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| PfWB Nabel-bruch (Bd. 5, Sp. 2) | PfWB Bruch (Bd. 1, Sp. 1264) | |||||||||||||||||||||||
1. 'Steinbruch'; in de Bruch (brux) gehn 'im Steinbruch arbeiten' [ KU-A'glan [Bd. 1, Sp. 1265] Kaulb Kreimb]. Zs. PfWB Stein-, PfWB Wackenbruch. — 2. 'gebrochene Zahl, Teil vom Ganzen', Bruch [allg.]; vgl. PfWB Bruchstrich. — 3. ' Teigklumpen für 30 Brötchen', Bäckerspr.; de Bruch Wecke [ LU-Limbghf]. — 4. 'Schaden an Bäumen' in den Zs. PfWB An-, PfWB Schnee-, PfWB Windbruch. — 5. 'Ausschußware'; des is B. [ NW-Freinsh]; vgl. PfWB Bracken3, PfWB Brocken III. — 6. 'Körperschaden beim Menschen', vgl. PfWB Bauch-, Damm-, PfWB Durch-, PfWB Hoden-, PfWB Knochen-, PfWB Leisten-, PfWB Nabelbruch. Er hot sich en B. gehowe [ BZ-Dernb, KU-Schmittw/O LU-Friesh Limbghf]. Er werd am B. opereert [ RO-Dielkch, KU-Brück PS-Gersb Schmalbg LU-Opp NW-Elmst Frankeck Kallstdt LA-Gommh]. Er muß sich de B. mache lolle (lassen) [ KU-Bedb], neinmache losse [ LA-Gommh], eninmache [ RO-Dielkch], erinschaffe [ KU-Schmittw/O], serickschiewe [ NW-Kallstdt], erendrecke [ WD-Niedkch]. Volksgl.: Mer schiebt en B. zurick mit'me schmiedne Nagel, schlagt'n noh in Holz un halt'n im Truckne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1448]. Ich tret der'n B.!, Drohung [SOPf]; auch mit den Zusätzen: wie e Lins [Kühn Palz 140], wie e Bahnwartshaisl [ LU-Friesh Ruchh]. — 7. 'Mangel, Mißstand, Not, Zwist'. Bei mir is B. 'Das Geld ist mir ausgegangen' [Pirmas NW-Weidth]. Alleweil esch B., von üblen Zuständen im Geschäft, in den familiären Verhältnissen [ GH-Leimh]. Do isch B., dass. [PS-Schmalbg, PS-Gersb Hintwdth RO-Dielkch Als KB-Bubh Kerzh LU-Böhl Opp NW-Kallstdt Elmst LA-Gommh Wollmh Land BZ-Dierb]. Die gleiche RA. mit Ergänzungen: B. un Dalles [ LU-Friesh Maud]; B., Dalles un Co. (Kumpenie) [ PS-Geisbg Pirmas KB-Kriegsf]; B. in alle Ecke [ LU-Neuhf]. Ämol muß es zum B. kumme [ GH-Schwegh]. Es is in die Brich gang, von einer gelösten Verlobung [ KU-Herschw/Petth, KU-Schmittw/O Obw/T KL-Hütschhs RO-Obd FR-Albsh NW-Frankeck LU-Alsh Böhl Maud LA-Mörzh]. Zs. PfWB Abbruch. — 8. 'Vergehen, Rechtsbruch', vgl. PfWB Ein-, PfWB Hausfriedensbruch. a. 1324: Ane bruche alleyne, die do geschehent in der gemeinen strazen thussen (zwischen) den zwein wageleisen (Wagengeleisen), die sollent eins kunigs amptmanne vallen [OttbgUrkb. 343]. a. 1530: Item der kirchdag soll von der gemeinnen behuttet werden, bruch, freuell, zoll daruff heben vnd straffen, ausgescheiden malefixhendel [Pf-Weist. I 34 (RO-Als)]. a. 1539: vnd thut er den bruche nit abe in viertzehen tagen [ebd. 327 (LA-Edk)]. a. 1615: So manchen stamm er gehauwen hat, so manchen Broch und frefel ... schuldig ist [SSp., Huberweistum von KU-Kreimb]. — Aus mhd. bruch. — Südhess. I 1154/55; RhWB Rhein. I 1027; Saarbr. 38; ElsWB Els. II 179; Bad. I 338.
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