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 PfWB Motte (Bd. 4, Sp. 1435)   RhWB Schabe (Bd. 7, Sp. 826) 
   Motte1 f.:
1.
a. 'Kleider-, Pelzmotte', Mott (mod) [verbr., Christmann Kaulb 16 Mang 102 Krämer Gal 151], in der VPf und SWPf mancherorts neben PfWB Schabe; Pl. Modde [verbr.]; vgl. PfWB Fischlichweibel; Zs.: PfWB Feder-, PfWB Kleidermotte. Mach emol die Mott dot! [ NW-Freinsh]. RA.: Er macht e G'sicht wie e M., wann's blitzt [ RO-Schweisw, KL-W'lein FR-Kindh]. Verwünschungen: Krieg die Modde! [Hebel 34, Kamm 41]. Dich soll die M. petze! [ KB-Kriegsf]. Ausruf des Erstaunens, der Verärgerung: Do krieschde glei die Modde! [Pirmas,

[Bd. 4, Sp. 1436]
mancherorts]. Volksgl.: Wenn eine Motte um das Licht herum fliegt, bringt der Briefbote Post [ KU-Bedb KL-Wörsb]. —
b. 'Schmetterling des Traubenwicklers', Mott [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Sauerwurm-, PfWB Springwurmmotte. —
2.
a. 'schlampige, unordentliche Frau', Mott [ KU-Bedb KL-Erlb], Mottche Dim. [KB-Stauf]. —
b. 'übel beleumundete, leichtlebige, lose, mannstolle weibliche Person', Mott [KU-Bedb FR-Flomh LU-Opp Land Höh 153 Otterstetter 257], Mottche, Dim. [ HB-Kirrbg KL-Alsbn Kaislt]. Des is e schääni M. [ LU-Opp]. —
c. 'eigenartige Person', Motte [Bergz (Kamm 20)], nach der Umgspr. —
3. 'Schimmel auf Flüssigkeiten', Modde [ KU-Liebsth]; vgl. PfWB Essigmutter, PfWB Mutter 5. — Südhess. IV 781/82; RhWB Rhein. V 1315/16; LothWB Lothr. 370; ElsWB Els. I 738 Mutt.

 

  PfWB Schabe geschlossen im Geb. schaben β, also Rip, Nfrk [nur Saarl-Roden belegt ā:f Schabeisen], u. zwar ā:f, –ā-, Pl. -və(n), –wə(n) [Gummb-Berghsn āf, Pl. ępə] f.: 1. Schneidewerkzeuge. a. Kohlschabe, Kappes-, Musschaf; sie ist 1 m lang; auf ihr geht ein viereckiges Kästchen, das nach unten etwas schmäler ist, über 4—7 Messer hin u. her; zwei Kohlköpfe gehen hinein; die Sch. liegt unten auf dem Fass, in das der geschafte Kappes hineinfällt; jedes Dorf hat nur eine oder einige Schaben, die reihum gehen; auch ein gewerbsmässiger Kappesschaver, die Sch. auf dem Rücken tragend, geht im Herbst von Haus zu Haus u. fragt nach Beschäftigung Verbr. wie schaben 1 b [ęfχə Altk-Horhsn]. — b. Schreinerhobel Verbr. wie schaben 1 c (Weidenhobel Erk-Körrenz) [āf, Pl. ępə Gummb-Berghsn]; Hubbel dringt in das Geb. vor. — c. Kartoffelreibe, Erpelsschaf Aach-Herzogenr, Heinsb-Obspringen. — 2. vorschiebbarer eiserner oder hölzerner Riegel an Türen, Fensterläden, Schranktüren (hierfür auch :fχə) Verbr. zunächst Rip in Neuw-Dattenberg, Sieg, MülhRh, Wippf-Frielingsd Hohkeppel Kalkofen, Sol, Bo, Köln, dann davon getrennt NO Erk, Kemp [-:- Dornbusch Dülken Vinkr], Kref u. vereinzelt Geld-Stenden, Mörs-Rayen, Klev-Asperden Niel Düffelward Grafwegen Goch (p), Hülm Keeken (āp), Till (āp), Zyfflich (hierzu die Zeitw. op-, zoschaven).