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 PfWB Messer (Bd. 4, Sp. 1305)   PfWB Metzel-messer (Bd. 4, Sp. 1311) 
   Messer1 n.: wie schd., Messer (męsər, r, -Ä) [verbr. (mit Ausname der NPf, wo daneben veraltendes Meß2 gilt), Bertram § 57 Christmann Kaulb 9, 50, 87 Heeger Südostpf. 8 Höh 50 Karch Gimmdg/Muttstdt 55 Mang 92 Müller Dietschw 50 Otterstetter 47 Schneckenburger 21, 43 Lambert Penns 105 Krämer Gal 149], Masser (masər) [ PS-Bruchw Hirschth Nothw GH-Neubg Wörth]; Pl. Messer [vereinzelt], Mess(e)re (męsərə, męsrə) [mancherorts, Karch Morph. 79 Kamm 20 Krämer Gal 149]; Dim. Sg. Messerche [verbr. WPf NOPf], Messersche [vereinzelt westl. WPf NOPf], Messerle [verbr. mittl. u. südl. VPf O-PS mancherorts NOPf], Masserle [vereinzelt SOPf], Pl. Messercher [verbr. WPf NOPf mancherorts mittl. VPf], Messerlcher [ PS-Erfw NW-Duttw Geinsh LA-Gommh Böbing], Messerle [verbr. östl. Teil der mittl. u. südl. VPf mancherorts SPf], Masserle [vereinzelt SOPf], Messerlin [ LU-Altr SP-W'see], Messerlich [mancherorts SOPf Südteil der mittl. VPf]; Zs.:

[Bd. 4, Sp. 1306]
PfWB Ausbein-, PfWB Ausmach-, PfWB Ausnehm-, PfWB Balbier-, PfWB Bart-, PfWB Batzen-, Binderschneid-, PfWB Blättel-, PfWB Brot-, PfWB Taschen-, PfWB Distel-, PfWB Dolch-, PfWB Torschen-, Tranchier-, PfWB Trester-, PfWB Feder-, Veredlungs-, Viertel-, PfWB Groschen-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hack-, PfWB Hau-, PfWB Hep-, PfWB Käse-, PfWB Käseschmier-, PfWB Klotz-, PfWB Knochen-, PfWB Krotten-, PfWB Küchen-, Mäh-, PfWB Metzel-, PfWB Metzger-, PfWB Okulier-, PfWB Rasier-, PfWB Sächsel-, PfWB Sack-, PfWB Säckel-, PfWB Säcker-, PfWB Schlag-, PfWB Schneid-, PfWB Schnitz-, PfWB Schor-, PfWB Schrot-, PfWB Schwing-, PfWB Speck-, PfWB Stall-, PfWB Stech-, PfWB Stoß-, PfWB Stroh-, PfWB Ulacker-, PfWB Waben-, Wiege-, Wiesenmesser; e alt M. [ KL-Niedkch]; e alt, roschelich (rostig) M. [ KU-Wolfst]; e strack M. 'ein Messer mit feststehender Klinge' [ KU-Bedb]; das kleen Meesserle 'Küchenmesser' [Neustdt, vereinzelt]; e M. scharf mache [ GH-Nd'lustdt]; mi'm M. steche [ BZ-Dierb]. RA. für ein stumpfes Messer: das M. schneidt (is so stump) wie e Sech [ RO-Als, KB-Kerzh], schneidt warm (kalt) Wasser [PS-Geisbg, mancherorts, auch Auslandspfälzer], oft mit Zusatz: un weeche (faule) Kees (Käse) [mancherorts]; uf dem M. kammer reite [ RO-Obd]; des M. muß mer (iwwer Nacht) uf de Bese binne [ Don-Gottl, Heuf]. Weitere RA.: e M. hawe uhne Kling, wu de Stiel fehlt 'gar nichts haben' [NW-Hardbg u. Umg.]. 's M. steht em am Hals 'Er befindet sich in höchster Not' [ FR-Bockh]. Es M. is schun gewetzt [Krieger 52]. Wann ich dich seh (un mei bar Geld) geht mir 's M. im Sack uf [ KU-Kaulb Kreimb]. Er springt (z. B. uf die Arwet) wie e Bock (die Geiß) ins (ans) M. 'er tut etwas äußerst widerwillig' [HB-Kirrbg Kleeberger 98 Hebel 16]. SprW.: Wer Brot hat, findt aa e M. [Kaislt PS-Saalstdt LA-Edh]. Volksgl.: Fällt ungewollt, unabsichtlich ein M. zu Boden und bleibt stecken, dann wird man von Besuch überrascht [Feierowend 5/1953 Nr. 23]. Wann en M. fallt, kummt en Weibsmensch [Fogel Beliefs Penns Nr. 379]. »Die Wirbelwinde auf den Straßen sind Wirkungen der Hexen, wer ein M. mit 3 Kreuzen hineinwirft, erkennt die Hexe, welche diesen Wirbel verursacht hat« [Journ. 7/1790 142-144]. VR.: 's Hinkel un de Hahn, / die gehn mitnanner dran. / 's Hinkel hot e M. im Sack, / schneidt 'm Hahn 's Schwänzel ab [ LA-Offb], Var. s. PfWB Bippel 2 c. Weitere VR. s. PfWB Bader, PfWB Beeden, PfWB David, PfWB Engel, PfWB hoch 2 a, PfWB Saft, PfWB Weide. a. 1487: der Fautschultheiß muß sin messer schone machen 'den Imbs bezahlen' [SSp, Urk.-Reg. 146/182 Jahrgeding St. Remigiusberg]. Südhess. IV 639/41; RhWB Rhein. V 1100/05; LothWB Lothr. 361; ElsWB Els. I 720.

 

  -messer n.:
1. 'Schlachtmesser', -messer [ KU-Schmittw PS-Geisbg LA-Ilbh Nd'hochstdt BZ-Dernb Dierb]. Un er wetzt sein M., / Holt die Wuzzsau aus'm Schtall [Kühn Schnitze I 202]. —
2. 'Küchenmesser' [ PS-Schweix BZ-Hergw]. — Südhess. IV 645. —