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 PfWB Müllers-bube (Bd. 4, Sp. 1459)   ElsWB Müller (Bd. 1, Sp. 675a)   ElsWB Esel (Bd. 1, Sp. 73b) 
  Müllers-bube m.: 'Sohn eines Müllers', nur in einem VR., Millersbu [Feierowend 5/1950 2], den gesamten VR. s. PfWB Müller 1.

 

 Müller [Mìlər, Melər allg.; Mylər in Bed. 2 Hi.; Pl. ebenso, nur Mìlərə W.] m. 1. Müller. Wenn e M. oʰ noʰ dªrzue Maier (Bürgermeister) is, so stëckeⁿ zweeⁿ Schelmeⁿ in einer Hose Dietw. Un dass dr Wald so finster is, Das macht das Laüb un d Näst; Un dass die Müller Schelmeⁿ sin, Das glaüb iʰ jetz rëcht fest! Hi. ‘Der Herschel .. laaft viel hundert Johr Un trifft kaan Müller an, der isch Ganz ehrlisch, uff e Hoor’ els. Judendeutsch Schk. 295. ‘ein sn den der müller auch mit dem sack geschlagen hett’ ein Narr Montanus Gart. IV. LII. vgl. Murner Mühle Seite XIII. Zss. sehr oft nach der Lage seiner Mühle: Öbermüller, Stadtmüller, Steinmüller, Sandmüller Schk. 293. 2. Kohlweissling Hi. Kerzf. Dachstn. Geisp. Rauw. Altw. Wh. Dehli.; Schmetterling überh. Saarunion. s. auch Müllermaler, Flëdermus 2, Spëckmaus, Summervogel. — Schweiz. 4, 184. Bayer. 1, 1590.

 

  Esel [Ésl Steinbr. Su.; Êsl Bf.; Èsl Molsh. Rotb. Str. K. Z. Ndrbetschd.] m. 1. Esel (selten Bezeichnung des Dummen, dafür dient Stier). Doch: dëʳ is der dümmst oʰ nit, wenn er nëben eme E. steʰt Steinbr. Über den Esel in Vergleichen s. Stöber MA. 4, 466: ‘D Wisheit kummt m, err isch ball so gröu wie en E.’ Steʰn wie e storreʳ E. unbeweglich stehn. Uf em E. sin, hockeⁿ, sitzeⁿ zornig, störrisch sein Obhergh. Der sitzt glich uf em E. ist jähzornig Dehli. ‘die zornmütigen .. sitzen bald auff dem Esel’ Martin Parl. N. 156. (wohl von einer militärischen Strafe noch des 18. Jahrh. Bayer. 1, 159). Eineⁿ uf den E. setzeⁿ hänseln, zum Narren halten, einen dummen und eingebildeten Menschen durch Lobsprüche zu Thorheiten verleiten Str. (vgl. Spiessruten laufen lassen = aushöhnen). Rda. S is mⁱr liewer aˡs e Tritt von einmen E. sehr angenehm Str. U. Dich het jo en E. an d Wand gpfurzt, us dr Wand geplotzt du bist von dunkler, niederer Herkunft U. Mr stupft deⁿ E., noʰ (danach) geʰt er Molsh. En alter E. is bös leʰreⁿ tanzeⁿ Avolsh. s schilt ein E. den andereⁿ Langoʰr Bf. Wenn die Kinder einem Kameraden etwas unversehens angehängt, angeklebt oder in die Tasche gesteckt haben, so rufen sie alle: der E. träjt, er weisst nit was Su. Bisch. d. E. t. un weisst s nit, er is e Narr un seit s nit Hi. Ruf. bis der Betreffende es herausfindet. Verse, womit die Kinder den Esel begrüssen: Esele i a! streck s Näsele (Wädele Obhergh. Ruf.) wit na! Was hammer z Mitta? Grumbereⁿsalat. Was noch? E Tritt ins Loch Ruprechtsau. Esele i a! wer hat diʰ gschlaⁿ? Im Müller siⁿ Bue, S is e Spitzbue Lutterb. Esel gügag, wënn lütet s z Mittag? Wënn s elfe schlat am steinigeⁿ Hag Hi. Bes. werden die Bewohner von Westhalten b. Sulzmatt wegen ihres Reichtums an Eseln geneckt. Du bis z Westhalteⁿ uf der Akademi (m Kollesch)

[Bd. 1, Sp. 74a]
gsiⁿ, wo s ABC mit I aⁿfangt Gebw. Daher darf man dort nicht durchs Dorf gehn mit einem Eselsohr, d. h. einem heraushängenden Taschentuch. Bleibt ein Gruss ohne Antwort, so ruft man wohl dem Unhöflichen nach: in Ewigkeit! S is e Esel dure un hat nit (Nichts) gseit Kingersh. ‘essel’ Murner Mühle 1485 uö. Zss. Eselsfurz, Eselswurst. 2, vermummter Bursche, der am Weihnachtsabend ein weiss gekleidetes Mädchen, das sog. Christkind, von Haus zu Haus begleitet Rosenw.Schweiz. 1, 514. Bayer. 1, 159.