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| PfWB Most (Bd. 4, Sp. 1433) | PfWB Trester (Bd. 2, Sp. 496) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'unvergorener, süßer Traubensaft', Moscht (mod) [verbr., bes. in den Weinbaugebieten, Karch Gimmdg/Muttstdt 39, 122 Schneckenburger 49 Wilde 261 Lambert Penns 107]; Zs.: PfWB Trauben-, Treber-, PfWB Trestermost; de M. wije 'mit einer Senkwaage den Zuckergehalt des Mostes messen' [ KU-Wolfst, mancherorts]. De M. treibt 'Der M. fängt an zu gären'. RA.: Der wääß, wo Barthel de M. holt 'Der kennt alle Schliche, weiß sich zu helfen' [KB-Kriegsf, verbr.]. Dem will ich weise, wu Barthel de M. holt 'Dem werde ich ordentlich die Meinung sagen, meinen Standpunkt klarmachen' [BZ-Dernb, mancherorts, auch Auslandspfälzer]. Die Herkunft dieser RA. ist nicht sicher, möglicherweise liegt Umdeutung aus Moos2 vor, s. Röhrich 104/05. BR.: Bringt de April noch Schnee un Froscht, gibt's wenich Hei un saurer M. [ FR-Albsh, NW-Frankeck]. Dezemberschnee un Froscht verheißt veel Korn un M. [ KL-Siegb, GH-Zeisk]. — b. 'unvergorener Saft gekelterter Äpfel, Birnen' [ KU-Schmittw/O BZ-Dernb]; vgl. PfWB Mostapfel, PfWB -birne; Zs.: PfWB Apfel-, PfWB Birnenmost. — c. 'Obstwein' [Krämer Gal 151]. — 2. 'Rückstand beim Keltern' [ WD-Marth Niedkch Ostbr]; der beim Keltern gewonnene Saft heißt dagegen Mostbrühe [ WD-Ostbr]. Syn. s. PfWB Trester 1. — Südhess. IV 778; RhWB Rhein. V 1308/09; ElsWB Els. I 734.
| 1. 'Rückstände von gekelterten Weintrauben und Obst', de(r) Treschder, vielerorts die Pluralform Treschder oder Treschdere [verbr. ganze Pfalz außer SPf, s. K. 97, Lambert Penns 44], Trechder [ KU-Wolfst], Trechdere (Pl.) [ KL-Heilmosch], Trischder [Kus LU-Neuhf NW-Dackh]; Lautformen s. F. Syn.: PfWB Abfall 1 b, PfWB Traben, PfWB Treben, PfWB Treber(n) 1, PfWB Grütze, PfWB Käse, PfWB Kuchen, PfWB Maische, Schalen, Schälsicht, PfWB Säcker(t). Der T. wird mit den Händen zerrieben, mit Wasser übergossen und nochmals ausgepreßt; der daraus gewonnene Wein ist der Tresterwein. In LA-Essing bezeichnet man mit T. nur die Rückstände des zweiten Kelterns. a. 1531: Item 7 ½ sch. pf. 1 Heller entfangen vor Drester [GgHospR]. — 2. 'Rückstände beim Auslassen der Butter', Treschder [ LA-Offb]; vgl. PfWB Butterschärre. — F.: dredər u. drędər wechseln; drēdər: Kus LU-Neuhf Altr GH-Neubg PS-Haust; drēχdər: KU-Wolfst; dridər: Kus LU-Neuhf NW-Dackh. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1720; RhWB Rhein. VIII 1349/50; ElsWB Els. II 766; Bad. I 554.
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