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 PfWB Medem-land (Bd. 4, Sp. 1263)   PfWB Medem (Bd. 4, Sp. 1263) 
  Medem-land n.: 'aus Waldrodung entstandenes, gegen Abgabe überlassenes Land'; a. 1773: Medemland [Heeger in: PfMus. 21/1904 60 (KL-Ottbg)];

[Bd. 4, Sp. 1264]
vgl. PfWB Medem 2 a, PfWB Medumsfeld.

 

  Medem, Medumm.:
1. 'Abgabe der Herdenbesitzer für Eckernweide', Medum [Rockhs]. —
2.
a. 'einmalige Abgabe für gerade urbar gemachtes Waldland', a. 1720: Medum [Kirchhbol (PfId. 93)]. —
b. 'Zinsabgabe für Landnutzung'. a. 1435: so möchte die gemeind greiffen an meddem und an zehnden und was sie hätten in dem gericht liegen [PfWeist. 178 (KB-Boland)]. a. 1442: 1 malter zins und medheim korns zu Husen [ZweibrLuRb. 69]. a. 1499: davon gibt der bawrman von einem morgen ein virnzel der erbauwten frucht, wird genant medhumb [Grimm Weist. V 666 (RO-Katzb)]. um 1521: medumb, medum, medium [PfId. 93]. a. 1567: Welcher ein rott macht in der Waldmarkung, derselbe ist Otterburg den Zehenden und Medumb wie von Alters hero zu geben schuldig [MHVPf. Bd. IX 239 (Weistum der Waldgemark KL-Ottbg)]. — Zu mhd. mêdeme m. 'eine auf Grundstücken haftende Abgabe' ( Lexer Lexer I 2068). Die weitere Etymologie ist umstritten, vgl. DWB DWb. VI 1838, HRG III 425/26, Heeger in: PfMus. 21/1904 1-2. — RhWB Rhein. V 1025; Hess.-Nass. II 299.