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 PfWB Moor (Bd. 4, Sp. 1409)   RhWB Moor (Bd. 5, Sp. 1278) 
   Moor n.:
1.
a. 'sumpfige Stelle in der Wiese, feuchtes Wiesenland', Moor (mōr) [ ZW-Battw PS-Geisbg Schopp KB-Kerzh FR-N'lein]. —
b. 'Sumpfwald' [ RO-O'mosch]. —
2. 'Schmutzbelag, Schlamm', Muur [ PS-Lu'wink]. — Moor ist in ON (z. B. Morbach, Ober-, Niedermohr, Morlautern, Waldmohr) u. FlN in der Pf in alt- und mittelhochdeutscher Zeit gut bezeugt. Ob die wenigen, verstreuten Belege in der heutigen Mundart alt oder aus dem Nhd. übernommen sind, ist fraglich (s. Christmann in: ZfMf. 31/ 1964 197/98). Die Form Muur in Bed. 2 findet sich auch im Oberdeutschen (s. DWB DWb. VI 2712), sie kann (wie PfWB vermuren und die -u-Formen in PfWB moorig, PfWB Moorloch, PfWB -päppel, PfWB -wald, PfWB Moorz, PfWB moorzig) lautgesetzlich aus ahd., mhd. muor 'Moor' abgeleitet werden. — Südhess. IV 748; RhWB Rhein. V 1278, 1419 Mur; ElsWB Els. I 704/05 Muer.

 

 Moor das Wort als Simpl. ist als Appell. ganz vereinzelt bezeugt, u. zwar mū:r, mo·u.ər Saarbg-Kreuzw; mōr Monsch, Heinsb-Saeffelen; -ūə- Karken (s. Mur ‘Schlamm im Teiche’), Pl. -rə(n) n.: sumpfige Stelle im Walde, in der Wiese, auf dem Felde. — Mehr in Zs. mōrblum Goldlack Klev-Üdem; mōrbodəm Humuserde Eup-Raeren; mūər·ə.rt Kemp-SPeter; mōrbrant Höhenrauch Neuw-Harschb, Bo-Wesseling, Bergh-Berrend, Klev, Rees; -damp Mörs-Vinn; mōrdestəl Kratzdistel Mörs; -eck Bezeichnung für einen Wiesengrund Simm-Laub (mōr-); -grond sumpfiger Boden Geld-Kevelaer; -lək Sumpfstelle Geilk (mōərt-); mūərnęvəl Höhenrauch Bergh-Götzenk, mōrōk (-rauch) Höhenrauch Geld, Mörs, Klev, Rees; -weij Sumpfwiese Emmerich.