Medizin f.: 'Heilmittel, Arznei', Medizin (mędiˈdsīn), Medezin (mędəˈdsīn) [verbr., Lambert Penns 103 Buffington-barba Penns 155]; vgl. PfWB Arznei, PfWB Pulver 1 b, PfWB Einnehmsel, PfWB Kernchen, PfWB Körnchen. So e Schoppener drei, viere vun dere M., des gebt Feier unner de Kessel un is e Wohltat fer de Kerper [PfMus. 1887 86]. Wann ich aa net viel verdien, / Lache is en M. [Birmelin Penns Gezw. 142]. De Woi is for uns Männer e M. [Krieger 6]. Südhess. IV 601; RhWB Rhein. V 1025/26; ElsWB Els. I 652. | | iⁿnëʰmeⁿ O. bis Geisp., innëʰmeⁿ U. W., ingnëʰmeⁿ K. Z.: einnehmen, spez. Heilmittel einnehmen. Hän ⁱʰr brav Gëld iⁿgnommeⁿ uf m Märk? Bf. Ër is ganz für sⁱe iⁿgenummeⁿ begeistert Geisp. Ër muess i. Katzent. Ja, r nimmt iⁿ, alle halb Stund e Schoppeⁿ! Bf. Mös [m] als noch ingnëʰmeⁿ? Brum. ‘dieselben fünf schillinge soll ouch ein husgenosze innemmen’ Str. 1377 Brucker 450. ‘dr Täifälstuurn mit shtuurm .. iinaa’ Landsman Lied. 37. E schlëchter Bur, der keⁱn zwo Ërneⁿ kann i. Betschd. — Schweiz. 4, 741. Bayer. 1, 1743. | | ein -nehmen: 1.a. Arznei e., wie nhd. Allg. (s. einholen). — b. verächtl. essen; de nimmt in wie en Wollrad Simm. — c.Geld e., wie nhd. Allg. — d. et Scheff nit Kolle (Wasser) en Rip. — 2.a. einen für sich e., ihn für sich günstig stimmen, nach dem Nhd. — b. he es van sech arg engenonn eingebildet, nach dem Nhd. — c. ingenommen beklommen, beengt Simm-Ebschd. |
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