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 PfWB Medem-land (Bd. 4, Sp. 1263)   Lexer mêdeme (Bd. 1, Sp. 2068)   BMZ MEDEME (Bd. 2, Sp. 91a) 
  Medem-land n.: 'aus Waldrodung entstandenes, gegen Abgabe überlassenes Land'; a. 1773: Medemland [Heeger in: PfMus. 21/1904 60 (KL-Ottbg)];

[Bd. 4, Sp. 1264]
vgl. PfWB Medem 2 a, PfWB Medumsfeld.

 

 mêdeme m. (BMZ II. 91a)eine auf grundstücken haftende abgabe, urspr. wol die abgabe der siebenten garbe Weist. (medemgarbe, -guet 2,620, 16. jh. ) Arn. 69 ( 1357 ). — in Oberhessen noch mêdum, mêdom sowie davon mêdumsacker, -wise, -land Vilm. 265. Gr. kl. schft. 5,308 f. (erklärt als die hälfte, mitte des ertrags, gt. miduma ); nach Weig. 2,126 von gt. maithms, alts. mêthom, mêdhom nhd.geschenk, gabe , altn. meidhmar f. pl. (von leblosen kostbarkeiten), womit es schon von Gff. 2,708 verglichen wurde.

 

 Lexer MEDEME in Lychtinscheit decimam et jus, quod dicitur medeme, infra Scheidesteine et Isenbach, vom jahr 1334, bei Haltaus 1334. vnd wanehe er gesehet, schnidt vnd binden soll, so soll er den schultheisen zu W. zu huis vnd hoff suchen, vnd soll ime sagen, das er komme, vnd wart von wegen meines gn. h. v. Tr. medems; vnd ist es dan sach, das der schultheis kompt, wol vnd gut, so gibt man ime die VII t garbe. Gr. w. 3,772. vgl. medumsgut Scherz 1017, was erklärt wird als: pensatio annua frumentaria; noch jetzt soll in Hessen moeddum vorkommen. Scherz s. v. medem 1016 hält hiezu das mlt. medena agrorum, vgl. du Cange: telonium censuales, tributum atque medenam agrorum cum fiscalibus omnibus. die richtigkeit dieser zusammenstellung wird bestätigt durch die urkunde vom jahre 1083, die Graff 2,708 anführt: est autem medena septena de agris, tributum vero etc. Graff vergleicht das goth. maiþms gr. δῶρον. vgl. MEIDEM.