LA-Altd SP-Heiligst]. Es is L. 'Ich habe kein Geld mehr' [KB-Niefh, mancherorts NPf VPf]. Bei mer is Maria L., dass. [ GH-Schaidt, NW-Weish/S]. Mein Gellbeurel hat L., dass. [ LU-Böhl]. VR.: Weihnachde, Sau schlachde, L., alles ufgeß [ FR-N'lein]. BR.: Wann's an L. stermt un schneit, is de Frihling net meh weit [ NW-Frankeck, KU-Nerzw WD-Niedkch SP-Mechth LA-Gommh GH-Zeisk]. Irres (Ist es) uf L. stermich un kalt, dann kumme die Blume bald [ KU-Nerzw]. Scheint an L. die Sonn heiß, kommt noch viel Schnee un Eis [ KU-Brück]. Ist es an L. klar un hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell [ GH-Zeisk]. L. hell un klor, gibt e gut Johr [ FR-Bockh, mancherorts], e gut un fruchtbar Johr [ RO-Odh, KU-Bedb], e gures Roggejohr [ KB-Bubh], e gudes Flachsjohr [ GH-Schwegh]. An L. werden die Tage länger und man hört mit dem Spinnen auf: L., Spinne vergeß, bei Dag se Nacht eß [GH-Hatzbühl, mancherorts, Krieger 40 Wilde 91, auch Don Gal Buch], mit vielen Varianten und Erweiterungen: bei Dag ufgestann, bei Dag schlofe gang [PS-Geisbg, mancherorts, Kamm 37, auch Don Krämer Gal 142 Buch], mit de Hinkel schlofe gang, mit de Hinkel ufgestann [Vogelsgesang 7], halb Stroh un halb Hei meß 'die Stroh- und Heuvorräte sollen zur Hälfte aufgebraucht sein' [ Rußl-Worms], Fud'r halwer g'freß [Horne Penns 103], Herre bei Dag geß, die Arme wann se's hän [Kaislt]. Wann an L. de Dachs sein Schadde sieht, geht er wirrer vier Woche ins Loch [ NW-Frankeck, LA-Gommh, in Var. Don Gal Rußl]. a. 1327: der selbe nemeliche vride sal vorbaz weren biez unser vrauwen tag der do heizet liehtmeisse [SpeyUrk. 300]. a. 1350: an dem nehsten sunnentag

[Bd. 4, Sp. 973]
nach der liehtmesse [StArch. Darmstadt, Hanau-Lichtenberg Nr. 391 (Brief d. Brüder v. Lichtenb. f. Walram v. Zweibr.)]. a. 1364: an unser frauwen abent, den man spricht zu latin purificatio und in dutsche lychtmesse oder kyrzdage [HornbReg. 287]. a. 1585: 14 schilling 4 θ ist zu liechtmeß vffgangen hatt man liechter gemacht [SSp Kirchenrechnungen Nr. 63, Bl. 122 (BZ-Wernbg)]. Südhess. IV 328/29; RhWB Rhein. V 434/ 40; ElsWB Els. I 718.

 

   Jahr n.:
1. 'das Jahr allgemein; das Kalenderjahr', Johr (jōr, jōər, jōÄr) [fast allg.], (jōuÄ) [ KL-Lind]; Pl. Johre, seltener endungslos wie der Sing.; Dim. Jährche (jērχə, -ə) [WPf NPf nördl. VPf vereinzelt übrige Pfalz], Jährl(e) (jērl, jērlə) [mittl. u. südl. VPf Ost-PS]; Pl. zum Dim. in der VPf rle, um Land Jährlich; 's alt ('s nei, 's vorich) J. [allg.]; vgl. PfWB das-, PfWB vorigs-, PfWB vormjahr. Zs.: PfWB Buben-, PfWB Butter-, PfWB Butzel-, PfWB Dreikönigs-, PfWB Viertel-, PfWB Flachs-, PfWB Frucht-, PfWB Früh-, PfWB Futter-, PfWB Hafer-, PfWB Hagel-, PfWB Halb-, PfWB Hasen-, PfWB Heu-, PfWB Honig-, PfWB Hunger-, Jubel-, PfWB Kriegs-, Mädchen-, PfWB Marien-, PfWB Mast-, Maus-, PfWB Miß-, PfWB Neu-, PfWB Nikolaus-, PfWB Nuß-, PfWB Obst-, PfWB Rechnungs-, PfWB Regen-, PfWB Samen-, PfWB Schalk-, PfWB Schalt-, PfWB Schul-, PfWB Spät-, PfWB Unglücks-, PfWB Wasser-, PfWB Weinjahr. Das war e gut(es), schlecht(es), trucken(es), nass(es) J. [allg.]. 's ganz J. treibt er's schun so [ KB-Kerzh]. Dem sein Gesicht hot aa schun e halb J. kään Wasser mehn gesiehn [ RO-Semb]. Das war vor e paar J. [KU-Diedk, verbr.]. 's werd noch e paar Jährcher (Jährle, Jährlich) dauere [verbr.]. So e Johre drei werd's her sen 'Ungefähr drei Jahre wird es her sein' [KU-Bedb, mancherorts vorn. WPf NPf vereinzelt VPf]; dass. mit e Johrer drei [LA-Gommh, mancherorts bes. VPf], e Johrener drei [ LA-Ilbh RO-Odh]. Sowas kummt alle hunnert J. emol vor [GH-Kand, verbr.]. 's is all die Johre her immer schään gewest [NW-Haßl, verbr.]. Denne Acker hot er uf drei J. gepacht [ KB-Kriegsf]. Sowas hot's in frihere Johre net gebb [KL-Enkb, verbr.]. Im'e J. verläppert sich veel 'Das J. hindurch kommen viele Ausgaben zusammen' [ KU-Schmittw/O]. In de verzicher Johr(e) waren die Leit noch so bescheiden [ LU-Oggh]. Er kummt iwwer e J. hääm vum Miledär [NW-Haßl, verbr.]. Es werd eweil viel mehr Wein geplanzt wie vor Johre [ BZ-Nd'horb]. Des war zwische de Johre 'zwischen Weihnachten und dem Dreiköngstag' [ FR-Hettldh Kindh]. Er loßt seit J. un Dag nix mehn vun sich heere [LU-Opp, verbr.]. RA.: Der Träumer guckt ins anner J. [ KU-Kaulb]. Jetzt kumme noch die siwwe schlechde Johredann sin die gude (Johre) all, eine humoristische Paradoxie [Feierowend Nr. 48/1953]. Wann's mer noch so 50 J. schmackt, werr ich 100 J. alt [ PS-Geisbg]. SprW.: 's is kään

