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 PfWB Meise (Bd. 4, Sp. 1282)   ElsWB Meis (Bd. 1, Sp. 721b)   LothWB Meis (Bd. 1, Sp. 358b) 
   Meise f.:
1.
a. 'Meise (Parus)', insbes. 'Kohlmeise (Parus maior)', Määs (ms) [verbr. (außer NPf), Heeger Tiere II 12], Määns (mns) [mancherorts MPf vereinzelt WPf, Heeger Tiere II 12, 15 Höh 62 Müller Dietschw 50], Määns (mns) [KU-Lohnw Quirnb RO-Höring Ransw

[Bd. 4, Sp. 1283]
KL-Katzw Mehlb Ottb Schrollb Weilb NW-Gimmdg BZ-Queichhmb], Maas (mās, ms) [ KU-Adb RO-Teschmosch PS-Bruchw/Bärb Hirschth Schönau KB-Dannfs Weitw BZ-Dörrb GH-Weingt], Maans (māns, mns) [mancherorts NPf PS-Bundth Christmann Kaulb 24, 52 Mang 132], Maans (māns) [ RO-Börrstdt], Maais (māis) [ KU-Obw/Tiefb LU-Altr GH-Neubg], Meis (mais) [mancherorts NOPf SWPf vereinzelt WPf, Krämer Gal 148], Mäis (męis) [ WD-Hoof Niedkch IB-Blickw Herbh Rubh], Mäins (męins) [ KU-Reiffb], Moas [ KB-Gauh] (um 1930 nur von Alten); Pl. -e; oft nur Dim. Määs'che, Maas'che; -el usw.; Zs.: PfWB Blau-, PfWB Kohl-, PfWB Schwanz-, PfWB Spechtmeise; RA.: klerrere (klettern) wie e M. [ KU-Schmittw/O]. Heilspruch: Haale, haale (heile) Määsekar, / die Määse machen allegar, / die schwarze wie die weiße, / die sollen der (dir) drufscheiße [RO-Duchr/O'hs, in Var. KU-Kaulb RO-Rehborn KL-Niedkch Heeger Vhk. 94]. —
b. 'Zaunkönig', Meis'che [ FR-N'lein], Määnsje [Rockhs]. —
2. zornige Määs 'Mensch, der leicht in Erregung gerät' [ PS-Erfw]. —
3. Neckname für die Einwohner von PS-Eppbn, die Määse. Südhess. IV 617; RhWB Rhein. V 1051/52; ElsWB Els. I 721/22.

 

  Meis [Mais Su. Str.; Mæis K. Z.] f. Meise. Noch im vorigen Jahrhundert war die Meise in Strassburg ein sehr verbreiteter u. ausserordentlich beliebter Zimmervogel. Einheimische Dichter haben den Meisenfang mit Leimrute und Käfig häufig und gern besungen. ‘Wenn kuum noch d’ Fulefude stehn, Un alli Blueme müen vergehn, Wenn d’ Bäum nurr wenni Blätter traaue, Due i gern nooch de Maise jaaue’ aus des Hanns-Dännels Lied von den Meisen v. E. Stöber Schk. 101. ‘Bi'm Schnokeloch dohinte Isch allerlei ze finde: Mer kann uff d’ Bäum nuff gaise, Kann locken-au de Maise’ aus E. Stöbers Ged. ‘Die Umgegend des Schnakenlochs im Spätjahr’ Schk. 104. Vgl. auch Hirtz Ged. 66. ‘Dnoh geht's an d’ Maise-n-erst; do isch von nix ass Brandle Un Bleaujele nurr d’ Red’ in der Zeit der Herbstspiele der Strassburger Schuljugend Pfm. III 1. Gespräch zwischen dem Babbe und seinem Bue: ‘Schakkebel, was hesch? — Babbe, i haw e Mais. — Was frisst si? — Alle Da e Nuss. — Dreihundertfünfesechzig Da, dreihundertfünfesechzig Nusse! Schakkebel loss merr d’ Mais furt! Als. 1853, 171. ‘... für's hiesi Burjerskind isch's halt e Hauptpläsir, Im Winter in der Stubb ze henn e Meis, dis lusti Tier’ Ad. Stöber JB. VIII 230. ‘wurum grinen er Alli — isch ebbe d’ Meiss furt g'flöue?’ Str. JB. VII 187. Die Strassburger Wirte hielten in der Mitte unseres Jh. Meisen in den Bierstuben, damit sie die Mücken auffingen. Sehr berühmt wegen ihrer ausserordentlich

[Bd. 1, Sp. 722a]
grossen Massverhältnisse war im 16. Jh. die Meis, eine der drei grossen Strassburger Kanonen Stöber Sagen II 217. Heutzutage hat Str. noch seine Meisengasse und in derselben die Apotheke zur Meise. ‘Meyß Parix’ Dasyp. Zss. Meiseⁿlocker. — Schweiz. 4, 465. Bayer. 1, 1664.

 

  Meis I[máïs Falk. Ri.; mæs Ebersw. Ha. u. s.; més Si.; mes Rom.; mais Lix. — Pl. –ən] f. 1. Meise. 2. vorlautes Mädchen: du frechi M.! Ri.  ElsWB els. 1, 721 Meis; lux. 285 Mès.