[Bd. 3, Sp. 1328]
J. an e Stecke gebunn, 's geht jede Dag e Stick erum [PS-Th'eischw KB-Bischh, verbr. Don Gal Buch]. Esst un trinkt, 's is nor äänmol Kerwe im J., Aufforderung an die Gäste, tüchtig zuzulangen [LU-Opp, verbr., auch Don Gal Buch]. Gut geschlacht spiert mer 's ganz J., von der Hausschlachtung [ NW-Kallstdt, mancherorts]. 's J. hot viel Daa un noch mehr Imser, darum soll man sparsam leben [mancherorts Don Gal Buch]. 's wachst alle J. Holler fer e Meesekar, Trost in schwieriger Lage [ BZ-Dierb]. Aldi Lieb roscht net, un wann se hunnert J. beim alde Eise leit [ FR-Albsh LU-Böhl]. Volksgl.: Wammer en Stern schieße sieht (auch: Wammer de Kuckuck zum erschde Mol heert kreische) un hot Geld im Sack, hot mer 's ganz J. [ GH-Schwegh]. BR. s. PfWB Ägid 1, PfWB Gras 1 a, PfWB Karfreitag, PfWB Lichtmeß, PfWB Neujahrsnacht. Neujahrsgruß: Gemorje em naue J.! [ KU-Langb Konk KL-Niedkch], im neie J. [ KU-Bedb]. Eich winsche dir veel Glick im neie J.! [ KU-Kaulb]. Einen Ausruf der Kinder beim Schmetterlingfangen s. PfWB Blindermaus 1. a. 1299: zweihundert iar vnde nun vnd nunzig iar, an sante Paulus bekerde [OttbgUrkb. 219]. a. 1426: inn dem jor, als man schreyb vnnd zalte noch Cristi vnnsers herrenn gepurt (1426) [PfWeist. II 541 (KL-Frankst)]. —
2. 'Lebensjahr (des Menschen); erreichtes Lebensalter'. Er is schun achzich J. alt [ KL-Enkb, allg.]. Unser Mädelsche werd jetzt drei J. alt [ LA-Gommh]. Er hot schun paar Jährcher uf'm Buckel [KB-Bischh, verbr.]. In junge Johre macht mer sich kään Sorje [LU-Muttstdt, verbr.]. In meine junge Johre hot's so was nit gewwe, von der Respektlosigkeit junger Menschen gegenüber ihren Eltern [NW-Frankeck, verbr.]. Er is jetzt in de beschde Johre [KU-Obw/T, verbr.]. Er kummt in die Johre, daß er heiraten kann (auch: daß er sich zur Ruhe setzt) [PS-Hintwdth, verbr.]. Die Mädle sin brav, bis se in die Johre kummen [ NW-Haßl]. Sie isch in d' Johre kumme, von einem Mädchen, das lange ledig blieb [ NW-Geinsh]. Die is iwwer die erschde Johre enaus, dass. [ ZW-Battw]. Er hot sein gude (beschde) Johre hinner sich [ KB-Kerzh]. Er isch schun bei Johre (auch: in de Johre) [LA-Gommh, verbr.]. Eich kumm jetzt in die Johre, von den Wechseljahren [ RO-Rehborn]. Sie hot's met de Johre se dun, dass. [ RO-Odh]. RA.: Er hat sich verkloppt ufs lang J. 'hat sich verheiratet' [ PS-Hermbg]. Volksgl.: Beim Ruf des Kuckucks sagt man: Liewer Guguck, sag mer doch, wieviel J. lew ich noch? [ HB-Kirrbg]. Zs.: PfWB Probe-, PfWB Dienst-, PfWB Trauer-, Flegels-, PfWB Herren-, Kinder-, PfWB Lehr-, PfWB Wanderjahr. — Südhess. III 935 ff.; RhWB Rhein. III 1125 ff.; LothWB Lothr. 267; ElsWB Els. I 409; Bad. III 17.